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23.06.2025 - Baumfällungen am Mietersheimer Fußballplatz und am Seepark erforderlich Weidenbohrer befällt Pappeln

Das Foto zeigt den Weidenbohrer.
Weidenbohrer befällt Pappeln
Quelle: Stadt Lahr
Der Forstbetrieb der Stadt Lahr muss auf dem Flurstück, das nördlich an den Mietersheimer Fußballplatz anschließt, Pappeln fällen. Ein Baumschädling – der aus dem Seepark bekannte Weidenbohrer – hat den Pappelbestand auf dieser Fläche angegriffen und für reichlich Totäste, Grünastabwurf, Pilzabfall und instabile Einzelbäume gesorgt.

Aufgrund der Nähe zum Sportplatz und zum Seepark ist der Eingriff zwingend erforderlich, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Gefahr drohender Baumstürze abzuwenden. Akut müssen Anfang Juli etwa 25 große Pappeln direkt nördlich des Sportplatzes gefällt werden. Eine weitere, weniger dringliche Entnahme entlang der Wege des Seeparks ist für Oktober vorgesehen; wie viele Bäume dann betroffen sein werden, ist noch offen. Die Bäume werden in den Innenbereich des Waldes gefällt, um die umliegenden Flächen vor Schäden zu schützen. Nicht vom Schädling befallenes Holz kann zum Teil als Alt- und Totholz auf der Fläche verbleiben und so als liegende Biomasse weiter eine ökologische Funktion erfüllen.

Die Stadtverwaltung hat vorab dem Amt für Waldwirtschaft und der Unteren

Naturschutzbehörde beim Landratsamt Ortenaukreis die fachliche Situation erläutert. Dort wurden gegen die Entnahme der Bäume keine Einwände vorgebracht. Insbesondere der Schutz von Saatkrähen ist nicht gefährdet, weil sich derzeit keine Brutkolonie von Saatkrähen oder sonstigen Rabenvögeln in den betroffenen Bäumen befindet.

Im gesamten Bereich besteht schon ein gewisser Bestand von naturverjüngten

Bäumen, die der Forstbetrieb pflegen und in ihrem Wuchs fördern wird. Ziel ist, die aufgrund der Fällung entstehenden Lücken so rasch wie möglich zu schließen. Der Forstbetrieb wird in diesem Wald angesichts des Schädlingsbefalls jedoch nicht mehr auf die Baumarten Pappeln und Weiden setzen, sondern die weniger empfindlichen und besser angepassten Baumarten Erle, Sumpfzypresse, Sumpfeiche, Moorbirke und Flatterulme ergänzen und fördern.

Eine Sperrung des Sportplatzes und eines Teils des Seeparks, die alternativ zur Baumfällung grundsätzlich möglich wäre, hält die Stadtverwaltung nicht für umsetzbar. Angesichts einer Baumwurflänge von mindestens 30 Metern müssten sowohl der Sportbetrieb auf dem Fußballplatz als auch der Freizeitbetrieb im betroffenen Teil des Seeparks eingestellt werden.