Klimatipps Stadt Lahr

Klimatipps

Wir alle können etwas (mehr) für den Klimaschutz tun. Die Stabsstelle Umwelt hat für Sie einige informative und praktische Klimatipps für die Bereiche Licht, Wärme, Mobilität, Konsum und Freizeit zusammengestellt.

Bitte beachten Sie auch unsere Umweltipps.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit – gut für Klima und Figur. Ein Rechenbeispiel.

An rund 230 Tagen im Jahr bewegen wir uns zur Arbeit und wieder zurück. Liegt die Arbeitsstelle auch nur fünf Kilometer von der Haustür entfernt, summiert sich dies auf 2300 Kilometer im Jahr. Auf welche Art und Weise diese Strecke zurückgelegt wird, ist gleich auf mehreren Ebenen interessant, wie das folgende Rechenbeispiel zeigt.

Ein Mittelklassewagen mit Dieselantrieb stößt auf 2300 Kilometern rund 0,72 Tonnen Kohlendioxid aus, für das globale Klima verträglich wären zwei Tonnen pro Erdenmensch. Der Durchschnittsdiesel verbraucht 6,7 Liter auf 100 Kilometer, insgesamt also 154 Liter Sprit für den jährlichen Berufspendlerweg. Dies summiert sich auf Fahrtkosten von fast 330 Euro (bei einem Literpreis von aktuell 2,14 Euro), Fahrzeugabnutzung etc. nicht eingerechnet.

Ein Radfahrer oder eine Radfahrerin dagegen verbraucht auf zehn Kilometern Strecke durchschnittlich 230 Kilokalorien (kcal). Für die oben angenommenen 2300 Kilometer wären dies satte 52.900 kcal! Das entspricht 100 Tafeln Schokolade oder auch 125 Litern Bier. Je länger der Arbeitsweg ist, desto höher ist der nebenbei erzielte Trainingseffekt. Und auch das Klima und die Haushaltskasse profitieren von jedem Kilometer, den Sie mit dem Rad statt mit dem Auto zurücklegen.

 

Ihre Fahrrad-Tipps der Woche:

  • Bauen Sie Ihre Motivation auf: schöne Strecke wählen, erstmal mit zwei festen Tagen pro Woche starten und langsam steigern, eine Spardose für das eingesparte Geld anlegen.
  • Ab 10 bis 15 Kilometer pro Strecke lohnt es sich, über ein E-Bike nachzudenken, bis dahin tut es auch ein gutes Touren- oder Rennrad, unter 5 Kilometer reicht auch der olle 3-Gang-Hobel, der noch in der Garage steht. Satt aufpumpen, Kette ölen und los geht’s!
  • Falls Sie darüber nachdenken, ein neues Rad anzuschaffen, könnte ein steuerlich attraktives Fahrrad-Leasing interessant sein. Infos gibt es von zahlreichen Anbietern wie JobRad, EuroRad, Lease a Bike, Deutsche Dienstrad, Mein Dienstrad, und vielen weiteren.

Klimapolitik mit dem Einkaufskorb

Eine häufige Frage: Was ist besser fürs Klima, bio oder regional? Die kurze Antwort: Am besten beides! Fakt ist: 1,76 Tonnen Treibhausgase verursacht die Lebensmittelproduktion pro Kopf, mehr als die Hälfte (0,93 Tonnen) davon entsteht außerhalb Deutschlands. Weite Transportwege, möglicherweise noch mit dem Flugzeug, schlagen sich äußerst negativ in der CO2-Bilanz von Lebensmitteln nieder. Das heißt: Für Kleinbauern in Costa Rica mag die Fairtrade-Bio-Mango definitiv besser sein als der Anbau pestizidbelasteter Plantagenfrüchte, für die Klimabilanz ist sie es eher nicht. 

Grundsätzlich sind regionale Produkte im Vergleich klimafreundlicher, vorausgesetzt man kauft sie, wenn sie Saison haben. Ein Saisonkalender gibt einen guten Überblick. Denn auch hierzulande angebaute Lebensmittel können einen ordentlichen CO2-Rucksack mitschleppen, wenn sie lange gekühlt werden müssen. Jetzt im April ist der per Schiffsfracht transportierte Apfel aus Neuseeland dem monatelang gelagerten heimischen Apfel in der Klimabilanz tatsächlich überlegen.

Deshalb lohnt es sich, im Lebensmitteleinzelhandel auf die Herkunft der Produkte zu schauen. Die Vielfalt der lokalen Landwirtschaft zeigt der Lahrer Wochenmarkt, der dienstags und samstags auf dem Markplatz sowie donnerstags auf dem Schlossplatz stattfindet. Viele der dort verkaufenden Erzeuger:innen setzen auf biologischen Anbau, womit der dritte Aspekt nachhaltiger Ernährung ins Spiel kommt: Die Produktion von Biolebensmitteln verursacht weniger Emissionen, weil sie auf stickstoffhaltigen Kunstdünger verzichtet. Sie schont gleichzeitig auch das Grundwasser, hält die Böden intakt und fördert die Biodiversität. Unter dem Strich landen weniger Chemikalien in den Lebensmitteln – gut für die Gesundheit.

Ihre Ernährungs-Tipps der Woche:

  • Gönnen Sie sich ruhig Ihr Schnitzel – in Maßen: 400 Kilogramm CO2 jährlich spart eine fleischreduzierte Ernährung im Gegensatz zu einer fleischbetonten. Maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst wöchentlich empfiehlt übrigens auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.
  • Beispielsweise bei der Verbraucherzentrale gibt es einen Saisonkalender als Poster für die eigene Küche zum Herunterladen.

Auch wenn der Energieverbrauch nicht das eigene Geld kostet – am Arbeitsplatz lässt sich oft eine Menge Energie sparen. Rund 15 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in Büros. Sie nutzen Computer und andere elektrische Geräte, drucken und kopieren, brauchen angenehme Raumtemperaturen und gute Beleuchtung, sie fahren zu Terminen oder empfangen Geschäftspartner/innen. Das belastet auch die persönliche Klimabilanz.

Was kann getan werden? Bei der energiesparenden Ausstattung des Büros ist tatsächlich erstmal der Chef oder die Chefin gefragt. Doch in der alltäglichen Nutzung der Geräte und Räume können die Mitarbeitenden den entscheidenden Unterschied machen - mit zusätzlichen Vorteilen: Eine gemeinsame Challenge zum Energiesparen im Büro stärkt den Teamgeist und schützt das Klima. Mit einem Energiesparkonto für Unternehmen behält man die Verbräuche im Blick, kann sich Einsparziele setzen und so gemeinschaftlich auch Kosten sparen. Wenn das eingesparte Geld ans Team zurückfließt, steigt die Motivation.

Die Lahrer Stadtverwaltung geht mit gutem Beispiel voran und hat mehrmals die Anerkennung „Umweltfreundliches Büro“ erhalten. So entschied der Gemeinderat, für den gesamten Briefverkehr sowie Druckerzeugnisse – intern und extern – ausschließlich Recyclingpapier zu nutzen, in allen städtischen Gebäuden fließt zu 100 Prozent zertifizierter Öko-Strom, in der Beschaffung sind strenge Kriterien für Energieeffizienz der Standard. Für Dienstfahrten nutzen städtische Mitarbeitende mitunter auch die leihbaren nextbike-Pedelecs, um klimafreundlich und bequem alle Orte in der Stadt radelnd zu erreichen. Damit ist die Lahrer Stadtverwaltung auf einem guten Weg, denn bis 2035 will sie klimaneutral sein.

Ihre Büro-Tipps der Woche:

  • Nutzen Sie eine schaltbare Steckerleiste, dann machen auch der PC und sämtliche angeschlossenen Geräte mit Ihnen Feierabend. Das spart im Vergleich zum Stand-By-Betrieb viel Strom.
  • Positionieren Sie Ihren Schreibtisch so, dass Sie möglichst bei Tageslicht arbeiten können – das ist auch besser für die Augen. Wenn elektrisches Licht notwendig ist, achten Sie auf effiziente Leuchtmittel wie LEDs.
  • Bis zum Dienstag, 31. Mai 2022, können Unternehmen sich für den Wettbewerb Büro und Umwelt des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. registrieren. Bewerben Sie sich mit Ihren Kollegen/innen und Mitarbeitenden!

Was haben eine Bohrmaschine, ein Akkuschrauber, ein Dampfreiniger, eine Heißklebepistole und ein Laminiergerät gemeinsam? Man braucht sie nur sehr selten, dann aber unbedingt. Den Rest der Zeit stehen die Dinge ungenutzt herum. Zudem kosten sie in der Anschaffung viel Geld und verbrauchen in der Herstellung kostbare Ressourcen.

Warum also nicht die Dinge teilen – mit Nachbar:innen und Freund:innen, wobei man erstere beim Tauschen und Teilen besser kennenlernen kann und sie vielleicht sogar zu letzteren werden. Die Stadt Lahr engagiert sich bei der Initiative „Baden-Württemberg teilt“ und möchte dazu beitragen, die Hemmschwelle abzubauen, in der Nachbarschaft einfach mal zu klingeln. Mit einem Aufkleber am Briefkasten können Bürger:innen anzeigen, was sie zu verleihen haben – ein Statement für mehr Ressourcenschutz und gute Nachbarschaft.

Wer in den Lebensstil „Nutzen statt besitzen“ erst mal reinschnuppern möchte, ist bei der Bibliothek der Dinge genau richtig. Die Mediathek Lahr bietet neben Büchern und anderen Medien auch eine Vielzahl an Gegenständen zum Ausleihen an. Nicht nur Medien und mediennahe Dinge wie E-Reader, Tonieboxen, Tiptoi- und BOOKiistifte stehen in der Mediathek seit zur Ausleihe bereit.

Seit knapp einem Jahr können auch ein Akkuschrauber, eine Nähmaschine, ein Foto- und Diascanner, ein Beamer und viele andere nützliche Dinge mit einem gültigen Mediatheksausweis kostenlos ausgeliehen werden. Neu dazugekommen sind unter anderem auch ein Pasta Maker, eine Massage Pistole, eine Nintendo Switch Konsole, und vieles mehr.

Ihre Teilen-und-Tauschen-Tipps der Woche:

  • Einen öffentlichen Bücherschrank gibt es im Stadtpark Lahr in der alten Weinstube am Musikpavillon. Hier können Sie kostenlos Bücher mitnehmen und Ihre ausgelesenen neuen Leser:innen zuführen.
  • Verkaufen, Tauschen und Verschenken in Lahr und Umgebung – in dieser privaten Facebook-Gruppe sind über 4.000 Menschen aktiv. Schauen Sie doch einfach mal vorbei!
  • Ergreifen Sie die Initiative für mehr Teilen und Tauschen in Ihrer Nachbarschaft. Ein Aufruf am Schwarzen Brett könnte der erste Schritt für mehr Austausch im Umfeld sein.

Worauf es beim Wochenendtrip ankommt

75 Prozent aller CO2-Emissionen für Urlaube verursacht laut Umweltbundesamt der Verkehr, vor allem bei der An- und Abreise. Dies gilt umso mehr für Kurztrips und Tagestouren. Die Wahl des Verkehrsmittels beeinflusst entscheidend die Klimabilanz eines Ausflugs. Am besten schneidet der Reisebus ab (29 Gramm CO2 pro Person und Kilometer). Es folgt die Bahn mit Fernverkehr (32 g) und Nahverkehr (57 g). Beim PKW kommt es sehr darauf an, wie viele Menschen mitfahren. Vollbesetzt zieht das Auto mit der Bahn im Nahverkehr gleich. Die aktuell explodierenden Spritpreise machen die Fahrt mit dem ÖPNV jedoch nicht nur klimafreundlicher, sondern auch kostengünstiger. Das ab dem 1. Juni als Teil des Energieentlastungspakets geltende 9-Euro-Ticket schafft einen weiteren Anreiz, die „Öffis“ einfach mal zu testen.

Zudem bringt es weitere Vorteile, beim Ausflug auf den öffentlichen Verkehr zu setzen: Von Bahnhof zu Bahnhof kommt man am Reiseziel direkt in die Innenstadt und vermeidet die unliebsame Parkplatzsuche. Nach Straßburg fahren beispielsweise täglich 25 Züge. Oder wie wäre es mit einem Wochenende in Paris? 16 Verbindungen führen jeden Tag in die Stadt der Liebe – teils auch mit dem superschnellen TGV direkt vom Lahrer Bahnhof.

Bei Wanderungen muss durch eine Anreise mit dem ÖPNV der Start nicht mehr das Ziel sein. So ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für Streckentouren. Eine bequeme und gesellige Art des Unterwegsseins bietet der klassische Reisebus – für Tagesausflüge oder auch mehrtägige Reisen. Nach einem pandemiebedingt etwas ausgedünnten Angebot in den letzten beiden Jahren gehen gleich mehrere Unternehmen in Lahr wieder unternehmungslustig auf Tour.

Ihre Ausflugs-Tipps der Woche:

  • In der Ortenau bekommen Sie das 9-Euro-Ticket in der DB-App, auf www.bahn.de, in den Bussen von SWEG, RVS, SBG, Zimbus und Schnurr, an den bekannten Verkaufsstellen sowie an allen Fahrkartenautomaten und Verkaufsschaltern der DB.
  • Grenzenlos fahren mit dem Europass! Im Verkehrsverbund der Ortenau-Linien fahren Sie 24 Stunden lang für 9,60 Euro (1 Person + Kinder) oder 14,50 Euro (2 Personen + Kinder) im gesamten Tarifgebiet von Hornberg bis Straßburg und von Ettenheim bis Sasbachwalden.
  • Für Wanderfreunde: Abwechslungsreiche Touren-Tipps finden Sie im Wanderflyer der Stadt Lahr. Alle Touren starten in Lahr oder sind mit einem Bus der SWEG zu erreichen.
  • Für Fahrrad- und Mountainbikefans der Stadt Lahr bietet der Radtourenflyer entspannte sowie anspruchsvolle Tourenvorschläge.
  • Möchten Sie besonders klimainteressante Orte besuchen? Im Exkursionsführer „Energie und Wasser Lahr“ finden Sie 14 Ziele in Lahr mit konkreten Maßnahmen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz.
Energieberatung mit einer Frau und einem Mann
Beratungsangebote für die kosteneffiziente Gebäudesanierung

Viele Hausbesitzerinnen und -besitzer spielen schon länger mit dem Gedanken, jetzt doch endlich mal das Thema energetische Sanierung anzupacken. Aber irgendwas ist immer – und so schiebt man die Sache auf die lange Bank. Angesichts explodierender Energiepreise kann nun genau der richtige Zeitpunkt gekommen sein, die Gebäudesanierung aktiv anzugehen und sich von den fossilen Fesseln zu lösen.

Nur die Fenster austauschen oder gleich die Fassade dämmen? Welche Heizung ist richtig? Wie geht man am besten vor? Und wo gibt es Fördermittel? Eine energetische Sanierung ist ein komplexes Unterfangen und muss sich individuell am jeweiligen Gebäude orientieren. Dafür gibt es Fachleute: Energieberater analysieren die Gegebenheiten vor Ort, berechnen die Kosten sowie die zu erwartenden Einsparungen für verschiedene Optionen und wissen, wo welche Fördermittel oder zinsgünstige Kredite zu beantragen sind.

Für alle Lahrer bietet die Stadt eine kostenfreie und neutrale Energieberatung im Rathaus an. Sie ist hersteller- und anbieterunabhängig und gibt Sanierungswilligen Orientierung. Fachleute der Ortenauer Energieagentur stehen an jedem zweiten Donnerstag im Monat von 14:00 bis 17:45 Uhr für alle Fragen bereit. Die nächsten Termine: 14. Juli 2022, 11. August 2022, 08. September 2022.

 

Vortragsabende zu den Themen Photovoltaik, Heizungstausch, Fördermitteln und Energiesparen

Regelmäßig bietet die Stadt Lahr in Zusammenarbeit mit der Ortenauer Energieagentur im Rahmen der Lahrer Sanierungskampagne Vortragsabende zu den Themen Photovoltaik, Heizungstausch, Fördermitteln und Energiesparen an. In diesem Jahr finden die wöchentlichen Vorträge im Rahmen der Kampagne von Dienstag, 21. Juni 2022, bis Montag, 18. Juli 2022, in Mietersheim statt. Die nächsten Termine, jeweils um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Mietersheim, sind:

  • 21. Juni 2022: Auftaktveranstaltung
  • 28. Juni 2022: Photovoltaik vom eigenen Dach
  • 05. Juli 2022: Klimafreundliche Heiztechnik
  • 11. Juli 2022: Bundesförderung für effiziente Gebäude und
  • 18. Juli 2022: Energiespartipps.

Flyer Sanierungskampagne Mietersheim 2022

 

Energieberatungs-Tipps der Woche:

  • Machen Sie den ersten Schritt und vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin unter Tel. 07821 / 910 0619. Auch über die Möglichkeiten einer Solarenergienutzung können Sie sich im Rahmen einer kostenfreien Beratung im Lahrer Rathaus informieren lassen.
  • Sie wollen tiefer in die Materie einsteigen? Bei den Gebäude- und Heizungs-Checks der Verbraucherzentrale kommen Berater nach Hause und analysieren vor Ort Strom- und Heizenergieverbrauch, Gebäudehülle und Heizungsanlage. Aufgrund staatlicher Förderung kostet Sie jeder Check nur 30 Euro. Hier in der Ortenau ist Ihr Ansprechpartner die Ortenauer Energieagentur unter 0781 92 46 190 oder info@ortenauer-energieagentur.de. Für alle Lahrer:innen, die sich im Rahmen der Sanierungskampagne Mietersheim bis zum 22. Juli anmelden, übernimmt die Stadt Lahr den Eigenanteil.
  • Auch Mieter können sparen! Beim kostenlosen Basis-Check der Verbraucherzentrale untersuchen Energieberater Ihren Strom- und Wärmeverbrauch und beraten zu einfachen und kostengünstigen Einsparmöglichkeiten.
Rathaus 2 Photovoltaikanlage auf dem Dach
Die Stadt Lahr installiert sukzessiv Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäudedächern, um das große Solarpotenzial in der Ortenau auszuschöpfen.

Solarenergie lohnt sich! Angesichts steigender Strompreise kann eine Photovoltaikanlage durchaus helfen, die Kostenbelastung zu senken. Denn jede Kilowattstunde Strom, die direkt vom Dach kommend genutzt wird, spart den Kauf einer teuren Stromeinheit vom Stromanbieter und reduziert damit die jährliche Stromrechnung. Der nicht selbstverbrauchte Strom fließt gegen eine Einspeisevergütung von aktuell 6,34 Cent pro Kilowattstunde ins Netz. Solarthermieanlagen dagegen nutzen die Kraft der Sonne, um Wärme für die heiße Dusche oder zur Unterstützung der Heizungsanlage zu gewinnen. Auch dies wird bei steigenden Preisen für fossile Energien immer attraktiver.

Abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen ist jede einzelne Solaranlage ein Beitrag zum Klimaschutz. Das sieht auch die Baden-Württembergische Landesregierung so, daher gilt seit dem 01. Mai 2022 eine PV-Pflicht für Neubauten. Ab 2023 ist dann auch bei Dachsanierungen von Bestandsgebäuden eine Solaranlage nachzuweisen.

Sehr viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sind aus all diesen Gründen derzeit sehr motiviert, die Sache mit dem eigenen Solardach endlich anzugehen. Doch einen Solarfachbetrieb für die Installation zu beauftragen, ist aktuell gar nicht so einfach. Wie bei vielen anderen Dingen, die momentan schwierig zu bekommen sind, gilt daher: Kontakt herstellen und auf die Warteliste setzen lassen. Vorab Informationen zu sammeln, schafft eine gute Basis. Die Stadt Lahr unterstützt Sie dabei!

Ihre Solar-Tipps der Woche:

  • Informieren Sie sich vor Ort: Am Dienstag, 28. Juni 2022, findet um 19:00 Uhr ein Vortragsabend zum Thema PV im Bürgerhaus Mietersheim statt. Zwei Solarberatungsnachmittage bietet die Stadt Lahr am Donnerstag, 07. Juli 2022, und am Donnerstag, 21. Juli 2022, an. Dabei beraten Sie Energieberatende der Ortenauer Energieagentur im Lahrer Rathaus. Für die Solarberatung ist eine vorherige Terminvereinbarung nötig unter Tel. 0781 / 91 46 19 0.
  • Informieren Sie sich im Netz: Die Stadt Lahr stellt auf ihrer Website umfangreiche Informationen zum Thema Photovoltaik zur Verfügung. Hier können Sie außerdem im SoLAHRkataster für Ihr Haus das Solarpotenzial ermitteln und die Wirtschaftlichkeit berechnen.

Ob Einkäufe, Kinder oder Arbeitsmittel – mit dem Fahrrad lässt sich mehr transportieren, als viele meinen. Für Rückenwind sorgt eine elektrische Unterstützung, um auch schwerere Lasten leicht zu befördern. Je nach Einsatzzweck und Häufigkeit der Transporte gibt es eine Vielzahl von Optionen, wie die Fracht an, auf oder hinter das Fahrrad kommt.

Packtaschen sind in unterschiedlichsten Ausführungen zu haben, seitlich am Gepäckträger befestigte Taschen bieten für einen regulären Einkauf ausreichend Volumen. In einer Messenger-Bag reist der Laptop gut geschützt ins Büro. Für die lieben Kleinen ist der klassische Kindersitz nach wie vor beliebt. Alle Transportvarianten, die direkt am Rad befestigt werden, haben den großen Vorteil, dass das Fahrrad weiterhin eine normale Länge hat und auf jeden Fahrradstellplatz passt.

Für Getränkekisten und sonstige größere Frachten reicht das jedoch nicht. Dann sind ein Anhänger oder ein Lastenrad hilfreich. Wer nur gelegentlich oder abwechselnd mit anderen Personen (beispielsweise dem anderen Elternteil) Transporte erledigt, ist mit einem Anhänger besser bedient und kann so das gewohnte (an die eigene Körpergröße angepasste) Rad nutzen. Transportiert man hingegen häufig Kinder oder größere Ladungen, ist ein Lastenrad zu empfehlen.

Ihre Fahrrad-Tipps der Woche:

  • Zwei oder drei Räder? Mit oder ohne elektrische Unterstützung? Die Stadt Lahr hilft bei der Entscheidung, welches Lastenrad zu Ihnen passt. Jeweils maximal eine Woche lang können Sie vier verschiedene Modelle kostenlos ausleihen und Probe fahren. Kontaktieren Sie Martin Stehr vom Stadtplanungsamt, Tel: 07821 / 910-06 92, martin.stehr@lahr.de
  • Wenn Sie sich entschieden haben und ein Lastenrad anschaffen möchten, unterstützt das die Stadt Lahr mit einer Kaufprämie. 300,00 Euro gibt es für ein herkömmliches Lastenrad, 500,00 Euro für ein E-Lastenrad. Auch hierzu können Sie Herrn Stehr ansprechen.
  • Für Unternehmen, Vereine, Freiberufler:innen und gemeinnützige Organisationen hält das Verkehrsministerium Baden-Württemberg eine Kaufprämie bereit. Ein Viertel des Kaufpreises (bis zu 2.500,00 Euro) erhalten Sie, wenn Sie zu dieser Zielgruppe gehören und ein E-Lastenrad oder einen E-Anhänger anschaffen.
Carsharing Lahr E-Mobil auf neben dem Rathausplatz
Auch städtische Mitarbeitende nutzen, wenn es sich anbietet, die Möglichkeiten des Carsharing in Lahr.

Gerade mal eine Stunde pro Tag nutzen wir unsere Autos im Mittel. Den Rest der Zeit stehen sie parkend oder im Stau herum. Eigentlich müssten sie „Stehzeuge” heißen statt Fahrzeuge, wird oft gescherzt.

In der Tat werden Privat-PKWs heute extrem schlecht ausgelastet, was nicht nur Ressourcen verschwendet, sondern auch das Stadtbild in vielen Kommunen prägt. Wir haben uns zu sehr an den Anblick parkender Autos in allen Straßenzügen gewöhnt.

Eine sinnvolle Alternative sind Gemeinschaftsautos, sprich Carsharing. Wer weniger als 12.000 Kilometer im Jahr fährt, so die Faustformel, fährt mit Carsharing billiger als mit dem eigenen PKW. Ein weiterer Vorteil: Das lästige Kümmern um Inspektion, Reparaturen, richtige Bereifung oder TÜV-Abnahme entfällt. Und natürlich entfallen die Kosten für Anschaffung und Versicherung. Wer unterwegs tanken muss, verwendet einfach die Tankkarte des Anbieters, die im Fahrzeug liegt.

Es spricht also viel für den Umstieg auf ein Carsharing-Auto, auch in Lahr. Im Innenstadtbereich gibt es inzwischen drei Stellplätze. Direkt am Rathausplatz wartet ein E-Auto auf die nächste Fahrt, die Ladesäule wird natürlich mit Ökostrom aus der Ortenau betrieben.

Ein wendiger Dahiatsu Cuore steht im Rathausinnenhof, ein für Familienausflüge geeigneter 5+2-sitziger Opel Zafira freut sich in der Gutleutstraße 22 auf seine Nutzer.

Tipps für den Einstieg ins Carsharing:

  • Informieren Sie sich bei den beiden in Lahr tätigen Car-Sharing Anbietern www.my-e-car.de und www.carsharinglahr.de. Einfach mal ausprobieren, wenn’s nicht passt kann man problemlos wieder aus der Autogemeinschaft austreten.
  • Als Mitglied von my-e-car haben Sie auch Zugriff auf weitere Elektroautos in ganz Südbaden. Nach Freiburg mit dem Zug und von dort mit dem Elektroauto in den Kaiserstuhl geht ganz einfach.
  • Einfache Nutzung: Fahrzeug online buchen, am Stellplatz mit App oder Mitgliedskarte öffnen. Der Schlüssel liegt meistens im Handschuhfach. Gute Fahrt!
Klimatipp Fenster Fensterläden Hauswand Ventilator
Geschlossene Jalousien oder Fensterläden lassen die Wärme draußen.

Es ist heiß! Wenn die Tagestemperaturen auf über 30 Grad Celsius klettern und noch nicht einmal die Nächte Linderung bringen, leiden viele Menschen. Schnell in den Baumarkt und eine kleine Klimaanlage holen? Keine gute Idee! Gerade die mobilen Klimageräte – Monoblocks genannt – sind wenig effizient. Läuft so ein Kühler beispielsweise an 30 Tagen je vier Stunden, verbraucht er knapp 300 Kilowattstunden Strom und emittiert über 100 Kilogramm CO2. Split-Klimaanlagen sind zwar effizienter, aber auch deutlich teurer und müssen fest installiert werden.

Doch auch ohne kostspielige Anschaffungen und hohen Stromverbrauch gibt es Möglichkeiten, die Wohnung zu kühlen. Das Grundprinzip dabei ist: heiße Luft möglichst draußen halten und jedes bisschen kühle Luft reinlassen. Deshalb sollten tagsüber sämtliche Fenster geschlossen bleiben und, so gut es geht, verdunkelt werden. Wenn keine Rollläden oder außenliegenden Jalousien vorhanden sind, können Rollos oder Vorhänge helfen. Diese schützen umso besser, je heller und glatter das Material ist. Für Dachfenster gibt es reflektierende Folien, die das Sonnenlicht zumindest teilweise abhalten.

Sobald dann am Abend ein kühles Lüftchen geht, heißen weit geöffnete Fenster und Türen die Abkühlung willkommen. Querlüften sorgt für einen effektiven Luftaustausch. Verdunstungskälte bringt ebenfalls Erfrischung, beispielsweise durch in die Fenster gehängte feuchte Tücher. Das lässt auch Tropennächte besser überstehen.

Ihre Abkühlungs-Tipps der Woche:

  • Computer, Fernseher und Co. heizen mit ihrer Wärmeabstrahlung die Raumluft auf. Schalten Sie alle nicht benötigten Geräte aus und vermeiden Sie Stand-By-Betrieb – nicht nur im Sommer!
  • Sie können vor lauter Hitze schlecht einschlafen? Eine mit kaltem Wasser gefüllte Bettflasche spendet wohltuende Kälte. Oder legen Sie versuchsweise den Schlafanzug oder das Bettlaken für eine halbe Stunde ins Gefrierfach.
  • Grün draußen – kühl drinnen! Zugegebenermaßen ist dies keine schnelle Lösung, aber Fassadenbegrünungen und Bäume vor dem Haus sorgen auch innen für ein angenehmeres Klima.
  • Übrigens: Eine gute Wärmedämmung schützt auch vor sommerlicher Hitze. Zu allen Fragen der energetischen Sanierung berät Sie die Stadt Lahr an jedem zweiten Donnerstag im Monat von 14:00 bis 18:00 Uhr.
  • Viele weitere Tipps für das richtige Verhalten bei Hitze gibt der Hitzeknigge.
Klimatipp Waschmaschine Schalter Wäsche waschen richtig gemacht
Für reine Wäsche reicht oft das effiziente eco-Programm.

Durchschnittlich zwölf Prozent des Wasserverbrauchs und fünf Prozent des Strombedarfs im Haushalt gehen auf Kosten der Waschmaschine. Dabei haben die individuellen Verbrauchswerte eine große Bandbreite. Einen wesentlichen Einfluss auf den Verbrauch hat die gewählte Waschtemperatur. So benötigt das 40-Grad-Programm rund 45 Prozent weniger Strom als die 60-Grad-Wäsche. Und auch bei 30 Grad werden mit modernen Waschmitteln die meisten Kleidungsstücke sauber. Energiesparprogramme laufen zwar länger, kommen aber mit weniger Wasser und Strom aus. Sogenannte Sparprogramme für nur halb befüllte Maschinen brauchen dagegen trotzdem 60 bis 85 Prozent an Wasser und Energie. Insofern empfiehlt es sich, mit voller Ladung zu waschen. Hier hilft die Faustregel, wenn zwischen Wäsche und oberer Waschtrommel noch eine Faust reinpasst, dann ist die Trommel gut gefüllt.

Zum anderen hat die Effizienz von Haushaltsgeräten in den letzten 20 Jahren einen großen Sprung gemacht. Daher gilt: Ist die Waschmaschine mehr als 15 Jahre alt, kann sich eine Neuanschaffung auch finanziell lohnen. Der Online-Waschrechner des Forums Waschen hilft bei der Kalkulation, ob ein Austausch sinnvoll ist.

Ein weiterer Faktor ist das Trocknen der Wäsche. Wo immer möglich sollte sie auf der Leine hängen, statt im Wäschetrockner herumgewirbelt zu werden. Das spart nicht nur enorm viel Strom, es schont auch die Wäsche, denn der Abrieb im Trockner ist gewaltig.

Ihre Waschmaschinen-Tipps der Woche:

  • Reinigen Sie Ihre Waschmaschine regelmäßig, wenn Sie mit niedrigen Temperaturen waschen. Ein 40-Grad-Durchlauf mit fünf Esslöffeln Natron im Waschmittelfach hilft gegen Bakterien und unangenehme Gerüche.
  • Bei der Waschmittelmenge ist auch die Wasserhärte zu berücksichtigen. Hart ist das Wasser (2,82 mmol/l) in der Lahrer Kernstadt, Langenwinkel, Mietersheim, Kippenheimweiler, Hugsweier und Sulz. Weich ist das Wasser (0,71 mmol/l) in Kuhbach und Reichenbach. Fünf Esslöffel Zitronensäure direkt in der Trommel beseitigt Kalkablagerungen.
  • Achten Sie bei einer Neuanschaffung auf das aktuelle EU-Effizienzlabel und auf eine zu Ihrem Haushalt passende Größe. Auch die Stadt Lahr hat in ihren Beschaffungsleitlinien festgelegt, dass mindestens die zweithöchste verfügbare EU-Energieeffizienzklasse erreicht werden muss.
  • Vermeiden Sie umweltschädliches Mikroplastik im Waschmittel. Übrigens: Die Lahrer Beschaffungsleitlinien verbieten Mikroplastik in Wasch- und Reinigungsmitteln für die Nutzung innerhalb der Stadtverwaltung.
verschiedene Varianten von Recyclingpapier auf einem Schreibtisch, dazu ein Füllfederhalter, ein Kugelschreiber aus Pappe und ein Bundstift
Gar nicht mehr grau!
Quelle: Stadt Lahr

Die Schule hat begonnen und den meisten Eltern flattert eine lange Liste zu beschaffender Materialien auf den Tisch. Ob liniert, kariert, mit Notenlinien, mit oder ohne Rand, Vokabelheft oder College-Block – fast alle Papierprodukte sind mittlerweile in Recyclingqualität erhältlich und oft nur wenig oder gar nicht teurer als die Frischfaservariante, die direkt aus Holz hergestellt wird.

Für den Klima- und Umweltschutz lohnt sich die Umstellung auf Recyclingpapier gleich auf mehreren Ebenen: So benötigt es in der Herstellung im Vergleich zu Frischfaserpapier nur die Hälfte an Energie. Noch größer ist die Wassereinsparung: Bis zu 85 Prozent der Wassermenge lassen sich einsparen! Zudem schont die Verwendung von Altpapier die Holzbestände und fördert so die Biodiversität – lokal und global, denn Holz für die Papierproduktion stammt oft aus intensiver Forst- und Plantagenwirtschaft.

Das sieht auch die Stadt Lahr so und nutzt schon seit 2007 für den gesamten Briefverkehr der Stadtverwaltung ausschließlich Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier. Seit 2019 gilt dies für sämtliche Druckerzeugnisse, wie beispielsweise Berichte, Broschüren und Flyer.

Ihre Schulmaterial-Tipps der Woche:

  • Seien Sie kritisch bei Nachhaltigkeitssiegeln! Viele Papierprodukte schmücken sich mit dem FSC- oder PEFC-Siegel. Diese stehen für nachhaltige Forstwirtschaft und sind damit zwar schon ökologischer als „Egal-woher-Holzprodukte“. Aber auch nachhaltig geerntetes Holz hat einen wasser- und energieintensiven Prozess hinter sich, bis es zu Papier wird – Recyclingpapier ist definitiv die bessere Wahl.
  • Eine Sammelbestellung für die ganze Klasse kann Geld sparen und entlastet gestresste Eltern. Bringen Sie die Idee doch gleich beim ersten Elternabend ein.
  • Schauen Sie bei den Plastikprodukten für die Schule nach Alternativen. Papierumschläge für die Hefte gibt es in allen Farben und Größen. Statt Textmarkern aus Plastik sind Buntstifte zum Anspitzen die umweltfreundlichere Lösung. Beachten Sie dazu auch den Umwelttipp zu Umweltfreundlich in die Schule.
Hochwassergefahrenkarte auf der Internetseite des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Hochwassergefahrenkarte
Quelle: LUBW

Die globale Klimaerhitzung ist bereits deutlich zu spüren – auch in Lahr. Neben Hitzewellen und Dürreperioden bringt der Klimawandel vermehrt lokale Starkregenereignisse mit sich. Dabei können örtlich begrenzt innerhalb von ein bis zwei Stunden mehr als 100 Liter Wasser auf einen Quadratmeter niedergehen. Das ist ein Siebtel der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge in Baden-Württemberg!

Solche Wassermassen können Böden und Kanalisation nicht aufnehmen. Auch in Gebieten, die nicht in unmittelbarer Nähe von Flüssen und Bächen liegen, kann es zu Überschwemmungen und Sturzfluten kommen. Besonders gefährdet sind Grundstücke am Hang, in einer Mulde oder im Tal. Das Land stellt Hochwassergefahrenkarten bereit, die das Überflutungsrisiko für Lahr und Umgebung darstellen. Hier kann – und sollte! – sich jede:r Bürger:in über das persönliche Risiko informieren.

Die Stadt Lahr tut mittels Bauleitplanung, technischen Schutzmaßnahmen und Katastrophenschutz das ihre, um auf solche, in Zukunft voraussichtlich häufiger auftretenden Ereignisse vorbereitet zu sein. Doch Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und daher finden die Lahrer Bürger:innen auf der städtischen Webseite eine Reihe von wichtigen Maßnahmen zur Eigenvorsorge.

Liegt ihr Haus oder ihre Wohnung in einer kritischen Zone?

  • Machen Sie Ihr Gebäude sicher! Mauern, Erdwälle oder hochwasserbeständige Türen und Fenster verhindern, dass Wasser von außen eindringen kann. Rückstauklappen und Hebeanlagen vermeiden einen Wassereintritt aus der Kanalisation.
  • Schützen Sie sich und Ihre Lieben! Stellen Sie einen privaten Notfallplan auf. Eine Mustervorlage dafür finden Sie hier.
  • Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz. Eine Elementarversicherung umfasst auch Schäden durch Hochwasser und Starkregen. Sie kann in der Hausratversicherung enthalten sein, muss es aber nicht.
  • Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Stadt Lahr oder auf www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de
Klimatipp Heizungspumpe
Die Heizungspumpe, neben der eigentlichen Heizanlage meist unscheinbar, aber trotzdem wichtig für die Energieeffizienz.

Ein Stromverbraucher, den die meisten gar nicht im Blick haben, ist die Heizungspumpe, auch Umwälzpumpe genannt. Unscheinbar verrichtet sie im Keller versteckt ihren Dienst, pumpt das heiße Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern und wieder zurück – und frisst dabei oftmals enorm viel Strom.

400 bis 600 Kilowattstunden (kWh) jährlich verbraucht ein älteres Modell für die Versorgung eines Einfamilienhauses. Eine moderne, effiziente Heizungspumpe kommt dagegen mit nur 50 bis 100 kWh aus. Beim aktuellen Strompreis von rund 32 Cent pro kWh lassen sich durch einen einfachen Tausch jährlich über 100 Euro sparen.

Dabei ist die Aktion schnell über die Bühne gebracht und kostet nicht viel: Fachpersonen brauchen für den Pumpentausch lediglich ein bis zwei Stunden, inklusive Material fallen zwischen 300 und 400 Euro an. Somit amortisiert sich die Maßnahme schon innerhalb von drei Jahren.

Übrigens: Wenn die Heizungsfachleute ohnehin schon im Haus sind, lohnt es sich fast immer auch, einen hydraulischen Abgleich machen zu lassen. Der stimmt die Leistung der verschiedenen Komponenten des Heizsystems optimal aufeinander ab. Das spart Brennstoffkosten und sorgt für ein verbessertes Raumklima.

Ihre Heizungs-Tipps der Woche:

  • Sie wollen wissen, ob Sie einen echten Stromfresser im Keller haben und sich der Austausch bei Ihnen lohnt? Machen Sie den PumpenCheck der Stadt Lahr
  • Nutzen Sie die Fördermittel: Je 20 Prozent gibt es für Pumpentausch und hydraulischen Abgleich bei BAFA und KfW
  • Auch als Mieterin oder Mieter können Sie etwas tun: Machen Sie den PumpenCheck und fordern Sie Vermieter oder Vermieterin zum Pumpentausch auf. Damit sparen Sie auch bei den Nebenkosten.