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25.02.2016 - Sieben Lahrer Kitas beenden Bundesprojekt „Frühe Chancen“ erfolgreich

„Die Beherrschung der Sprache – zuerst gesprochen, später auch als Schrift – ist Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und entscheidend für alle Lernprozesse innerhalb und außerhalb von Kindergarten und Schule. Sprechen lernt man aber nur durch Sprechen. Kindern die Sprache geben heißt, sich ihnen zuwenden, ihnen zuhören, mit ihnen sprechen, heißt Zeit mit ihnen verbringen, ihnen ein Übungsfeld für Sprache geben. Der Erwerb der Sprache ist ein Wechselwirkungsprozess zwischen Eigenproduktion und förderlichen Anstößen durch Bezugspersonen und auch andere Kinder. … Kinder lernen die Sprache aber nicht von selbst und können sie nicht von selbst ausbauen. Deshalb soll in Kindertageseinrichtungen …sehr viel gesprochen werden“, heißt es im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Verlag Herder, Freiburg 2014, auf Seite 131. Schließlich erobern sich Kinder durch sprachliche Begleitung von allem, was erlebt und getan wird, zum Beispiel auch beim Wickeln, Essen und Spielen, die Sprache erst so richtig.

Die alltagsintegrierte Umsetzung dieser Erkenntnisse war eine Aufgabe der Fachkräfte für sprachliche Bildung in den Schwerpunkt-Kitas „Sprache & Integration“. Das Bundesprojekt „Frühe Chancen“ ermöglichte die intensive Unterstützung des pädagogischen Personals und der Kinder in den geförderten sieben Lahrer Kindertageseinrichtungen. Diese Kitas erhielten von 2011 bis Dezember 2015 zusätzliches pädagogisches Personal im Umfang einer halben Stelle. Weitere Schwerpunktaufgaben dieser zusätzlichen Fachkräfte sowie Sprachexpertinnen und -experten waren die Begleitung der Teams bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit sowie intensive Elternarbeit und -beratung.

Mit Ablauf des Jahrs 2015 beendeten alle Kitas das Bundesprojekt „Frühe Chancen – Schwerpunkt Kitas Sprache & Integration“ erfolgreich. Sie erhielten deshalb vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jeweils eine Teilnahmebescheinigung für die Kita sowie eine Anerkennungsurkunde für die sprachlichen Fachkräfte. Im Rahmen einer Feierstunde in der Kita Bottenbrunnenstraße beglückwünschte der Erste Bürgermeister Guido Schöneboom alle teilnehmenden Einrichtungen und überreichte die Urkunden.

Erfolgreich teilgenommen haben über den gesamten Projektzeitraum:
• evangelischer Kindergarten Farbklecks
• evangelischer Kindergarten Kiwy
• katholischer Sophie-Scholl-Kindergarten
• katholische Kindertagesstätte St. Peter und Paul
• Kindertagesstätte Bottenbrunnenstraße
• Kindertagesstätte Am Schießrain
• Kindertagesstätte Max-Planck-Straße (war zusätzlich im Projektzeitraum 2012 bis 2013 eingebunden)