Im Moment fühlen sich Stechmücken, umgangssprachlich Schnaken, sehr wohl: Überflutete Wiesen und viele kleine Wasseransammlungen bieten in Verbindung mit dem warmen Wetter ideale Bedingungen für ihre rasante Vermehrung. Das merkt man nur zu deutlich, wenn man abends noch ein wenig im Freien verweilt. Denn während die männlichen Stechmücken sich von Pflanzensäften ernähren, nerven die weiblichen Stechmücken Mensch und Tier mit juckenden Einstichstellen, da sie auf eine Blutmahlzeit angewiesen sind.
Auch um Lahrs Umweltbeauftragten Manfred Kaiser machen die Mücken keinen Bogen. Er kennt sie nur zu gut, die juckenden, roten, teilweise sogar entzündeten Stiche. Wie man sich schützen kann, weiß er aber auch: "Wenn man im Freien ist, schützt lange, feste Kleidung am besten und damit die Plagegeister nicht auch noch ins Haus kommen, müssen natürlich Mückennetze an Fenstern und Türen sein." Damit die Stechmücken aber von vorn herein keine beziehungsweise wenig Gelegenheit haben, überhaupt im eigenen Garten zu brüten, sollte man stehendes Wasser vermeiden. "Denken Sie dabei an Planschbecken, Gießkannen, Eimer und Vogeltränken", zählt Kaiser potentielle Brutstätten auf, "Ihre Regentonne können und sollten Sie mit einer Abdeckung oder einem Mückennetz schützen", weiß er. "Ansonsten kann sich dort schon innerhalb einer Woche die nächste Stechmückengeneration entwickeln."
Stechmücken lassen sich darüber hinaus gut mit biologischen Mitteln bekämpfen. Die sogenannten Bti-Präparate werden ins Wasser der Regentonne oder des Gartenteichs gegeben und töten dort die Stechmückenlarven zuverlässig ab. Der Bekämpfungsstoff ist nur giftig für die Larven, das Wasser kann nach der Behandlung uneingeschränkt zur Gartenbewässerung verwendet werden. Solche Mittel sind zum Beispiel bei Gartencentern zu einem Preis von rund sieben Euro erhältlich.