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24.03.2026 - DRK-Rettungsdienst Ortenau informiert über Einsatzgebiet, Ausbildung und aktuelle Herausforderungen „Unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge“

Von links: Oberbürgermeister Markus Ibert, Andreas Scheibel (Geschäftsführer DRK-Rettungsdienst Ortenau), Christian Ibig (Rettungsdienstleiter), Hubert Costa (Leiter Rettungswache Lahr) sowie Moritz Ibert und Dominik Kern (beide Rettungssanitäter)
Oberbürgermeister Markus Ibert informiert sich über Einsatzgebiet, Ausbildung und aktuelle Herausforderungen der DRK-Rettungswache Von links: Oberbürgermeister Markus Ibert, Andreas Scheibel (Geschäftsführer DRK-Rettungsdienst Ortenau), Christian Ibig (Rettungsdienstleiter), Hubert Costa (Leiter Rettungswache Lahr) sowie Moritz Ibert und Dominik Kern (beide Rettungssanitäter).
Quelle: Stadt Lahr
Ausstattung, Ausbildung, Fachkräftemangel, gesetzliche Rahmenbedingungen, strukturelle Vorgaben: Über diese und weitere Themen hat sich Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert bei einem Besuch der Lahrer Rettungswache des DRK Rettungsdienst Ortenau gGmbH informiert.

Die DRK Rettungsdienst Ortenau betreibt im Ortenaukreis sieben Rettungswachen für Notfallrettung und den qualifizierten Krankentransport. Die Disposition übernimmt die Integrierte Leitstelle Ortenau. Der Einsatzbereich der Lahrer Rettungswache umfasst etwa 286 Quadratkilometer und reicht von Friesenheim über Meißenheim, Schwanau bis hin nach Kippenheim.

Der Rettungsdienst werde zunehmend auch in Fällen alarmiert, in denen eine hausärztliche Praxis oder eine Notfallpraxis die geeignetere Anlaufstelle wäre, und bindet dadurch zusätzliche Ressourcen, informierte Rettungsdienstleiter Christian Ibig. Ein Grund könne darin liegen, dass einigen Menschen der Unterschied zwischen dem ärztlichen Bereitschaftsdienst und dem Rettungsdienst nicht ausreichend bekannt sei. „Wir haben eine Hilfeleistungspflicht, sobald ein Hilfegesuch bei uns eingeht, müssen wir auch zu dem Patienten fahren.“ Hier brauche es einen Filter, „damit nicht alle in einem Klinikum landen“, so Ibig.

40 Rettungs- und Notfallsanitäter, sowie neun Auszubildende, arbeiten in der Rettungswache Lahr. Der Fachkräftemangel ist auch im Rettungsdienst in der Ortenau ein zentrales Thema. Um dem entgegenzuwirken und den eigenen Nachwuchs zu sichern, bildet der DRK Rettungsdienst Ortenau jährlich neun bis zwölf Personen zu Notfallsanitätern aus.

Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die neue Rettungsdienstplanverordnung Baden-Württemberg, die zeitnah von der Politik verabschiedet und umgesetzt werden soll. Sie sieht eine verbindliche Hilfsfrist von zwölf Minuten in 95 Prozent der Fälle vor. In dieser Zeit soll das erste Rettungsmittel bei dem Patienten eintreffen. Um dies jedoch umsetzen und organisatorisch planen zu können, „braucht es von Seiten der Politik die entsprechende Handlungsgrundlage“, berichtete Andreas Scheibel, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienst Ortenau.

Die Rettungswache in Lahr wurde 1995 in der Bottenbrunnenstraße gebaut. Dort sind ein Notarztwagen, ein Rettungs- und drei Krankentransportwagen stationiert. Momentan werden an der Rettungswache weitere dringend notwendige Parkplätze für die Mitarbeitenden ausgebaut.

„Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, mit welchem hohen Engagement und welcher Professionalität die Mitarbeitenden des DRK-Rettungsdienstes täglich für die Sicherheit der Menschen in unserer Region sorgen“, sagte Oberbürgermeister Markus Ibert. „Der Rettungsdienst ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Daseinsvorsorge. Dafür braucht es auch künftig verlässliche strukturelle und politische Rahmenbedingungen.“