02.04.2025 - Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein startet mit passgenauer Innenstadtberatung
Starke Impulse für Lahrs Mitte
Oberbürgermeister Markus Ibert und Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein, unterzeichnen die Selbstverpflichtungsurkunde für das neu gegründete „Lokale Bündnis Innenstadt Lahr“ im Beisein von IHK-Innenstadtberaterin Michaela Schöchlin, Leonardo Neusch-Frediani, Immobilienbüro City, Michael Schmiederer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Lahr, Friederike Ohnemus, Leiterin Abteilung Ratsangelegenheiten, Marketing und Internationales, Martina Mundinger, Leitung Stadtmarketing, Wirtschaftsförderer Robin Derdau und IHK-Innenstadtberater Thomas Kaiser (hinten, von links).
Quelle: Stadt Lahr
Lahr ist ab sofort Teil des Innenstadt-Förderprogramms des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg: Oberbürgermeister Markus Ibert und Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein, haben die Selbstverpflichtungsurkunde für das neu gegründete „Lokale Bündnis Innenstadt Lahr“ feierlich unterzeichnet.
„Dieses Förderprogramm ist wichtig für Lahr. Es passt exakt zu unseren Zielen für eine vitale Innenstadt“, betont Markus Ibert. Bereits im April 2025 nimmt das Team der IHK-Innenstadtberatung unter der Leitung von Thomas Kaiser seine Arbeit auf. „Wir starten mit einem klaren Blick auf den Bestand und arbeiten gemeinsam an einer zukunftsfähigen Nutzung“, so Kaiser.
Erster Schritt ist daher eine umfassende Bestandsaufnahme der aktiven und inaktiven Gewerbeflächen in der Stadtmitte. Ziel der zweijährigen Begleitung durch die IHK ist eine maßgeschneiderte Unterstützung zur akuten Leerstandsbekämpfung, aber auch zum proaktiven Umgang mit weiteren sich eventuell abzeichnenden Veränderungen im Innenstadtangebot. Parallel unterstützt die IHK die mehr als 200 Innenstadtbetriebe mit gezielten kostenfreien Beratungsleistungen wie Schaufenster-Optimierungen, Nachfolgesuchen oder Digitalisierungsbemühungen. Ob und wie diese Maßnahmen wirken, wird über eine Passantenfrequenzmessung an mehreren Punkten der Fußgängerzone ermittelt, die ein Jahr lang laufen soll. „So wird der Puls der Stadt ständig gemessen“, ergänzt Kaiser.
„Als größte Kommune der bis dato 20 Gemeinden im aktuellen Beratungsprogramm der IHK kommt Lahr eine besondere Rolle zu“, erklärt Dieter Salomon. „Bislang waren Städte mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern von diesem Förderprogramm ausgeschlossen.“ Salomon nennt zentrale Herausforderungen aller Innenstädte – wie zu hohe Mietvorstellungen, Erreichbarkeitsdefizite, Fachkräftemangel, Investitionsstau, Kaufzurückhaltung oder auch zunehmende kommunale Aufgaben, die so manches Mal die Innenstadtentwicklung in der Prioritätenliste nicht ganz oben stehen lassen. Ein attraktives Innenstadtangebot sei neben Aufenthaltsqualität, Erlebnis und Service wichtige Zutat einer erfolgreichen und auch wirtschaftlich funktionierenden City.
Auch aus der Immobilienwirtschaft gibt es Unterstützung: Leonardo Neusch-Frediani, seit vielen Jahren in der Branche auch in Lahr tätig, setzt auf einen attraktiven Nutzungsmix aus Handel, Wohnen und Dienstleistungen: „Jetzt ist der Moment zu investieren. Das Sanierungsgebiet Innenstadt bietet lukrative Fördermöglichkeiten. Wer jetzt nicht in die Zukunftsfähigkeit investiert, hat auch kein Interesse an einer Werterhaltung des Vermögens.“
Michael Schmiederer, Vorstand der Werbegemeinschaft Lahr, ergänzt: „Unsere Innenstadt ist multifunktional und braucht Vielfalt. Handel, Wohnen, Arbeiten und Leben müssen Hand in Hand gehen und Besuchern sowie Bewohnern gefallen.“
Von Seiten der Stadtverwaltung begleiten federführend das Stadtmarketing und die Wirtschaftsförderung das Projekt.