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20.07.2020 - International renommierter Stahlbildhauer kommt mit tanzenden Werken Robert Schads Skulpturen zieren diesen Sommer Lahrs Innenstadt

Der Künstler Robert Schad sitzt auf einem Anhänger links neben seinem Kunstwerk. Dieses besteht aus zersägten und zusammengeschweißten Baustahlstäben in rostbraun. Die Skulptur ist größer als der Künstler und liegt seitwärts auf der Ladefläche. Der Himmel im Hintergrund ist blau. Robert Schad trägt schwarze Kleidung und hat kurze weiße Haare. Er blickt auf sein Kunstwerk.
Robert Schad
Quelle: Dominique Vérité
Für die diesjährige Skulpturenausstellung „Kunst in die Stadt!" konnten Kulturamtsleiter Gottfried Berger und Kuratorin Doris Hurst einen der international renommiertesten Stahlbildhauer der Gegenwart gewinnen: Robert Schad. In diesem Jahr findet die vom Kulturamt initiierte Ausstellungsreihe bereits zum 16. Mal statt. An prominenten Standorten im historischen Zentrum der Stadt Lahr werden ab dem 25. Juli bis Ende Oktober Schads überdimensionale Skulpturen ihren Platz finden. Vom 6. September bis 4. Oktober werden parallel dazu außerdem kleinere Werke und Zeichnungen Schads in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus zu sehen sein.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit geltenden Ein- und Ausreise-Beschränkungen hat sich der Aufbau der Skulpturen des in Frankreich lebenden Künstlers verzögert. Der Ausstellungsbeginn war ursprünglich bereits für Mai geplant.
Am Samstag, den 25. Juli beginnt um 11 Uhr unter den Askaden vor dem Alten Rathaus die Eröffnung der Ausstellung „Kunst in die Stadt!“ mit einer Einführung von Prof. Nikolaus Bischoff von der Hochschule Macromedia Freiburg. Der Künstler wird anwesend sein. Bei einem anschließenden gemeinsamen Rundgang können die Skulpturen in der Altstadt besichtigt werden. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind nur noch sehr wenige Plätze für die Teilnahme vorhanden. Diese ist ausschließlich nach vorheriger bestätigter Anmeldung per E-Mail an gottfried.berger@lahr.de möglich. Die Abstandsregeln sind einzuhalten und es besteht Maskenpflicht. Eine Teilnahme ohne bestätigte Anmeldung ist ausgeschlossen!                          

„Jede Skulptur beginnt mit einer Notiz auf einem Zettel, die ich irgendwo unterwegs zeichne …“, so Robert Schad über seine Arbeitsweise.
Seine Skulpturen aus massivem Vierkantstahl vereinnahmen mal tänzerisch leicht, mal majestätisch gesetzt den umgebenden Raum. Die zersägten und zusammengeschweißten Baustahlstäbe machen aus den Räumen gestaltete Orte. Inwieweit ihre Rhythmik auch Lahrs öffentliche Plätze und die im Dachgeschoss befindliche Städtische Galerie im Alten Rathaus zum Tanzen bringt, dürfen die Lahrerinnen und Lahrer am Ende selbst beantworten. „Mein Anspruch ist es, denjenigen, die der Skulptur begegnen, einen  Impuls zu geben, um sich auf die Reise in ihre ureigene Assoziationswelt aufzumachen,“ klärt Schad auf. „Meine Skulpturen sind meine Stellvertreter die in einen aktiven Dialog mit der Landschaft und der Architektur vor Ort treten.“
Der 66-jährige Bildhauer wurde in Ravensburg geboren, hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert und bereits in zahlreichen Städten Europas ausgestellt. Im Jahr 2016 stellte Schad in der Bretagne einen 300 km breiten Parcours mit 50 Werken auf die Beine. Im Folgejahr entstand ein Projekt an 20 Ausstellungsorten in Portugal und im Jahr 2018 ein grenzüberschreitendes Projekt mit den Städten Metz und Saarlouis. Im Jahr 2019 verwirklichte Schad in seiner Heimatregion Oberschwaben das Projekt „Von Ort zu Ort“ bei dem sich 60 Großskulpturen aus rostrotem Vierkantstahl an mehr als 30 Orten wie ein roter Faden durchs Land zogen.