02.02.2026 - Sonderausstellung „TatSachen“ zur Kriminal- und Rechtsgeschichte in Lahr wird verlängert
Weiterhin auf Spurensuche
Tatverdächtige werden bei der „erkennungsdienstlichen Behandlung“ fotografiert. Im Polizeirevier Lahr mussten sie auf diesem Stuhl Platz nehmen.
Quelle: Stadt Lahr
Aufgrund der großen Resonanz wird die aktuelle Sonderausstellung „TatSachen. Verbrechen und Strafe in der Lahrer Geschichte“ bis einschließlich Sonntag, 12. April 2026, verlängert.
In der Ausstellung, die seit August 2025 zu sehen ist, werden historische und kriminalistische Spuren vom Mittelalter bis in die Gegenwart verfolgt. Zahlreiche Exponate – viele davon erstmals öffentlich zu sehen – geben Einblick in die wechselvolle Geschichte von Recht und Unrecht in Lahr. Zu sehen sind unter anderem Henkersutensilien, Waffen aus dem Dreißigjährigen Krieg, Phantombilder und polizeiliche Asservate der Neuzeit. Dabei stehen „TatSachen“ sowohl für die gezeigten Objekte als auch für die echten Geschichten, die sich dahinter verbergen. Auch die Dauerausstellung ist mit einbezogen: Deutlich gekennzeichnete Interventionen verweisen auf weitere Geschichten hinter den Objekten.
Die Ausstellung zeigt, wie stark sich das Verständnis von Gerechtigkeit im Lauf der Jahrhunderte verändert hat – und regt dazu an, über die heutige Rechtsprechung und den gesellschaftlichen Umgang mit Schuld und Strafe nachzudenken. Sie ist während der regulären Öffnungszeiten des Museums – Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr – zu besichtigen. Der Eintritt beträgt vier Euro, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Besuch kostenfrei.