05.11.2026 - Stadt Lahr will erfolgreiche Arbeit fortsetzen
Zehn Jahre Sprach-Kitas – und es soll weitergehen
Zehn Jahre Sprach-Kita-Arbeit sollen nicht einfach zu Ende gehen. Dafür setzt sich die Stadt Lahr ein. Auch wenn die Förderung des bisherigen Landesprogramms zum Jahresende 2026 ausläuft, soll die wichtige Arbeit in den Lahrer Kindertagesstätten möglichst weitergehen. Erste Schritte dafür sind bereits erfolgt: Rechtzeitig wurden Anträge für das neue Landesprogramm „SprachFit“ gestellt. So konnten sechs Lahrer Kitas vom bisherigen Sprach-Kita-Programm zu „SprachFit“ wechseln. Ein weiterer Antrag für die Förderung des Sprachdienstes Sprache ist gestellt, weitere werden abgegeben, sobald entsprechende Ausschreibungen veröffentlicht werden. Ziel ist es, möglichst alle Kitas wieder mit vom Land geförderten Sprachförderkräften auszustatten.
„Sprache ist der Schlüssel zu Bildung, Teilhabe und einem guten Start ins Leben. Die vergangenen zehn Jahre haben gezeigt, wie wertvoll die Arbeit der Sprach-Kitas für die Kinder, die Familien und die pädagogischen Fachkräfte ist. Deshalb ist es uns wichtig, die aufgebauten Strukturen und das gewonnene Wissen zu erhalten und die Sprachförderung in unseren Kitas auch künftig weiterzuführen“, betont Erster Bürgermeister Guido Schöneboom.
Die Sprach-Kita-Arbeit begann 2016. Mit dem Startschuss für das damalige Bundesprojekt „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ konnten im Verbund Lahr-Waldkirch alle teilnehmenden Kitas zusätzliche Fachkräfte für die Sprachbildungsarbeit einsetzen. Kernaufgaben dieser zusätzlichen Fachkräfte waren Sprachbildung und -förderung in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern sowie die Weiterbildung der Kita-Teams.
Als Schwerpunkte in den Kitas standen zunächst alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die Zusammenarbeit mit Familien und Inklusion im Fokus. Mit der Programmverlängerung im Jahr 2021, unter anderem flankiert durch das Corona-Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“, wurde als weiterer Schwerpunkt Digitalisierung eingeführt. Die beiden Kernbereiche des Digitalisierungsschwerpunktes waren Medienpädagogik im Alltag sowie die Professionalisierung der Fachkräfte.
Damit die Umsetzung aller Schwerpunkte strukturiert und zielgerichtet gelingen konnte, wurde von Beginn an jeder Sprach-Kita-Verbund durch koordinierende Fachberatungen professionell begleitet. Im Verbund Lahr-Waldkirch wurde die Fachberatung durch Bärbel Vögele und Asli Schulte wahrgenommen.
Die derzeitige Situation erinnert an die Ankündigung zum Ende des Bundesprojektes im Dezember 2022. Damals gab es bundesweit – so auch in Lahr – Info-, Unterschriften- und Protestaktionen von Sprach-Kita-Verbünden, Kindertagesstätten, Eltern und Elternvertretungen für eine Verlängerung des Projektes. Die Aktionen führten zum Erfolg: Das ursprüngliche Bundesprogramm endete zwar nach einer Übergangsphase im Juni 2023. Die Struktur der Sprach-Kitas wurde jedoch danach in die Verantwortung und Förderung der einzelnen Bundesländer überführt. Das Land Baden-Württemberg übernahm in Zusammenarbeit mit dem Forum Frühkindliche Bildung (FFB) die weitere Gestaltung des Programms.
Auf der Chrysanthema informierte der Sprach-Kita-Verbund Lahr-Waldkirch über ihre Arbeit und gab ein farbenfrohes und informatives Bild von vielen Aktionen und der Arbeit der vergangenen zehn Jahre. Außerdem ermöglichten am Aktionsstand des Sprach-Kita-Verbundes Kita-Fachkräfte und Leitungen sowie Asli Schulte Klein und Groß „Farbenfrohe Glücksmomente“ mit dem Anfertigen bunter Seifenblasenbilder sowie dem Herstellen und Abfüllen von Seifenblasenflüssigkeit.
Bis Mitte November haben Interessierte im Rahmen einer Ausstellung im Foyer der Mediathek Gelegenheit, weitere Einblicke in die Arbeit des Sprach-Kita-Verbundes Lahr-Waldkirch zu erhalten.