Besucher des Lahrer Stadtpark stoßen im Juni auf außergewöhnliche Klänge eines Naturhorns. Während des Festivals „Villa Jamm Artists“ des Kulturamts Lahr gastieren zurzeit verschiedene Alphorn-Formationen in der Villa Jamm. Sie proben, geben Konzerte und Workshops.
Konzerte
Einen Höhepunkt finden die Veranstaltungen in zwei Konzerten am Wochenende: Am Freitag, 25. Juni, spielt um 17 und 19 Uhr „AuA-Horns“ traditionelle virtuose Alphornmusik, Jazziges, Händels Wassermusik und Beethovens 6. Sinfonie.
Unter dem Motto „Alphorn und Außergewöhnliches“ bringen die professionellen Musiker und Musikerinnen von AuA-Horns auf Alphörnern, traditionellen und unerwarteten Instrumenten einen bunten Stilmix verschiedenster Musikarten auf die Bühne. Mit dabei sind die Bundespreisträgerin von Jugend musiziert und Mitglied des Bundesjugendorchesters Hornistin Apollonia Maier, der Jungtrompeter des Bundesjugendjazzorchesters und der Elbphilharmonie Jazz Academy Jakob Bänsch, der Solo-Hornist des Radiosinfonieorchesters des SWR Joachim Bänsch, die Oboistin des Pforzheimer Kammerorchesters Julia Bänsch, der Soloposaunist Julius Joachim, der Bassposaunist Thomas Busch, beide vom Nationaltheater Mannheim, und Multiinstrumentalist Franz Schüssele sowie ein Überraschungsgast.
Am Samstag, 26. Juni, gibt das Weltmusiktrio „FraPapEpi“ um 17 Uhr und um 19 Uhr sinnliche Musik dreier Kontinente zum Besten. Das Trio besteht aus drei Musikern, die von unterschiedlichen Kontinenten stammen: Der deutsche Multiinstrumentalist und Grenzgänger Franz Schüssele musiziert international als Solist mit Alphorn, archaischen Naturton- und historischen Instrumenten, wie zum Beispiel Lure, Carnyx, Serpent oder Trumscheit (Tromba Marina). Das Stimmwunder Enkhjargal Dandarvaanchig stammt aus der Mongolei. Er liebt es, mit seinem Spiel auf der Morin hoor (Pferdekopfgeige) seine traditionellen Wurzeln mit moderner, westlich geprägter Musik und Improvisation zu verschmelzen. Pape Dieye aus Dakar (Senegal) widmet sich dem Spiel der Bugarabus, einem Ensemble aus drei Trommeln, und der traditionellen Musik Senegals.
Am Sonntag, 4. Juli, um 17 Uhr, lässt die Formation „Schläzig und löpfig“ die Maultrommel auf Volks- und klassische Musik treffen. Das Ensemble besteht aus professionellen Musikern, die meist an Musikschulen der Region unterrichten. Mit dabei sind Maria-Anna Brucker an der Klarinette und am Saxophon und Sornitza Günther am Cello, an der Geige Lisa Kanchukh, Gabriele Probst an der Blockflöte, Silvan Weiss an der Gitarre und Franz Schüssele an der Maultrommel. Gemeinsam spielen sie traditionelle Volksmusik aus dem Alpenraum und ein klassisches Maultrommel-Konzert von Johann Georg Albrechtsberger.
Alle Konzerte finden im Musikpavillon im Stadtpark statt.
Workshops
In dem Workshop „Obertonsingen“ führt Enkharjargal Dandarvaanchig am Mittwoch, 23. Juni, in die Kunst ein, mit einer Stimme zweistimmig zu singen. Beginn ist um 15.45 Uhr im Museum Tonofenfabrik.
Am Mittwoch, 30. Juni, um 15.45 Uhr, zeigen Künstler in dem Workshop „Maultrommel spielen“, in wenigen Minuten das Spiel der vietnamesischen Maultrommel. Dieser Kurs findet, anders als im Programmheft angekündigt, vor der Villa Jamm im Stadtpark statt. Die Maultrommel gilt als das kleinste Musikinstrument. Man hält das Instrument an die Lippen. Durch Verengung und Erweiterung der Mundhöhle entstehen die Töne der Naturtonreihe. Dieses einfache Instrument spielt nicht nur in der alpenländischen Volksmusik sondern auch in der Volksmusik der ganzen Welt eine bedeutende Rolle, wurde aber auch im 18. Jahrhundert in der klassischen Musik verwendet, heute auch in der Welt- und sogar in der Technomusik.
Für die Workshops sind Anmeldungen im KulTourBüro unter Tel. 07821 / 950221 notwendig. Es gilt eine Teilnehmerzahl von fünf Personen.
Ausstellung
Parallel dazu ist noch bis September in der Villa Jamm die Ausstellung „Alp-Hirten-Naturhörner und Trompeten der Welt“ zu sehen. Die Ausstellung ist jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Spenden für die Musiker sind willkommen. Die Veranstaltungen am 25. und 26. Juni werden bei schlechtem Wetter ins Parktheater verlegt. Die Besucher müssen hierfür entweder einen tagesaktuellen, maximal 24 Stunden alten negativen COVID-19-Schnelltest, eine vollständig abgeschlossene Impfung gegen COVID-19 oder eine Genesung nach einer Infektion mit COVID-19 vorweisen. Eine Impfung ist vollständig abgeschlossen, wenn seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind. Als genesen gilt, wer innerhalb der letzten sechs Monate positiv mittels PCR, PoC-PCR oder eines anderen Nukleinsäurenachweises auf SARS-CoV-2 getestet wurde, wobei das Testergebnis mindestens 28 Tage zurückliegt.
Eine Corona-Test-Station auf dem Parkplatz vor dem Stadtpark bietet ab sofort, jeweils zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn, kostenlose Tests ohne Anmeldung an.
Weitere Informationen sind über das KulTourBüro erhältlich: Tel. 07821 / 950210, E-Mail: kultour@lahr.de, Kaiserstr. 1, 77933 Lahr, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 16.30 Uhr und am Samstag von 10 bis 13 Uhr.