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18.08.2020 - Was macht eigentlich...? Peter Kees Blick in die digitale Zukunft der Stadt

Das Foto zeigt einen Mann an seinem Arbeitsplatz.
Peter Kees
Quelle: Stadt Lahr
Drei Bildschirme verstellen die Sicht auf Peter Kees. Seit 1991 ist er Leiter der zentralen Datenverarbeitung, seit Sommer 2019 ist er Abteilungsleiter und bekam den Bereich Digitalisierung offiziell hinzu.

Er studierte an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. Schnell war Peter Kees aber klar, dass klassische Verwaltungsarbeit nicht sein Ding ist. „Ich war viel zu sehr Tüftler und interessiert am ständigen technischen Wandel und am Ausprobieren von Neuerungen,“ schmunzelt Peter Kees, der sich in seiner Freizeit neben dem Reitsport vor allem der Fotografie widmet. Aus diesem Grund  absolvierte er nach seinem Studium zusätzlich eine Ausbildung zum Organisationsprogrammierer. Es war deshalb eine günstige Fügung, dass Peter Kees den Ausbau der EDV in der Stadtverwaltung maßgebend begleiten konnte und jetzt auch die Digitalisierung mit verantwortet.

Der Abteilungsleiter liebt es, zusammen mit seinen Kollegen die aktuellen Entwicklungen zu verfolgen, umzusetzen und zu schauen, was es noch zu verbessern gibt. Dabei müssen immer die finanziellen und personellen Rahmenbedingungen im Blick gehalten werden. Nicht alles, was wünschenswert ist, kann deshalb auch sofort umgesetzt werden. Trotzdem ist Peter Kees mit den Entwicklungen und angestoßenen Änderungen zufrieden. Insbesondere die Corona-Pandemie war aber für ihn und die Kollegen eine große Herausforderung. Der Ruf nach zusätzlicher technischer Ausstattung, Videokonferenztechnik und der Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten zu können,  war in dieser Zeit besonders groß. Insgesamt rund 500 PC-Arbeitsplätze werden von ihm und seinem Team betreut, hinzu kommt die Telekommunikation, die insbesondere im Mobilbereich in den letzten Jahren extrem ausgeweitet wurde.

Eine weitere große Herausforderung ist der neue Aufgabenbereich Digitalisierung, der für wenige in der Verwaltung auch wirklich greifbar ist. „Wir erarbeiten derzeit eine Digitalisierungsstrategie, um für alle einen „Kleinsten, gemeinsamen Nenner“ in der Begrifflichkeit und auch Prioritäten für die Umsetzung festzulegen. Ziel ist es einen möglichst großen Nutzen für unsere Mitarbeitenden aber dann auch in der Folge für alle Bürger und Besucher unserer Stadt zu erhalten. Freies W-LAN in der Innenstadt und ein freies LoRaWan sind dabei nur die ersten Schritte, die erreicht wurden. Wir werden im Jahr 2030 eine völlig andere Arbeitsweise innerhalb der Stadtverwaltung haben. Die Stadt wird um ein Vielfaches digitaler sein.“, so ist sich Peter Kees sicher.

Dafür muss Kees zuhören können und in der Lage sein, Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Gerade bei der Digitalisierung müssen die aktuellen Tendenzen im Auge behalten werden. Die Digitalisierungsstrategie wird daher auch dauernden Anpassungen unterworfen sein. Die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und auch der Bürger wurden in zwei getrennten Befragungen erkundet. Nun gilt es die Strategie innerhalt der Verwaltung zusammen mit dem Gemeinderat zu erarbeiten. Erst danach können konkrete weitere Schritte geplant werden. Dabei muss aber immer eine sinnvolle Balance zwischen Fortschritt und Verlässlichkeit der Verwaltung gewahrt werden. Für Peter Kees ist es wichtig auch das „Große Ganze“ immer im Blick zu halten, denn Digitalisierung ist keine Sache für Alleingänge der Kommunen, sondern eine Vision die länderbezogen einheitlich von statten gehen sollte.