Blick von oben in den Rathaus Innenhof mit einem kleinen Park

Kasama

Kasama liegt 90 Kilometer nordöstlich von Tokio im Landesinneren von Japan. Mit seinen 74 000 Einwohnern zählt Kasama zu der Präfektur Ibaraki.

Touristische Hauptattraktionen sind der Kasama Inari Schrein, dessen über einhundertjährige Tradition der Chrysanthemenfeste jedes Jahr Tausende Besucher anlockt und das renommierte Kunstmuseum. Wichtige Wirtschaftszweige sind die Maronenverarbeitung, Steinbrüche und die Keramikmanufakturen. Kasama zählt durch das Kasama College of Ceramic Art zu einer der wichtigsten Ausbildungsstätten für Keramik in Japan.

Entwicklung der Partnerschaft

Im Jahr 2007 wurde über den in Lahr lebenden Ikebana-Meister Kikuto Sakagawa ein erster Kontakt zu Kasama geknüpft. Die knapp 76 000 Einwohner-Stadt Kasama, verfügt über einen der ältesten Chrysanthemen-Schreine Japans. Seit Ende des 19. Jahrhunderts führt der Shinto Schrein in Kasama ein jährliches, landesweit bekanntes Chrysanthemenfest durch. Der verantwortliche Oberpriester Haruo Hanawa übernahm daraufhin im Jahr 2007 das Amt des Chrysanthemen-Botschafters im Rahmen der Chrysanthema. 

 

Es folgten wechselseitige Besuche von Delegationen und Mitarbeitern der Verwaltung nach Kasama und Lahr in den Jahren 2008, 2009, 2015 und 2016, 2017 und 2018. Ein regelmäßiger Austausch von Bildern und Objekten zwischen Kasama und Lahr vermittelt seit 2007 kulturelle Einblicke in das jeweils andere Land in Form von Ausstellungsbeiträgen. In den vergangenen zehn Jahren beteiligten sich das Max-Planck-Gymnasium und die Gewerbliche Schule Lahr an der Kunstkooperation.

 

Seither wurden neue, japanische Gestaltungsideen mit japanischen Chrysanthemen aufgegriffen und neue Kulturvarianten im Rahmen der Chrysanthema integriert. Entsprechend liegt der Themenschwerpunkt seit 2008 auf Asien. Der asiatische Garten am Urteilsplatz genießt bei den Besuchern der Chrysanthema eine besondere Anziehungskraft und stellt ein herausragendes, qualitatives Merkmal der Chrysanthema dar.

 

Die freundschaftlichen Beziehungen und ein intensiver Austausch zur Kultivierung von Chrysanthemen, Marketing und Tourismus mündeten im Jahr 2018 in einen Freundschaftsvertrag.

 

Im Unterschied zur klassischen, alles umfassenden Städtepartnerschaft sind die Kontakte mit befreundeten Städten (friendly city – Städtefreundschaft) Projektorientiert auf einzelne Bereiche des gesellschaftlichen Lebens beschränkt.

 

Beide Städte und deren Bürgerinnen und Bürger fördern ihre Zusammenarbeit in gärtnerischen und kulturellen Belangen sowie in den Bereichen Tourismus und Marketing. Auf Basis des Vertrages soll der gegenseitige Austausch darüber hinaus in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Sport, Kunst und Umwelt unterstützt werden.

Sehenswertes

In Japan werden Chrysanthemen seit Jahrhunderten mit großer Leidenschaft kultiviert. Die Chrysantheme ist dort als kaiserliche Blume Nationalsymbol. Der Kasama Inari Jinja Schrein zählt zu den bekanntesten Chrysanthemen-Schreinen in Japan und lockt jedes Jahr tausende von Besucher an. In Japan steht im Gegensatz zur Chrysanthema bei den Blumenschauen der gärtnerische Wettbewerb im Vordergrund. Privatleute, Vereine und Institutionen konkurrieren um die schönsten Blüten, die aufwändigsten Kulturformen und die perfektesten Figuren. Die japanischen Chrysanthemengärtner bauen auf dieses über Generationen gewachsene Fachwissen auf.