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11.04.2017 - Kompetenzzentrum stellt sich Lahrer Unternehmen vor Wettbewerbsvorteil Energieeffizienz

Um den effizienten Einsatz von Energie ging es am vergangenen Donnerstagabend im Haus am Pflug. Auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller kamen kleine und mittlere Lahrer Unternehmen zur Vorstellung des Kompetenzzentrums Energieeffizienz, kurz KEFF. In seiner Eröffnungsrede betonte Dr. Müller, wie sich die Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge mittlerweile ausgeweitet hat, was man auch bei der Wirtschaftsförderung beobachten könne. Schon seit über 20 Jahren betreibe Lahr Klimapolitik, so Dr. Müller, und ertüchtige damit die ansässigen Unternehmen im Wettbewerb.

 

Die KEFF ist eine von Land und EU geförderte Initiative des Landes Baden-Württemberg. Sie wurde vergangenes Jahr gegründet und bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen kostenlosen, unabhängigen und unverbindlichen Energieeffizienz-Check mit anschließender individueller Begleitung und Empfehlung von spezialisierten Beratern. In drei Kurzvorträgen stellten Lahrer Mittelständler ihre Aktivitäten zur Energieeffizienz vor. Martina Tischel und Rainer Heller, Inhaberin und Geschäftsführer des Mara Pflegedienstes, rechneten vor, warum Elektroautos für sie nicht nur eine klimafreundliche, sondern auch die wirtschaftlichste Alternative sind. Klaus Koch, Geschäftsführer des Bauunternehmens Eichner-Bau erläuterte anhand des Zeit-Areals die Wirtschaftlichkeitsrechnung einer Holzpellet-Heizung im gewerblichen Bereich. Schließlich stellte Oliver Schmeyer, Umweltbeauftragter der Grohe AG das Nachhaltigkeitsmanagement des Lahrer Standorts vor. Die Sensibilisierung der rund 800 Mitarbeiter für Themen der Energieeffizienz im Alltag sieht er als eine besonders wichtige Herausforderung.

 

Alle drei Unternehmen erhalten öffentliche Subventionen für ihre betrieblichen Maßnahmen zur Energieeinsparung. „Nie waren die Fördertöpfe von EU, Bund und Land so voll wie heute“, so das einhellige Urteil der Finanzexperten von Landesbank, Sparkasse Ortenau und Volksbank Lahr. Doch die unübersichtliche Programmvielfalt und Formalitäten schrecken viele Mittelständler ab. Orientierung im Förderdschungel bieten Sparkassen und der Verband der Volks- und Raiffeisenbanken, die zusammen fast 80 Prozent des staatlichen Geldsegens kanalisieren. „Messen Sie Ihre Hausbank daran, ob sie ihnen öffentliche Fördergelder vermittelt“, forderte Sparkassen-Vorstandsmitglied Thomas Joachimsen die Zuhörer auf. Zusammen mit dem Experten der Landesbank Baden-Württemberg Adam Schmik und dem Firmenkundenbetreuer Michael Kunz von der Volksbank machte er den Lahrer Mittelständlern Mut, die Gelder aus Brüssel, Berlin und Stuttgart abzuholen.