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11.02.2025 - Forstarbeiten im Auenwäldchen im Seepark – Fällungen notwendig Weidenbohrer gefährdet Bäume

Schäden am Fuß einer Pappel durch den Weidenbohrer
Schäden an den Pappeln durch den Weidenbohrer
Quelle: Stadt Lahr
Im Seepark Lahr werden in den kommenden Tagen im Auenwäldchen umfangreiche Forst- und Pflegearbeiten notwendig. Gleichzeitig müssen große Teile des Pappelsaums, der das Auenwäldchen umgibt, entfernt werden. Grund dafür ist ein Befall mit dem Weidenbohrer, einem Schädling, der bereits zum Verlust der Weiden an der Uferpromenade geführt hat.

Der Weidenbohrer ist ein Schädling, der vor allem Weiden und Pappeln befällt. Die Larven des Käfers bohren sich in das Holz im Bereich des Stammansatzes und verursachen dabei Schäden, die zunächst nicht ohne Weiteres sichtbar sind. Oft zeigt sich der Befall erst, wenn bereits fortgeschrittene Schäden entstanden sind. Die befallenen Bäume verlieren ihre Stabilität, was zu einer Gefahr für die Parkbesuchende werden kann. Daher ist eine schrittweise Entfernung der betroffenen Bäume dringend erforderlich.

Der Wegfall des Pappelsaums wird keinen langfristigen Verlust an Grün bedeuten. Bereits im Herbst 2025 ist eine gezielte Nachpflanzung mit zukunftsfähigen Gehölzen geplant. Die neuen Bäume werden den gestalterischen Anspruch der Parkanlage wahren und gleichzeitig den Forstgedanken unterstützen.

Für die gefällten Weiden an der Uferpromenade wird es noch in diesem Frühjahr Ersatz geben.

Das Auenwäldchen dient als Ausgleich für eine Baumaßnahme am Schutterentlastungskanal. Es wurde zur Landesgartenschau 2018 umgesetzt und verfolgt einen naturnahen Ansatz zur Förderung der heimischen Flora. Um gezielt die Entwicklung von Zielgehölzen wie Buchen und Eichen zu fördern, wird das Auenwäldchen nach forstlichen Gesichtspunkten bewirtschaftet.

Um dies zu erreichen, werden regelmäßig Bäume entnommen, die die Entwicklung der langfristig gewünschten Gehölze behindern. Insbesondere sind dies Bäume, die durch ihre Größe und ihren Standort den wachsenden Buchen und Eichen das Licht und die nötigen Ressourcen nehmen. Ein Teil der gefällten Bäume verbleibt vor Ort und schafft so im Unterholz naturnahe Lebensräume.

Luftbild mit Markierung des Eingriffsbereichs,
Luftbild mit Markierung des Eingriffsbereichs
Quelle: Stadt Lahr