Nach knapp siebenmonatiger Bauzeit sind das Industriegebiet West, die Rheinstraße-Nord, das Zweckverbandsareal am Flughafen und die Industriestraße mit Breitbandanschlüssen versorgt.
Von dem großflächigen Breitbandausbau mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen profitieren rund 220 im Ausbaubereich angesiedelte Unternehmen. Ihnen stehen nun Anschlüsse von bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Up- und Download zur Verfügung. Das ist eine enorme Steigerung im Vergleich zu teilweise wenigen hundert Kilobit, die vor dem Ausbau zur Verfügung standen.
Oberbürgermeister Markus Ibert, der in seiner Funktion als Geschäftsführer der IGZ GmbH und Verbandsvorsitzender des IGP die ersten Gespräche und Verhandlungen für das startkLahr-Areal selbst geführt hatte, freut sich ganz besonders, dass der Ausbau für alle Gebiete erfolgreich abgeschlossen wurde. „Der Ausbau ist für viele Bestandsunternehmen von großer Bedeutung und wird mit zunehmender Digitalisierung noch mehr an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus ist er ein entscheidender Standortvorteil, wenn es um die Ansiedlung neuer Unternehmen geht. Der Standort Lahr erfüllt damit einen ganz wesentlichen Teil der Voraussetzungen für die zunehmende Technologisierung und Digitalisierung.“
Besonders erfreulich für die Stadt Lahr und die IGZ GmbH ist es, dass der Glasfaserausbau zu 100 Prozent durch die Vodafone GmbH finanziert wurde und keine öffentlichen Gelder aufgewendet werden mussten. Verlegt wurden die Glasfaserleitungen größtenteils im städtischen und zweckverbandseigenen Entwässerungssystem (Regen- und Schmutzwasserkanälen). Nach einem ersten Angebot, die gesamten Arbeiten im konventionellen Tiefbau auszuführen, hat man sich in einem weiteren Schritt und nach intensiver Prüfung dazu entschieden, den Weg durch die Kanäle des Eigenbetriebes Abwasserbeseitigung der Stadt Lahr und des Zweckverbands IGP zu suchen.
Die Stadt Lahr und der Zweckverband IGP haben für die Nutzung der Entwässerungssysteme zum Zwecke der Errichtung von Telekommunikationsnetzwerken durch die Vodafone GmbH im Frühjahr 2019 einen Gestattungsvertrag mit der Vodafone GmbH geschlossen, in dem die Rahmenbedingungen, die teilweise durch das Telekommunikationsgesetz und diverse Regelwerke vorgegeben sind, festgelegt wurden.
Für die Realisierung der Maßnahme hat sich die Vodafone GmbH den Partner FastOpticum, der über die entsprechende Technik verfügt, ins Boot geholt.
In enger Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Tiefbau des Stadtbauamtes der Stadt Lahr und der Firma FastOpticum wurden dann passende Trassen im Kanalnetz gefunden. Diese wurden durch die ausführende Firma vorab als Beweissicherung mit einer Kamera befahren. Die Hauptleitungen wurden im Kanal maschinell verlegt. Anfangs- und Endpunkte waren die Kontrollschächte, an denen die Anbindung der Einzelabnehmer vorgesehen war.
Die Vodafone GmbH nutzt bei der Verlegung das sogenannte „Fiber to the Building (FTTB)“ Ausbauverfahren, das heißt jedes Gebäude wird dabei mit einer eigenen Glasfaserleitung an die Verteilstation angeschlossen und die Bandbreite muss nicht mit anderen Unternehmen geteilt werden. Es steht also jederzeit die volle Leistung zur Verfügung.
Dadurch wurden im Laufe der Maßnahme weitere Abstimmungen erforderlich, um auch die einzelnen Anschlüsse und Teilstrecken im konventionellen Tiefbau im öffentlichen Straßennetz der Stadt Lahr umzusetzen. Insgesamt beträgt die Ausbautrasse knapp zwölf Kilometer.
Oberbürgermeister Markus Ibert dankt allen am Projekt Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und hebt hervor, dass der erfolgreiche Abschluss ein schönes Beispiel für eine gute Kooperation von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft in Sachen Breitbandausbau ist.
OB Ibert blickt in die Zukunft: "Der heutige Tag beschließt mit diesem Projekt jedoch bei Weitem nicht den Breitbandausbau in Lahr. Wir haben noch lange keine flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen. Alle Gewerbegebiete, die Innenstadt, die Wohngebiete mit Glasfaserkabel zu versorgen, das wird noch ein langer Weg sein. Mit dem heutigen Tag sind wir jedoch einen bedeutenden Schritt weitergekommen. Der Anschluss von Schulen und öffentlichen Einrichtungen wird der nächste Schwerpunkt sein. “