17.03.2021 - Zwangsarbeit seit der Antike
Sklaverei – bis heute nicht vorbei
Zu einem kostenfreien Online-Vortrag im Rahmen der Reihe “vhs.wissen live” lädt die Volkshochschule für Mittwoch, 24. März, ab 19:30 Uhr ein. Der Professor für afrikanische Geschichte Andreas Eckeri spricht über die Geschichte der Sklaverei.
Eine Anmeldung ist erforderlich, um den Zoom-Link zu erhalten. Teilnehmer verfolgen die Veranstaltung live zu Hause vor dem Computer. Kamera und Mikrofon sind nicht erforderlich.
Sklaverei gehört zu den wohl am meist verbreiteten sozialen Aspekten der Menschheitsgeschichte. Während Sklaverei typischerweise vor allem mit der Plantagensklaverei in den amerikanischen Südstaaten verbunden wird, verbergen sich hinter diesem Begriff eine Vielzahl von Konstellationen, Praktiken und Abhängigkeitsverhältnissen. Sklaverei fand sich in vielen Teilen der Welt und zu allen Zeiten und sie ist bis heute nicht vorbei. Vor diesem Hintergrund zeichnet Andreas Eckert in seinem Vortrag an einigen Beispielen die Geschichte der Sklaverei von der Antike bis ins 21. Jahrhundert nach. Nicht zuletzt in Afrika und im atlantischen Raum spielte sie eine zentrale Rolle. Die Plantagenwirtschaft in der neuen Welt benötigte Arbeitskräfte, die als Zwangsarbeiter aus Afrika verschleppt wurden. 11 Millionen Menschen wurden zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert wie Waren über den Atlantik verschifft, um für die Produktion von Zucker in Lateinamerika und der Karibik, von Tabak und Baumwolle in Nordamerika zu arbeiten.
Professor Dr. Andreas Eckert ist Historiker und Afrikawissenschaftler an der Humboldt Universität Berlin. 2007 war er Gastprofessor an der Harvard University. In der “Zeit” schreibt er regelmäßig über die Geschichte Afrikas. 2021 ist Eckerts Buch über die Geschichte der Sklaverei erschienen.
Weitere Informationen und Anmeldung bei der Volkshochschule Lahr, Tel.: 07821 / 918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter www.vhs.lahr.de.