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27.06.2025 - Vortrag von Prof. Dr. Alexander Heising im Stadtmuseum Lahr Grenzsicherung in der Römerzeit

Das Foto zeigt zwei Studenten der Universität Freiburg bei der Freilegung eines Grabes in Diersheim. Im Vordergrund ist die Grube zu sehen.
Freilegung eines Grabes in Diersheim durch Archäologiestudierende der Universität Freiburg.
Quelle: Abteilung für Provinzialrömische Archäologie, Universität Freiburg
Über das Gräberfeld von Diersheim und die römische Grenzpolitik am Rhein spricht Prof. Dr. Alexander Heising im Rahmen der Sonderausstellung “Multikulti am Oberrhein - Römer, Germanen und die Gräber von Diersheim” am Dienstag, 1. Juli 2025, um 18 Uhr im Stadtmuseum Lahr.

In Diersheim wurden Gräber mit Grabbeigaben aus dem ersten Jahrhundert n. Chr.  ausgegraben. Die Beigaben und der Bestattungsritus weisen darauf hin, dass gegenüber des römischen Legionslagers Straßburg auf der anderen Seite des Rheins, sogenannte Oberrheingermanen siedelten. Germanische Siedler vor der römischen Rheingrenze waren ohne die Billigung Roms undenkbar. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum die Germanen in Diersheim Teil der römischen Grenzpolitik waren und wie Rom politisch an der Rheingrenze agierte. Der Eintritt beträgt vier Euro. Studierende mit Ausweis zahlen nur zwei Euro.

Zur Person:

Prof. Dr. Alexander Heising ist Leiter der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie an der Universität Freiburg. Er ist spezialisiert auf römische Provinzverwaltung und Grenzpolitik. Als Projektleiter der Ausgrabungen des Gräberfeldes im Gewann "Fachheu" in Diersheim ist er der Experte für die derzeit in der Sonderausstellung "Multikulti am Oberrhein - Römer, Germanen und die Gräber von Diersheim" ausgestellten Grabinventare und deren Interpretation. Die Sonderausstellung ist bis zum 30. September 2025 im Stadtmuseum Lahr zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.