06.11.2020 - Das Spannungsfeld zwischen USA, Israel und Iran
Pulverfass Naher Osten
Zu einem Präsenzvortrag über die amerikanische Nahostpolitik gegenüber dem Iran und Israel lädt die Volkshochschule Lahr am Donnerstag, 12. November, ab 19 Uhr, in die Kaiserstraße 41 ein. Der Eintritt kostet vier Euro.
Wie geht es weiter mit der US-Politik gegenüber dem Iran? Das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran hatte auch schon zu Zeiten der Präsidentschaft von Barack Obama Schwächen, die sich vor allem darin äußerten, dass trotz des Atomvertrages mit dem Iran nicht alle US-Sanktionen aufgehoben wurden. Der Iran erinnerte zwar die US-Administration immer wieder daran, allerdings ohne Erfolg. Mit der Präsidentschaft von Donald Trump kam es dann zu einer grundsätzlichen Kehrtwende in der Iran-Politik und letztendlich kündigte Trump den Atom-Vertrag im Mai 2018 endgültig auf, da er ihn „als einen der schlechtesten Verträge aller Zeiten“ betitelte. Der Hintergrund für seine Entscheidung dürfte der Umstand sein, dass er auch das iranische Raketenprogramm mit in den Vertrag einschließen wollte, um zu verhindern, dass der Iran Interkontinentalraketen baut.
Anfang 2020 kam es erneut zu einer Eskalation. Mit der zielgerichteten Tötung des iranischen Generals und regionalen Drahtziehers Soleimani durch das US-amerikanische Militär hat Präsident Trump zusätzlich die Spannungen mit dem Iran bis zu einem kritischen Maß gesteigert. Daraufhin hat das irakische Parlament die für das internationale Militär-Mandat notwendige Zusage zurückgenommen. Die irakische Regierung befürchtete, dass ansonsten eine iranische Reaktion auf irakischen Boden hätte stattfinden können. Es scheint jedoch, dass dies die US-Regierung nicht daran hindert, ihre Truppen weiterhin im Irak stationiert zu lassen. Das Vorgehen der USA gegenüber dem Iran muss aber auch immer im Kontext mit den US-Amerikanischen Beziehungen zu Israel gesehen werden. Beide Staaten erwägen seit geraumer Zeit einen Militärschlag gegen den Iran.
Referent Matthias Hofmann aus Tübingen ist Historiker und Orientalist.
Für den Besuch der Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Eventuelle Restplätze sind an der Abendkasse erhältlich.
Weitere Informationen und Anmeldung gibt es bei der Volkshochschule Lahr, Tel.: 07821 / 918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter www.vhs.lahr.de.