2004 wurden die ersten Asiatischen Hornissen (Vespa velutina) in Südfrankreich gesichtet, 2014 in Baden-Württemberg, wo sich die invasive, gebietsfremde Art inzwischen stark ausgebreitet hat (Übersichtskarte).
Zu erkennen ist die Asiatische Hornisse an ihrer schwarzen Grundfärbung: Die Brust ist schwarz, der Hinterleib dunkel mit wenigen gelben Binden, die Beine sind schwarz-gelb gefärbt (mehr bei der LUBW und STUA).
Sie ernährt sich hauptsächlich von Fluginsekten, aber auch von zuckerhaltigen Flüssigkeiten wie Nektar. Wenn im Spätsommer die Völker mit bis zu 2.000 Tieren ihre maximale Größe erreicht haben, können Honigbienen einen Großteil der Nahrung bilden. Dies kann zur Gefährdung von Honigbienenvölkern führen.
Im Frühjahr baut die Asiatische Hornisse kleine Primär- oder Gründungsnester (ca. 5 bis 10 cm Durchmesser) an geschützten Stellen (beispielsweise an überstehenden Dächern, Decken von Garagen und Gartenhäuschen oder in Bäumen oder Hecken). Im Lauf des Sommers werden bis zu einem Meter große Sekundärnester im Freien, häufig hoch oben in Baumkronen, gebaut.
Zwischen dem 1. Mai und 31. Juli 2026 fördert das Land Baden-Württemberg die fachgerechte Entfernung von Primär- oder Gründungsnester mit 60 Euro pro Nest. Die Nester müssen zuerst über die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt gemeldet und verifiziert werden. Die Bezuschussung richtet sich an qualifizierte und bei der Landesanstalt für Bienenkunde registrierte Nestentferner oder Schädlingsbekämpfer.
Die Asiatische Hornisse verhält sich grundsätzlich wenig aggressiv und ihre Stiche sind vergleichbar mit denen der heimischen Europäischen Hornisse oder Wespen, dennoch kann es in Einzelfällen zu allergischen Reaktionen kommen. Von Nestern sollte Abstand gehalten und diese nur von Personen mit Fachkenntnis und Schutzausrüstung entfernt werden, um Attacken und Stiche zu vermeiden.
Sichtungen von mutmaßlichen Asiatischen Hornissen und Nestern sollten bei der Landesanstalt für Umwelt gemeldet werden. Bei der Landesanstalt für Bienenkunde finden sich weitere Informationen, wie Bürgerinnen und Bürger aktiv bei der Suche nach Tieren und Nestern mitwirken können.
Nester auf Privatgrundstücken liegen in der Verantwortung der Eigentümer. Eine Zuständigkeit für die Asiatische Hornisse liegt für die Lahrer Stadtverwaltung nicht vor.