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Lahr ist Vielfalt im Quadrat

Die Weihnachtskarte des Oberbürgermeisters Markus Ibert zieren auch in diesem Jahr 16 Portraits von Menschen die auf ganz unterschiedliche Weise mit Lahr verbunden sind. Mit einem Klick auf das jeweilige Bild erhalten Sie die Geschichte hinter dem Portrait.

Markus Kaufmann ist seit mehr als 30 Jahren Geschäftsführer der Druckhaus Kaufmann GmbH in Lahr. „Es liegt nicht nur am unverkennbaren Schutterlindenberg, dem beschaulichen Wochenmarkt oder der gelungenen Tonofenfabrik, dass Lahr für unsere Familie seit sieben Generationen Heimat ist“, sagt er. Als Ernst Kaufmann 1816 in der Kirchstraße eine Druckerei und einen Verlag gründete, war dies ein kühnes Unterfangen. 206 Jahre später werden in der Innenstadt immer noch Bücher verlegt sowie im Industriegebiet Lahr-West Zeitschriften und Kataloge gedruckt – 1816 völlig unvorstellbar. Das Druckhaus Kaufmann zählt seit Jahrzehnten zu den großen industriellen Druckereien in Deutschland. „Dies ist vor allem der Verdienst der über die Jahre in die Tausende gehende Zahl an Lahrerinnen und Lahrer (plus der vielen Zugereisten), die als Spezialisten ihren Teil zum Ganzen beitragen. Vor diesem Hintergrund könnte man etwas vermessen sagen, wir gehören zu Lahr, fast so wie der Schutterlindenberg, der Wochenmarkt oder die Tonofenfabrik. Dies macht mich in aller Dankbarkeit stolz und ist gleichermaßen Ansporn für die nächste Generation“, äußert Markus Kaufmann stolz.

Die gebürtige Lahrerin verließ die Stadt nach ihrem Abitur am IBG, um ihr Sprachstudium zu absolvieren. Erst vor Kurzem kam Gabriele Rauch nach 45 Jahren zurück nach Lahr. Mehr als 35 Jahre davon verbrachte sie in Frankreich. Mittlerweile pendelt sie zwischen ihren Wohnsitzen in Frankreich und Lahr. Gabriele Rauch engagiert sich bei der Stadt Lahr im ehrenamtlichen Dolmetscherpool als Dolmetscherin für Englisch und Französisch. Des Weiteren begleitet sie seit 2021 als ehrenamtliche Dolmetscherin den Oberbürgermeister bei Treffen mit der Partnerstadt Dole. Parallel dazu ist Gabriele Rauch Vorstandsmitglied bei der Kunstgalerie L’Art pour Lahr e.V. Nach Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 war sie aktiv an der Gründung der Ukraine-Initiative „Lahr Hilft“ des gemeinnützigen Vereins „Gemeinsam Europa e.V.“ beteiligt und bringt sich bis heute mit großem Einsatz für die Ukraine ein. „Insbesondere die Familie, die teilweise noch in Lahr lebt, sowie das hervorragende kulturelle Angebot machten es mir leicht, in der 'neuen' alten Heimat wieder Fuß zu fassen. Ich erlebe Lahr als lebendige Kleinstadt, die mir viele interessante Möglichkeiten bietet, mich in das Stadtleben einzubringen“, erklärt Gabriele Rauch zufrieden.

Pirmin Styrnol ist Journalist, Regisseur und Sprecher beim SWR, ARD sowie bei seiner eigenen Produktionsfirma "punchline studio". Der gebürtige Lahrer setzt sich außerdem seit Jahren für die Belange von Ukrainern ein, drehte in den Jahren 2016 und 2017 Dokumentarfilme über die Auswirkungen des Kriegs in der Ostukraine und unterstützte bei der Spendenakquise für das Medico Soziale Zentrum in Lwiw. Nach Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 gründete er gemeinsam mit seiner Freundin Anzhelika Kovalenko sowie mit Nicolai Hoch, Mike Gruenwald und Jan Alvarez die Initiative „Lahr Hilft“, die bereits über 300 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine bringen konnte und mehr als 200 Flüchtlinge an Gastfamilien vermittelte. Seit April ist Styrnol Vorstand des aus „Lahr Hilft“ hervorgegangenen, gemeinnützigen Vereins „Gemeinsam Europa e.V.“, der nun aus rund 70 deutschen und ukrainischen Mitgliedern besteht und sowohl mit dem Integrationspreis der Ortenau, als auch dem Lahrer Bürgerpreis ausgezeichnet wurde. Als Regisseur und Produzent der erfolgreichen Konzertfilm-Serie „WeLive“ verhalf er zudem gemeinsam mit seinem Bruder Maik Styrnol, der Lahrer Rockwerkstatt und dem Schlachthof Lahr vielen regionalen Musikern zu überregionaler Aufmerksamkeit. Im Jahr 2018 war Styrnol als Station Voice die „Stimme der Fußball-WM“ für die ARD. Pirmin Styrnol ist zudem der bislang jüngste Preisträger des internationalen AIPS-Awards, dem „Oscar für Sportjournalisten“.

Juliane Tide ist in Thüringen geboren und hat mit sechs Jahren in Friesenheim eine neue Heimat gefunden. Als Teenagerin mit etwa 15 Jahren ist sie mit ihrer Familie nach Lahr umgezogen und erlebte hier eine spannende Zeit mit Freunden und eine abwechslungsreiche Schulzeit am Scheffel-Gymnasium. Verschiedene Schüleraustausche in Frankreich, den USA sowie mit Italien bereicherten diesen Lebensabschnitt. Sie liebt es andere Kulturen kennenzulernen und auch den Austauschpartnern ihre eigene Kultur näher zu bringen. Aktivitäten wie Hausaufgabenbetreuung, Kurssprecherin oder die Wirtschafts-AG und der Chor ließen in dieser Zeit selten Langeweile aufkommen. In ihrem Studium und bei ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten hat sie kennengelernt, wie wichtig Zusammenarbeit ist, zum Beispiel in der Arbeit bei ESN (Erasmus) mit internationalen Studenten, in der Fachschaft Wirtschaft oder im Lehramtsrat. Juliane Tide wurde im Jahr 2022 zur Chrysanthemenkönigin Juliane II. gekrönt und darf nun für ein Jahr die Botschafterin der Chrysanthema sein und die Stadt Lahr nach außen repräsentieren. „Die Chrysanthema ist für mich sehr schön und einzigartig und steht dafür, alle Generationen zu verbinden, egal welcher Sprache, Herkunft, Religion oder Nationalität. Außerdem bringt sie buntes Leben in die Stadt, in einer Jahreszeit, in der es gerade still und ruhig wird. Das fasziniert mich sehr und macht mich stolz, das Blumen- und Kulturfestival zu repräsentieren“, erklärt sie freudig.

Najah Mirav Sido ist eine Kurdin aus der heute von türkischen Soldaten besetzten kurdischen Stadt Afrin. Sie lebt seit 2016 in Deutschland und seit 2017 in Lahr. Als Sprecherin im Team des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr und stellvertretendes Mitglied im Interkulturellen Beirat der Stadt Lahr setzt sie sich mit großem Einsatz ehrenamtlich ein. Nach schlimmen Erlebnissen im Krieg in ihrer Heimat, dem kurdischen Teil von Syrien (Kurdistan) ist sie mit ihren Kindern nach Lahr gekommen. „Hier, unter freundlichen und hilfsbereiten Menschen, habe ich eine zweite Heimat gefunden", sagt sie. "Ich möchte zusammen mit dem Freundeskreis dazu beitragen, dass anderen heimatvertriebenen Menschen ein besseres Leben ermöglicht wird, und Verständnis für ihre Situation wecken. Ich möchte auch eine Stimme für meine Landsleute sein", bekräftigt sie nachdrücklich.

Andrei Mihai ist zwölf Jahre alt und Schüler des Scheffel-Gymnasiums. Seit acht Jahren ist Turnen seine große Leidenschaft. Durch unzählige Trainingsstunden beim Turnverein Lahr konnte er bereits viele Erfolge erzielen. Jeweils den ersten Platz belegte er beim Metropolcup, bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften sowie dem Baden Pokal. Darüber hinaus konnte er den zweiten Platz als Deutscher Jugendmeister erreichen. Im Jahr 2021 feierte der TV Lahr sein 175. Jubiläum. 2022 war ein weiterer Höhepunkt das Landesturnfest in Lahr. „Mir gefällt Lahr, weil es so schön ruhig ist. Vor allem nachts ist es mit den Lichtern ganz besonders schön und sie leuchten sehr farbig“, freut sich Andrei Mihai.

Olesja Romme ist in Kasachstan geboren. Im Frühjahr 1991 kam sie mit ihrer kleinen Schwester nach Hornberg. Nach mehreren Umzügen zog die Familie 1994 nach Lahr. Mit Willensstärke wechselte sie von der Hauptschule über die Realschule bis zum Max-Planck-Gymnasium. Vor ihrem Studium des „International Management“ absolvierte sie einen Auslandaufenthalt an einer Highschool nahe Seattle. Neben Deutsch, Russisch und Englisch spricht sie auch fließend Französisch. Während der Pandemie belegte sie einen Fernkurs der Harvard University. Beruflich stieg sie nach dem Studienabschluss zunächst in das Transportunternehmen ihres Vaters ein und baute es weiter auf. Zusätzlich war sie am Aufbau zweier weiterer Speditionen sowie einer Personalvermittlungsfirma beteiligt und betreibt jetzt eine weitere Firma im Bereich Unternehmensberatung und nutzt ihr Netzwerk bei der Vermittlung von Immobilien. Ehrenamtlich ist sie seit zehn Jahren bei der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland bundesweit aktiv. Für die CDU ist sie als Aussiedlerbeauftragte engagiert. „Ich bin gerne in vielen Ländern aktiv und setze meine Energie dabei auch für andere ein. In Lahr habe ich meinen Lebensmittelpunkt“, erklärt Sie.

Ludwig Hillenbrand ist zwar in Fessenbach bei Offenburg aufgewachsen, hat aber seit 1965 mit seiner Familie in Lahr seinen Lebensmittelpunkt gefunden. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2003 war er Deutsch- und Englischlehrer am Max-Planck-Gymnasium, davon 17 Jahre Schulleiter. „Schon allein durch meine Berufstätigkeit ist mir Lahr mit seinen Menschen und seinem schönen landschaftlichen Umfeld zur Heimat geworden, in der ich mich wohlfühle“, reflektiert Ludwig Hillenbrand. Viele Erlebnisse und Erfahrungen dieser lahrer Jahrzehnte haben Eingang gefunden in die Mundartbücher, die er in den letzten Jahren verfasst hat. Zu dieser emotionalen Verbundenheit hat auch ganz wesentlich seine Mitgliedschaft im Turnverein Lahr beigetragen. Seit seiner Pensionierung ist er im Vorstand des Turnvereins engagiert und als Schriftleiter zuständig für die vierteljährlich erscheinende Vereinszeitschrift TV AKTUELL. Auch war er mehrere Jahre Mitglied im Kulturausschuss der Stadt Lahr und bei der Volkshochschule als Dozent tätig.

Kossiwa Ewodofe Bertelmann ist im Dezember 2017 nach Deutschland gekommen. Sie ist verheiratet und hat zehn Jahre alte Zwillinge. Im Moment absolviert sie eine praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Lahr im dritten Ausbildungsjahr. Ihre Praxisstelle ist in der Kindertagesstätte Lotzbeckstraße Lahr. „Mich erfreut es, mit den Kindern zu arbeiten“, schwärmt Kossiwa Ewodofe Bertelmann. Sie wohnt zusammen mit ihrer Familie in Mahlberg. Ihre geduldige, freundliche und hilfsbereite Art ist ihre Stärke. Außerdem spricht sie mehrere Sprachen.

Erna Faißt lebt mit ihrer Familie in Seelbach. Die enge Bindung zur Stadt Lahr begann 1978 mit ihrer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Nach einigen beruflichen Erfahrungen in verschiedenen Betrieben hat sie sich 2003 ihren persönlichen Traum vom eigenen Modegeschäft verwirklicht. Mit ihrer Modeboutique [Stoffwechsel:] in der Kirchstraße bietet sie für modebewusste Frauen stylische Outfits mit Modelabels der Großstädte, Newcomer aber auch kleinere Labels an, die es nicht überall gibt. „Mode macht mir Spaß", sagt Erna Faißt. „Trends aufzuspüren, Neues zu entdecken und Frauen passend zu ihrem Stil gut anzuziehen und zu beraten, macht mich glücklich“, schwärmt sie. Sie schätzt Lahr als eine freundliche Kleinstadt mit Flair und vielen Möglichkeiten. „Es macht Freude, hier zu arbeiten, vor allem dann, wenn Kunden zu Freunden werden“, sagt sie. Sie ist daher auch sehr dankbar, dass sie in der schwierigen Zeit der Pandemie von ihren Stammkunden unterstützt wurde. Auch die Zusammenarbeit mit ihrem Team bereitet ihr viel Freude und empfindet sie als große Bereicherung. Gemeinsam verfolgen Sie das Ziel, Frauen aus Lahr und der Umgebung glücklich zu machen. In ihrer Freizeit entspannt sie mit ihrer Familie und ihren Freunden und verbringt dabei sehr gerne viel Zeit in der Natur.

Seit sein Vater 1975 das Modebekleidungsgeschäft Feldmüller-Fank übernommen hat, lebt Michael Schmiederer in Lahr. Er hat seine Schulzeit in Lahr verbracht und führt heute den Traditions-Betrieb mit 150-jähriger Firmengeschichte in zweiter Generation weiter. Neueste Trends der internationalen Modeszene und persönliche Beratung liegen ihm besonders am Herzen. Für ihn ist Mode stark mit Emotionen verbunden. Im Mittelpunkt steht für ihn das Shoppingerlebnis: Sehen, Fühlen und das Anprobieren des Kleidungsstückes sind wichtige Elemente des Einkaufserlebnisses, und das kann nur lokal vor Ort geboten werden. Als Familienvater von drei Kindern ist er in zwei Sportvereinen, sowohl als Aktiver, als auch als Funktionär sehr engagiert. In seiner Funktion als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Lahr ist er besonders daran interessiert, den aktuellen Wandel in der Innenstadt vom reinen Ort des Handels zu einer multifunktionalen Innenstadt aktiv mitzugestalten und zu begleiten sowie auch einen eigenen Beitrag dazu zu leisten. „Nach der gerade stattfindenden Zeit der Transformation, werden in Zukunft dem Wohnen, der Kultur, den Veranstaltungen und dem Handel neue Rollen zugeschrieben werden, und die Innenstadt wird zu einem attraktiven neuen Wohlfühl-Ort werden“ äußert Schmiederer überzeugt.

Pauline Siefert besucht das Clara-Schumann-Gymnasium und wird im Jahr 2023 ihre Abiturprüfungen ablegen. Seit der Grundschule ist sie Schülerin der Städtischen Musikschule und hat Unterricht im Fach Horn, Klavier und Gesang. Ihre Freizeit gestaltet sie oft sportlich auf dem Rennrad und Mountainbike. Samstags arbeitet sie seit 2019 auf dem Wochenmarkt am Käsestand „Chez Phillipe”, der überwiegend Käse aus Frankreich verkauft. „Dabei erlebe ich Lahr und insbesondere den Markt als eine offene Kleinstadt mit gemeinschaftlicher Atmosphäre und Zusammenhalt“, bekräftigt sie zufrieden.

Elizabeth Teresa Marple ist im Jahr 1996 geboren und im Lahrer Stadtteil Mietersheim aufgewachsen. Nach der Mittleren Reife in Friesenheim und dem Kaufmännischen Berufskolleg I/II in Lahr begann sie eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Lahr und absolvierte 2022 ihren Verwaltungsfachwirt. Elizabeth Teresa Marple ist 2015 der Feuerwehr Stadt Lahr beigetreten. Dort engagiert sie sich im aktiven Einsatzdienst, als Schriftführerin der Alters- und Ehrenkameraden und bei den Jugendfeuerwehr als stellvertretende Jugendgruppenleiterin der Abteilung Lahr. Es ist ihr eine Herzensangelegenheit, im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für die Lahrer Bevölkerung da zu sein, wenn diese Hilfe benötigt. „Lahr ist für mich eine interkulturelle Stadt mit vielen Nationen und verschiedenen Städtepartnerschaften im Ausland. Sie liegt am Oberrhein sehr grenznah zu Frankreich, sowie der Schweiz und hat ebenfalls eine gute Anbindung zu der näheren Umgebung. Durch viele Veranstaltungen und die Nähe zur Natur kann man stolz sein, Lahr als Heimat bezeichnen zu dürfen“, erklärt sie stolz.

Jörg Uffelmann ist während des Zweiten Weltkriegs 1943 in Dessau, Sachsen-Anhalt, geboren. 1956 sind seine Eltern nach Lahr verzogen. Er hat hier das Max-Planck-Gymnasium besucht. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften mit Referendariat und dem Abschluss durch das zweite Staatsexamen wurde er 1974 Rechtsanwalt in Lahr. Bis zum Eintritt in den Ruhestand Ende 2013 übte er diesen Beruf mit großem Einsatz aus. Seit 1975 ist er mit einer geborenen Lahrerin verheiratet. Seine beiden Töchter haben ihm fünf Enkelkinder beschert. Neben seiner beruflichen Tätigkeit war er 33 Jahre Vorsitzender der Ski-Gilde Lahr. Ebenfalls über Jahrzehnte hat er bis zur Auflösung 2022 den Verein "Erstes Deutsches Reichswaisenhaus Lahr e. V.“ als Vorsitzender geführt. Ende der 70er-Jahre wurde er auch politisch tätig und zog für die FDP 1982 in den Gemeinderat der Stadt Lahr ein. Dort ist er ununterbrochen für unsere Stadt nun seit 40 Jahren tätig; inzwischen der dienstälteste Stadtrat. „Vor allem dieses Ehrenamt lag und liegt mir besonders am Herzen, konnte und kann ich doch so weiter an einer gedeihlichen Fortentwicklung meiner Heimatstadt in verantwortlicher Position mitwirken“, erklärt er stolz.

Sözdar Uca lebt in Lahr, seit sie zwei Jahren alt ist. Sie betreibt seit April in diesem Jahr das Marktcafé am Sonnenplatz im Zentrum der Lahrer Innenstadt. Nach ihrer Ausbildung zur Restaurantfachfrau hat sie neun Jahre lang im Café Dreher in Lahr gearbeitet. Sie liebt ihren Beruf sehr und ergriff nach der Schließung des Café Dreher die Chance, sich selbständig zu machen und das Café am selben Standort wieder zu eröffnen. Diesmal jedoch unter dem Namen "Marktcafé", in neuem, warmen, grün-grauen Design, ganz in Anlehnung an den Wochenmarkt, der samstags und dienstags immer auf dem benachbarten Marktplatz stattfindet. Sie schätzt es sehr, mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen zu kommen und sich zu unterhalten. In der Marktstraße hat nach der Schließung des Café Dreher etwas gefehlt. Das hat sie motiviert, an dieser bedeutenden Stelle im Zentrum einen Ort des Genusses und der Begegnung für die Lahrerinnen und Lahrer und ihre Gäste anzubieten. Das Angebot reicht vom Frühstück, kleinen Snacks sowie Kaffee und Kuchen bis hin zu Cocktails. Sözdar Uca mag Kleinstädte und geht gerne einkaufen und bummeln. „Lahr ist klein und süß“, schwärmt sie, „und die Chrysanthema etwas ganz besonderes. Seit ich denken kann, lebe ich hier. Lahr ist meine Heimat“, erklärt sie glücklich.

Sinan Yasar wohnt seit seinem siebten Lebensjahr in Deutschland, hier in Lahr. Er ist verheiratet und Vater von vier Töchtern. Im Jahre 2014 eröffnete er mit seiner Familie das „Elti Bistro“ im Herzen der Stadt am Sonnenplatz 1. „Die Idee, ein türkisches Restaurant zu eröffnen, entstand gemeinsam mit der gesamten Familie in unserer eigenen Küche. Der erste Gedanke dabei war, unsere Kultur auch in Lahr zu präsentieren“ erzählt er stolz. „Zudem ermöglicht mir das „Elti“ Bekanntschaften und Gespräche mit vielen neuen Menschen, welche über die vielen Jahre die Bindung zwischen unseren Gästen und mir stärkte. Ich finde, das macht uns alle zu einer Gemeinschaft; einer großen Familie“, ergänzt er glücklich. Seit 2018 finden alle Interessierten das Restaurant in der Bismarckstraße 22.