02.05.2024 - Lothar Seruset zeigt Skulpturen und Plastiken in der Reihe „Kunst in die Stadt!“
Die Absurditäten des Lebens offenbaren
Lothar Seruset Die Ehre
Quelle: Leo Seidel
Als „Versuch des Menschen, sich in seiner Mitte zu halten – und das in einer Welt, die manchmal auf dem Kopf steht. Man könnte auch sagen: in einer kopflosen Welt, in der alles aus den Fugen geraten ist.“ So beschreibt Lothar Seruset selbst seine Werke.
Die Skulpturen und Plastiken aus Holz, Beton, Bronze und Keramik wirken auf den ersten Blick komisch – gar grotesk. Durch geistreichen Witz offenbaren sie die Absurditäten unseres Lebens. Ihre reiche und widersprüchliche Bildsprache lässt keine einfachen Interpretationen zu, sie billigt dafür umso mehr gedankliche Freiräume. Ab Samstag, 11. Mai verschaffen ausgewählte Werke Serusets den Plätzen der Lahrer Innenstadt ein neues Erscheinungsbild. LahrKultur (Amt für Kultur, Musik und Medien) zeigt sie im Rahmen der Reihe „Kunst in die Stadt!“, zu der auch eine Ausstellung mit Kleinskulpturen in der Städtischen Galerie gehört. Diese ist bis Sonntag, 16. Juni zu sehen, die Werke im öffentlichen Raum bis Sonntag, 14. September.
Eröffnet werden beide Ausstellungen am Samstag, 11. Mai um 11 Uhr in der Städtischen Galerie. Es begrüßt der Erste Bürgermeister der Stadt Lahr, Guido Schöneboom. Zur Einführung spricht Dr. Antje Lechleiter.
Lothar Seruset ist 1956 in Ulm geboren. Er studierte Malerei und Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin und war Meisterschüler bei Prof. J. Schmettau und Prof. E. Strautmannis. Er hatte mehrere Stipendien, nahm an zahlreichen Bildhauersymposien teil, hatte zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland und lebt und arbeitet in Lentzke und Berlin. Serusets bevorzugtes Thema: die figürliche Darstellung. Sein bevorzugtes Material im Bereich Bildhauerei ist Holz, da es ihm das richtige Verhältnis von Widerstand und Formbarkeit bietet.
Unter dem Titel „Kunst in die Stadt!“ stellt das Amt für Kultur, Musik und Medien Lahr regelmäßig über die Sommermonate Werke im öffentlichen Raum aus, um neue Wahrnehmungen gewohnter Stadtbilder zu erzeugen.
Die Ausstellung in der Städtischen Galerie ist jeweils mittwochs bis freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Dies gilt auch an Feiertagen. Zusätzlich ist die Ausstellung am Pfingstmontag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung ist wie immer kostenlos. Für Schulklassen und andere Gruppen können individuelle Besuchszeiten vereinbart werden: Tel. 07821-950210.