22.01.2020 -
Landtagsabgeordnete Marion Gentges besucht OB Markus Ibert
MdL Marion Gentges und OB Markus Ibert
Die Landtagsabgeordnete Marion Gentges hat sich zu einem ersten offiziellen Besuch mit dem neuen Oberbürgermeister Markus Ibert im Lahrer Rathaus getroffen. Sie haben sich über eine Reihe kommunalpolitischer Themen informiert und ausgetauscht, die in enger Verbindung zu den Zuständigkeiten des Landes stehen. Schwerpunkte waren die Entlastung für die Anwohner der B 415, die Unterstützung des Landes für das Güterterminal, die Sprachförderung an den Schulen sowie der Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich.
B 415-Entlastung
Gentges und Ibert sind sich einig: Die Anwohner der Bundesstraße durch die Lahrer Oststadt, durch Kuhbach und Reichenbach brauchen baldmöglichst Entlastung, nicht erst in künftigen Jahrzehnten. Es ist ein Strauß an Maßnahmen erforderlich, nicht nur eine Einzelmaßnahme. Dazu gehören die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs durch mehr Verbindungen und günstigere Tarife, bessere Radwege sowie intelligente Maßnahmen zur Verkehrssteuerung. OB Ibert sagt hierzu: „Das Verkehrskonzept der Stadt Lahr wird bis zum Sommer im Entwurf fertiggestellt sein und dann im Gemeinderat diskutiert werden. Wir werden in Sachen Einführung des Nachtfahrverbots für LKWs nicht locker lassen.‟
Landtagsabgeordnete Marion Gentges: „Das sehr hohe Verkehrsaufkommen in den Ortsdurchfahrten von Lahr-Kuhbach und Reichenbach führt neben Defiziten hinsichtlich der verkehrlichen Sicherheit zu erheblichen Belastungen der Anwohnerschaft durch Lärm und Abgase. Aus diesem Grund müssen schnellstmöglich passende und angemessene Lösungen gefunden werden, die die beiden Ortsteile maßgeblich vom Verkehr entlasten und gleichzeitig eine langfristig leistungsfähige Verbindung zwischen dem mittleren Schwarzwald inklusive der B 33 und der A 5 als überregionale Verbindungsachse gewährleisten.‟
Güterverkehrsterminal Lahr
Der OB und die Landtagsabgeordnete haben sich auch über die Anforderungen an ein Güterverkehrsterminal Lahr (GVT) unterhalten. OB Ibert führt hierzu aus: „Lahr ist bereit, Flächen für diese überregional bedeutende Einrichtung zur Verfügung zu stellen, wenn geeignete verkehrslenkende Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählt der Schutz der Anwohner der B 415. Wir starten das Projekt, durch das Lahr eine verkehrs- und umweltentlastende Funktion für die Region und das Land übernimmt, nur mit entsprechender Unterstützung des Landes. In jedem Fall ist zu gewährleisten, dass Abkürzungsverkehre über den Schönberg durch Reichenbach, Kuhbach und Lahr verhindert werden.‟
Behebung des Fachkräftemangels im pädagogischen Bereich
Gegenstand des Besuchs war auch das Konzept zur Behebung des Fachkräftemangels im pädagogischen Bereich durch Quereinsteiger. OB Ibert stellte MdL Gentges das Konzept vor und sprach eine Einladung für den Besuch der Landtagsfraktion zu einem Vor-Ort-Termin aus. In Fragen der Schulkindbetreuung erklärt Ibert: „Die Stadt Lahr hat eine Qualitätsoffensive gestartet. Gemeinsam mit freien Trägern sollen Standards erarbeitet werden, die auch mit entsprechenden Kosten verbunden sind.‟
Landtagsabgeordnete Marion Gentges weist auf den hohen Stellenwert des Themas hin: „Die veränderte Situation vieler Familien hat zur Folge, dass ein erhöhter Betreuungsbedarf für Kinder und Jugendliche besteht. Hierauf müssen wir als Land mit flexiblen Konzepten reagieren. Ganztag und Betreuung sollten sich in der Landesförderung ergänzen. Mit dem Ende letzten Jahres beschlossenen Staatshaushaltsplan von Baden-Württemberg für die Haushaltsjahre 2020/21 steigen wir wieder ein in die Förderung der flexiblen, familienfreundlichen Ganztagsbetreuung in der Regie der Kommunen. Damit können diese vor Ort bedarfsgerechte Betreuungsangebote zu fairen Konditionen anbieten.‟
Digitallabor der Musikschule Lahr
Markus Ibert stellte Marion Gentges außerdem das Konzept des Digitallabors Musikschule Lahr vor. Übereinstimmend erklären Gentges und Ibert: „Das Digitallabor hat diese hohe Förderung verdient, weil Lahr ein modernes und die Musikschüler motivierendes Projekt im Interesse aller Musikschulen entwickelt hat und nun im Echteinsatz testet.‟ Marion Gentges ergänzt: „Die Musikschule Lahr ist im Land als besonders innovativ bekannt. Das kann man nur loben.‟ Dies hebt auch Markus Ibert hervor: „Lahr hat eine jahrzehntelange, herausragend gute Tradition in moderner Musikschularbeit. Auch das 1972 gegründete Landesjugendorchester geht auf die Aktivitäten der Lahrer Musikschule zurück. Deshalb lade ich das Landesjugendorchester schon heute ein, sein 50 -jähriges Bestehen 2022 in Lahr zu feiern. Es würde mich sehr freuen, wenn dies zwischen dem Orchester und der Stadt Lahr bald vereinbart werden könnte.‟ Marion Gentges begrüßt diese Idee: „Das entspricht auch meiner Vorstellung, wenn das Orchester anlässlich des Jubiläums sozusagen zu den Wurzeln nach Lahr zurückkehrt.‟