„Vielen Dank für den schönen Spaziergang durch die wunderbare Stadt Lahr!“ mailt Baiba Abolina von der Heimreise nach Lettland an das Stadtmarketing. Der Chor hatte Zwischenhalt auf einer Chorreise auf der Chrysanthema gemacht und zum 20-jährigen Geburtstag am Ende der Gästeführung am Storchenturm der Stadt Lahr voller Begeisterung ein Ständchen gesungen.
Obgleich die erste Woche der Chrysanthema den Gästen Sonnenschein und Regen bescherte, waren Innenstadt, Marktplatz und Geschäfte täglich sehr gut frequentiert. Die großartigen Blumenarrangements und die tolle Blüte der Chrysanthemen sorgen für eine rundum gute Stimmung in der Stadt. Mit dem Eifelturm auf dem Schlossplatz haben die französischen Kommunen Benfeld und Erstein etwas Großstadtatmosphäre in die beschauliche Schutterstadt gebracht.
Für große Begeisterung sorgt der japanische Themengarten auf dem Urteilsplatz mit der sieben Meter hohen Chrysanthemen-Pagode und dem kunstvoll kultivierten Ozukuri-Chrysantheme, den über 250 Blüten zieren. Auch die Blütenwagen der Vereine sind immer wieder ein beliebtes Fotomotiv. Sie werden am 01. November durch neue Motivwagen ausgetauscht. Nicht nur die Vereine haben ihre Objekte dem Motto „Das Beste aus Lahr“ verschrieben – auch die Werke der gleichnamigen Ausstellung von Schülerinnen und Schülern der Gewerblichen Schule Lahr haben sehr positive Resonanz erhalten.
Über 700 Besucher haben in der ersten Woche die Geschichte der Chrysanthema in der Sonderausstellung „20 Jahre Chrysanthema – Ein Rückblick“ im Stiftsschaffneikeller besucht.
Die beiden Organisatorinnen der Chrysanthema, Friederike Ohnemus und Martina Mundinger, sind rundum zufrieden mit dem Verlauf des Blumen- und Kulturfestivals.
Zahlreiche Gäste reisten aus dem benachbarten Elsass als Individualbesucher in der ersten Woche an. Auch der Reisegruppenmarkt ist weiterhin im positiven Aufwärtstrend. In den ersten neun Tagen besuchten 370 Busgesellschaften die Chrysanthema. Viel Lob erhalten das Stadtmarketing, die Polizei, SWEG und das Ordnungsamt für die Organisation und Abwicklung des Busreiseverkehrs.
Aktuell sind 470 Gästeführungen mit über Elftausend Gästen gebucht. In vier Sprachen vermitteln 29 geschulte Gästeführerinnen und Gästeführer spannendes Hintergrundwissen zur Chrysanthema und den Blumenarrangements. In zahlreichen Mails loben Gäste die Qualität der Führungen: „Wir der Obst-und Gartenbauverein Kirchberg a.d. Iller möchten uns für zwei ganz tolle Stadtführungen bei Ihnen bedanken. Wir hatten zwei tolle Führer und konnten sehr viele schöne eindrücke mitnehmen“, schreibt G. Birk.
Sowohl im schweizer als auch im französischen Gruppenreisemarkt zeichnen sich Zuwächse ab. Auffallend ist, dass Schweizer gerne in Kleingruppen, sei es mit dem Baden-Württemberg Ticket oder im Auto, anreisen.
Auch Thomas Vehrenkamp, stellvertretender Betriebsleiter der SWEG Lahr, ist zufrieden: „Wir haben unsere Busflotte dem gestiegenen Bedarf für Bahnreisende durch den Einsatz von drei zusätzlichen Bussen vormittags und nachmittags unter der Woche angepasst“.
Auch die neue Attraktion mit luftigen 48 Metern Höhe am Rathausplatz wird sehr gut von den Besuchern angenommen. „Wir sind durchweg zufrieden mit der ersten Woche“, so Christine Göbel, Inhaberin des gleichnamigen Schaustellerbetriebes. „Es ist nicht nur der Schutz vor Kälte und der zusätzliche Komfort der geschlossenen Gondeln, die gut ankommen, sondern auch die Möglichkeit, mit dem Rollstuhl eine Fahrt in luftige Höhe zu machen. „Kürzlich dankte ein Herr im Rollstuhl ganz herzlich, dass er das erste Mal seit seinem Unfall wieder Riesenrad fahren konnte“. Familien sind eingeladen am 9. November zum Familienpreis zu fahren: Für die Riesenradfahrt zahlen Erwachsene vier statt sechs Euro und Kinder zwei Euro statt drei. Unter Dreijährige sind immer frei. Und im Karussell kostet die Fahrt für Kinder anstelle von zwei Euro ein Euro.
Auch Steffen Bernack vom Waldkindergarten Flitzebogen e.V. ist sehr zufrieden mit der Resonanz in der Waldwerkstatt und dem Tipi. „Diese Woche haben wir unsere Angebote für Kinder mit einer Schmiedewerkstatt und Armbrustschießen erweitert – es sind ja schließlich Ferien und viele Familien nutzen die Chrysanthema für einen Ausflug“.
Das Stadtmarketing verbucht auch in diesem Jahr einen sehr guten Verkauf der Chrysanthemen-Produkte an den Verkaufsständen im Bürgerbüro, auf dem Marktplatz und im KulTourBüro. Die süßen Klassiker, wie Chrysanthemen-Törtchen und -trüffel sind ebenso wie unterschiedliche Chrysanthemen-Tees und die Chrysanthemen-Salami gern gekaufte Souvenirartikel. Chrysanthemen-Seife, Chrylonge und Chrysanthus haben indes eine feste Stammkundschaft. Auch die neu in der kulinarischen Serie angebotenen Chrysanthemen-Nudeln kommen gut bei den Besuchern an.