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31.08.2020 - Hinterlüftete Fassade, Lüftungsanlage und Holzpellet-Heizungsanlage werden eingebaut Teil 3: Schulsanierungen in Lahr - Max-Planck-Gymnasium auf hohem Energieeffizienzstandard

Die Fassade der Gymnasikhalle des Max-Planck-Gymnasiums wird im Zuge der Sanierung demontiert. Bei einem Teil der Halle fehlt das Dach, man sieht Eisenträger, Betonboden und blauen Himmel
Sanierung Max-Planck-Gymnasium
Quelle: Architekturbüro DUplus
Bis 2023 sollen weitere 7,83 Millionen Euro in das Max-Planck-Gymnasium investiert werden. Für die geplanten Sanierungsmaßnahmen wurde eine Zuwendung des Bundes nach dem Kommunalinvestitionsfördergesetz von 3,91 Millionen Euro bewilligt. Im Rahmen des Schulsanierungsprogramms wurden im Max-Planck-Gymnasium seit 2014 bereits 16 Klassenräume, die Chemie-, Physik-, Musik- und EDV-Fachbereiche, der gesamte Lehrerbereich sowie Toiletten, Dusch- und Umkleidebereiche saniert. Dafür sind bis 2018 rund 1,9 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt geflossen.

Aktuell werden der Verwaltungs- und Geographie-Fachbereich saniert. Die Räume erhalten neue Elektro- und Sanitärinstallationen, neue abgehängte Akustikdecken mit LED-Leuchten, neue Bodenbeläge, Einbauschränke und Türen sowie einen Wandanstrich. 2021 und 2022 werden weitere Klassenräume, der Kunst-Fachbereich sowie die noch nicht erneuerten Toiletten, Dusch- und Umkleidebereiche saniert. Die Planung für die Maßnahmen im Innenbereich liegt beim Technischen Gebäudemanagement der Stadt. Daneben bekommt das Max-Planck-Gymnasium aber auch eine neue Gebäudehülle. Für diese Maßnahme wurde das Architekturbüro DUplus aus Rastatt beauftragt. Die Haustechnik wird von den Ingenieurbüros WPW aus Freiburg und Vertec aus Ettenheim geplant.

 

Dem Gebäude wird eine hinterlüftete Fassade vorgehängt. Fensterelemente werden ausgetauscht. Die Dachflächen erhalten eine zusätzliche Dämmung und werden extensiv begrünt. „Das Max wird danach im neuen, modernen Kleid erscheinen“, freut sich die Leiterin des Gebäudemanagements Silke Kabisch, „Trotzdem legen wir und die Architekten Wert darauf, dass die ursprüngliche Architektur des Gebäudes ablesbar bleibt.“

 

Zur energetischen Ertüchtigung werden zudem die Kellerdecken von unten gedämmt. Die Ausführung einer sogenannten Frostschürze, welche zusätzlich zur Energieeinsparung dienen soll, ist ebenfalls vorgesehen. Die Klassen- und Fachräume werden mit dezentralen Lüftungsgeräten ausgestattet. Für die Turn- und Gymnastikhalle wird eine zentrale Lüftungsanlage eingebaut. Die bestehende Gasheizung ist noch von 1989. Diese wird durch eine neue Holzpellet-Heizungsanlage ersetzt. Durch die energetisch wirksamen Maßnahmen und den Einsatz regenerativer Energien wird der Energieeffizienzstandard KfW 55 erreicht. Dadurch erhält die Stadt Lahr über das Klimaschutz-Plus-Programm der Landeskreditbank Baden-Württemberg weitere 1,3 Millionen Euro.

 

Für die Sanierung der Gebäudehülle wurde die Entwurfsplanung Mitte 2019 abgeschlossen. Der Bauantrag im September eingereicht und im November genehmigt. Die Ausführungs- und Detailplanung ist weitestgehend abgeschlossen. elf von 20 Gewerken wurden bereits ausgeschrieben und vergeben. Die Sanierung wird in drei Bauabschnitten ausgeführt. Der erste Bauabschnitt hat Ende Juli begonnen. Aktuell werden die Fassaden und das Dach der Turn- und Gymnastikhallen sowie der Aula saniert. Parallel dazu wird das zentrale Lüftungsgerät auf dem Dach aufgebaut.

 

Die beiden Längsfassaden und die seitlichen Dächer werden 2021 und 2022 saniert. Viele Arbeiten, sowohl im Innenbereich als auch bei der Sanierung der Gebäudehülle, finden im laufenden Schulbetrieb statt. „Für solch umfassende Sanierungsmaßnahmen ist eine enge Abstimmung mit der Schulleitung erforderlich“, erklärt Maria Göppert, Projektleiterin und Leiterin des Sachgebiets Technisches Gebäudemanagement-Objektmanagement.

 

Teil 1: Schulsanierungen in Lahr - Die Schutterlindenbergschule

Teil 2: Schulsanierungen in Lahr - Das Scheffelgymnasium