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09.02.2022 - Lahrer Künstler gestalten Raumwunder-Boxen „Lahrer Raumwunder des Monats“ startet

Blick in eine Box des Lahrer Raumwunders, das farbig und mit Lichteffekten in eine Tiefseelandschaft verwandelt wurde.
Raumwunder des Monats - Doris Volk
Quelle: Stadt Lahr
Lahrer Künstler gestalten Lahrer Raumwunder-Boxen, die jeweils einen Monat im Foyer des Lahrer Stadtmuseums zu sehen sind. Start ist am Sonntag, 13. Februar 2022, mit Doris Volk.

Nach der erfolgreichen Ausstellung „Lahrer Raumwunder“, die im Januar endete, wird die Raumwunder-Box erneut zum Kunstobjekt. Elf Lahrer Künstlerinnen und Künstler sowie Lichtkünstler aus Freiburg werden je ein Raumwunder gestalten und im Foyer des Stadtmuseums ausstellen. Den Anfang macht Doris Volk ab Sonntag, 13. Februar 2022.

„TIEFSEHER“ – so lautet der Titel des „Lahrer Raumwunder des Monats“ für den Monat Februar von Doris Volk. Angelehnt ist der Titel an die Tiefsee, die für Doris Volk selbst ein Raumwunder auf der Erde ist. Lange Zeit gingen Forscher davon aus, dass dieser Teil des Meeres unbelebt ist, da kein Lichtstrahl bis in die Tiefe drang. 1960 gelangten die ersten Menschen mit einem Tauchboot auf den Meeresboden in fast 11 000 Meter Tiefe. Bis heute sind laut Schätzungen nur etwa fünf Prozent der Tiefsee überhaupt erforscht worden. Viele ihrer Lebewesen sind noch unentdeckt.

Doris Volk beschäftigte sich während der Vorbereitungen ihrer Raumwunder-„Expedition“ vor allem mit der Faszination des Lebensraumes Tiefsee, der Artenvielfalt, des Artenschutzes, aber auch mit der Verschmutzung und Vermüllung der Meere und des Raubbaus für die Rohstoffgewinnung. Sie nimmt den Betrachter mit auf ihre Expedition, mit der sie „Licht ins Dunkle“ bringen möchte. Dabei lässt sie die Besucher selbst an der Forschung teilhaben: Alle sind aufgefordert, den neuentdeckten Arten einen Namen zu geben. Dafür steht ein Forschungsbuch bereit, in das die Namen eingetragen werden können. Eigene Vorschläge hat die Künstlerin selbst kreiert, wie Maiszahntümmler, Leuchterkrake, Johnsonhalme  oder Gemeiner Fellschnapper.

Doris Volk beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Kunst. Die Malerei, Collagen und Zeichnung sind ihre Ausdrucksmittel. Von 1999 – 2006 absolvierte sie ein Studium an der Akademie für Bildende Kunst in Lahr. Seit 2003 stellt sie regelmäßig aus. 2021 war sie eine der Villa Jamm Artists.

Auf Doris Volk folgt ab Mitte März Barbara Heer. Am Ende des Ausstellungszeitraums, der bis Mitte Februar 2023 geht, wird ein Kalender mit allen „Lahrer Raumwundern des Monats“ entstehen.
 

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind im Laufe des Jahres mit dabei:

Ina Breig-Köchling, Barbara Heer, Ilka Henkel/ P.H. Neuhorst, Renate Henninger, Bernd Himmelsbach, Marianne Hopf, Emanuel Ogrodniczek, Cindi Ringwald, Roland und Sigrid Schäfer, Christian Wenzinger, Pirmin Wilhelm und Doris Volk

 

Lahrer Raumwunder – Infos

Das Lahrer Raumwunder ist ein Kunst- und Sozialprojekt des Stadtmuseums Lahr, des Rotary Clubs Lahr und der Lahrer Werkstätten. Es handelt sich dabei um einen Hohlraum in der Größe von 75 cm Breite, 60 cm Höhe und 30 cm Tiefe, der durch unterschiedliche Wandbearbeitung/Silhouettengestaltung und durch Einbauten von Figuren und Objekten mit Raumvolumen und Raumtiefen spielt und somit die Raumgröße unterschiedlich definiert. In dem nach vorne offenen "Kasten" können durch Materialcollage die nach hinten zulaufenden geschlitzten Wände, die ebenfalls geschlitzte Decke - auch durch herabhängende Objekte (z.B. Vögel, Fische...) - und die "Bühne" gestaltet werden; sei es kindlich als Landschaft mit Blumen und Bienen, sei es abstrakt mit Objekten, Installationen und Figuren und zusätzlich mit beleuchteten Elementen.

Das Raumwunder weckt Neugier für das Spiel mit dem Raum und ist in seinen vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten für Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und ebenso für Erwachsene mit künstlerischen Ambitionen ein Objekt mit großem Aufforderungscharakter.

Das Stadtmuseum ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt in das Foyer ist frei.

Es gelten die Regeln der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. In der momentanen Alarmstufe I sind das die sogenannten 2G: Besucherinnen und Besucher ab 18 Jahren müssen nachweislich genesen oder vollständig geimpft sein. Für Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren ist ein Schülerausweis ausreichend, in den Ferien muss ein Test vorgelegt werden. Kinder im Vorschulalter benötigen keine Nachweise. Während des Museumsbesuchs sowie bei Veranstaltungen gelten die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, die Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Pflicht zur Adressaufnahme.