Ein weiterer Meilenstein für den Wirtschaftsstandort Lahr: Das Innovations- und Gründerzentrum InnoLaB33 erhält finanzielle Rückenstärkung aus Stuttgart und Brüssel.
Das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union fördern die Sanierung des Gebäudes mit über 1,2 Millionen Euro – bei angemeldeten Umbaukosten von rund 1,5 Millionen Euro entspricht dies der maximalen Förderquote von 80 Prozent. Die Baugenehmigung liegt bereits seit Januar 2026 vor, sodass die Arbeiten nun starten können.
Das InnoLaB33 zieht bereits großes Interesse auf sich: Interessenten aus den Bereichen Logistik, Automatisierung und Handwerk sowie erste Anfragen für Veranstaltungen, Kooperationen und Beratungsleistungen rund um Industrie, Produktion, Technologie, Innovation und Gründung liegen vor. Die Sparkasse Offenburg/Ortenau unterstützt den operativen Betrieb des InnoLaB33 mit einer halben Million Euro.
Das Lahrer Innovations- und Gründerzentrum werde dem Standort wichtige Impulse geben, betont Oberbürgermeister Markus Ibert: „Wir werden junge, innovative Start-ups in Zukunftsbranchen fördern und ansiedeln. Davon werden auch etablierte Unternehmen profitieren, denn der Schwerpunkt wird auf industrie- und produktionsnahen Dienstleistungen liegen. Das ist in der Region ein Alleinstellungsmerkmal.“
Die Stadt Lahr hatte Mitte Dezember 2025 für die Sanierung des Gebäudes einen Antrag im Förderprogramm „Stärkung regionaler Innovationssysteme (RIS) durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“ gestellt. Das Programm wird von der Europäischen Union umgesetzt und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg betragsgleich kofinanziert.
Mit der Sanierung wird das Gebäude zu einem innovationsorientierten Arbeits- und Produktionsumfeld weiterentwickelt. Das Raumkonzept des InnoLaB33 richtet sich insbesondere an Gründer, Unternehmen und Bildungsträger aus den Bereichen Industrie, Produktion und Handwerk. Herzstück ist ein Maker-Space mit entsprechender technischer Ausstattung, der die Entwicklung von Prototypen, Funktionsmodellen sowie Workshops, Ausbildungs- und Weiterbildungsformate ermöglicht.
Es entstehen insgesamt 13 produktionstaugliche Einheiten mit Größen zwischen 20 und 140 Quadratmetern. Die Flächen verfügen über hohe Decken, belastbare Industrieböden sowie Glasfaser- und Starkstromanschlüsse. Eine umlaufende Logistikrampe ermöglicht eine unkomplizierte An- und Ablieferung. Ergänzt wird das Angebot durch Veranstaltungsflächen, Beratungsangebote und Netzwerkformate, die Austausch, Kooperation und Innovation fördern.
Gemeinsam mit dem E-Werk Lahr wird das Gebäude zudem mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladesäulen ausgestattet.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Lahr sieht Ibert im Vierklang aus der Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH (IGZ), dem InnoLaB33, dem städtischen Wirtschaftsförderer sowie nectanet als regionalem Partner strategisch stark und ganzheitlich aufgestellt.
Die Stadt Lahr bedankt sich bei den privaten Gesellschaftern Dr. Martin Herrenknecht Verwaltungs GmbH, schrempp edv und BLACKVRST Equity/Volksbank Lahr sowie bei der Sparkasse Offenburg/Ortenau für die Unterstützung des Vorhabens.