05.10.2020 - Zauberwort Gemeinnützigkeit
Obst von städtischen Streuobstwiesen für den gemeinsamen Zweck
Streuobstwiese in Hugsweier
Herbstzeit ist Erntezeit – besonders in Sachen Obst.
Viele frei zugängliche Streuobstwiesen verleiten so manchen Spaziergänger dazu, sich frei zu bedienen. Auf städtischen Streuobstwiesen ist es Einzelpersonen nicht erlaubt, für den privaten Verbrauch zu ernten. Das hat verschiedene Gründe.
„Streuobstwiesen sind ein wertvoller aber auch gefährdeter Lebensraum und Bestandteil einer artenreicher Kulturlandschaft. Daher ist die richtige Nutzung und Pflege besonders wichtig und das dabei anfallende Obst gesund und lecker“, so Bürgermeister Tilman Petters.
Zum einen hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass durch eine unachtsame Ernte von Privatpersonen die Bäume sowie Grundstücke zu Schaden kommen. Da viele städtische Streuobstflächen außerdem eine bindende naturschutzrechtliche Ausgleichsfunktion erfüllen, entsteht über den finanziellen Verlust hinaus somit auch noch ein ökologischer Schaden. Zum anderen möchte die Stadt Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, sich selbst aktiv um eine der wertvollen Streuobstflächen zu kümmern, die es in unserer Landschaft zu erhalten gilt.
Daher hat sich die Verwaltung schon vor einigen Jahren dazu entschieden, hier den Weg der Gemeinnützigkeit zu gehen. Die Ernte und Nutzung von Streuobstwiesen obliegt gemeinnützigen Zwecken. So benutzt beispielsweise der Verein Freunde der Landesgartenschau die neue Streuobstwiese im Seepark. In Langenwinkel wird das Obst schon seit mehreren Jahren in Absprache mit der Ortsverwaltung gemeinsam mit den Kindergartenkindern geerntet und versaftet. Im Kleingartenpark haben die Mitglieder des Interkulturellen Gartens Obstbaumpatenschaften übernommen.
Wer das städtische Obst in ähnlich gemeinnütziger Form nutzen will oder sich für eine private Bewirtschaftung einer Streuobstwiese interessiert, kann sich bei der Abteilung Öffentliches Grün und Umwelt, Urte Stahl, Tel. 07821- 910-0679 melden.