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04.06.2020 - Erster Bewilligungsbescheid für geförderte Wohnungen liegt vor Sozialwohnungsquote wird umgesetzt

Das Wohngebiet Kanadaring aus der Luft fotografiert. Viele Mehrfamilienwohnhäuser, dazwischen viele grüne Bäume und Straßen.
Wohngebiet Kanadaring von oben
Quelle: Städtische Wohnbau GmbH / Thomas Kiehl
Das Anliegen der Lahrer Verwaltungsspitze, sich für bezahlbaren Wohnraum stark zu machen, zeigt erste sichtbare Erfolge. Bereits am 24. Juli 2017 hat der Gemeinderat die Einführung einer Sozialwohnungsquote bei Wohnungsneubau beschlossen. Demnach müssen bei Bauvorhaben mit mehr als zehn Wohnungen oder einer Gesamtwohnfläche von mehr als 800 Quadratmetern mindestens 20 Prozent der Wohnfläche als sozialer Mietwohnraum mit 15-jähriger Preisbindung angeboten werden. Nach fast drei Jahren gibt es nun konkrete Erfolge vor Ort.

Oberbürgermeister Markus Ibert freut sich, „dass die Arbeit des Gemeinderats und der Verwaltung nun endlich Früchte trägt. Es zeigt sich aber auch, welch langer Weg konsequent zu gehen ist, wenn man ernten möchte."

 

Auf dem ehemaligen ALDI Grundstück in der Tramplerstraße verwirklicht die Ten Brinke Group ein Bauvorhaben mit insgesamt 114 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 138 Stellplätzen. Ten Brinke  konnte schon die Modernisierung des Fachmarktzentrums Mietersheim in Gang setzen. Das Projekt in der Tramplerstraße wurde mittlerweile vom Frankfurter Wohnungsunternehmen Industria Wohnen GmbH gekauft. Von den 114 Wohnungen bietet das Unternehmen auf dem Grundstück zukünftig 27 geförderte Wohnungen an. Es sind 18 Zweizimmerwohnungen, acht Vierzimmerwohnungen und eine Einzimmerwohnung, mit Wohnflächen zwischen 44 und 93 Quadratmetern. Ein Großteil davon ist barrierefrei geplant.

 

Die Miete muss 33 Prozent unter der aktuell ortsüblichen Vergleichsmiete von 9,80 Euro pro Quadratmeter liegen. Für die geförderten Wohnungen ergibt sich dadurch ein Mietpreis von circa 6,57 Euro pro Quadratmeter. Die zukünftigen Mieter müssen einen Wohnberechtigungsschein gemäß Wohnraumfördergesetz vorlegen.

 

Die Wohnraumversorgung in der Stadt ist einer der Arbeitsschwerpunkte von Oberbürgermeister Markus Ibert. Derzeit wird auf seine Veranlassung durch das Fachamt ein sogenannter "Wohnungsgipfel" vorbereitet, der noch vor der Sommerpause stattfinden soll.