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28.05.2026 - Die Energie- und Wärmewendegesellschaft Lahr ist gegründet Stadt und Energieversorger gehen gemeinsamen Weg weiter

Gruppenbild von links: Lars Fischer, Klaus Preiser, Oberbürgermeister Markus Ibert, Dieter Singler, Martin Wenz und Bernhard Palm
Gründung der EWWL: Lars Fischer (Leiter Recht Badenova), Klaus Preiser (technischer Geschäftsführer Badenova Wärmeplus), Oberbürgermeister Markus Ibert, Dieter Singler (Amtsleiter Amt für Verwaltungsmanagement und Koordinierung, Stadt Lahr), Martin Wenz (Finanzvorstand E-Werk Mittelbaden) und Bernhard Palm (Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden)
Quelle: Stadt Lahr
Die Stadt Lahr, das E-Werk Mittelbaden und Badenova Wärmeplus haben gemeinsam die Energie- und Wärmewendegesellschaft Lahr GmbH (EWWL) gegründet. Zuvor hatten der Lahrer Gemeinderat sowie die Aufsichtsräte des E-Werks Mittelbaden und der Badenova dem Vorschlag zur Gründung zugestimmt.

Die Stadt Lahr will bis zum Jahr 2040 klimaneutrale Kommune werden. Ein Meilenstein auf diesem Weg ist der Kommunale Wärmeplan, den der Gemeinderat im März 2024 beschlossen hat. Konkrete Maßnahmen sollen unter anderem folgen, indem die Stadt, Badenova Wärmeplus – als Tochterunternehmen von Badenova verantwortlich vor allem für Erzeugung und Versorgung mit Wärme – und das E-Werk Mittelbaden künftig Vorhaben zur Erzeugung, Verteilung und Speicherung von Wärme und Strom gemeinsam entwickeln und umsetzen. Im nächsten Schritt wollen die Kooperationspartner unter dem Dach der EWWL eine Wärmenetzgesellschaft als Projektgesellschaft gründen und einen Transformationsplan für das Wärmenetz erarbeiten.

Die EWWL wird aus einer Verwaltungs-GmbH und mehreren Projektgesellschaften bestehen. An der Verwaltungs-GmbH beteiligt sich die Stadt Lahr mit 51 Prozent, die beiden kommunalen Energieversorger übernehmen jeweils 24,5 Prozent. Die Verwaltungs-GmbH soll die Geschäftsführung übernehmen und zentrale Managementleistungen in den Bereichen Finanzen, Personal und strategische Planung für die Projektgesellschaften, die das operative Geschäft verantworten und noch zu gründen sind, erbringen. In ihnen sind konkrete Vorhaben auf unterschiedlichen Feldern vorgesehen – darunter beispielsweise industrielle Abwärme, Photovoltaik, Windkraft, Biomasse, Geothermie oder Solarthermie. Dabei sind sie offen für Beteiligungen Dritter, wobei auch Bürgerbeteiligungsmodelle, beispielsweise über Genossenschaften, explizit möglich sind.

Die EWWL ist damit ein wesentliches Instrument zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Stadt Lahr: Die Partner wollen gemeinsam dazu beitragen, den Energieverbrauch für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Industrie und Gewerbe nachhaltiger zu gestalten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Markus Ibert, Oberbürgermeister der Stadt Lahr: „Für die Stadt Lahr ist es von herausragendem Wert, das E-Werk Mittelbaden und Badenova Wärmeplus als verlässliche und zukunftsorientierte kommunale Energie- und Wärmeversorger an ihrer Seite zu wissen. Diese Konstellation hat Vorbildcharakter. Die EWWL als gemeinsame Gesellschaft wird entscheidend dazu beitragen, dass unsere Stadt ihre klimapolitischen Ziele erreicht und auch für künftige Generationen lebenswert bleibt. Mit der Verwaltungs-GmbH ist der Rahmen geschaffen, den wir nun mit Projektgesellschaften auf unterschiedlichen Feldern mit Leben füllen werden.“

„Wir setzen uns für den Auf- und Ausbau der Wärmenetze in Lahr gemeinsam mit dem E-Werk Mittelbaden und der Stadt Lahr schon seit den 80er Jahren ein – früher als Stadtwerke Lahr, heute als Badenova Wärmeplus. Die Gründung der Energie- und Wärmewendegesellschaft Lahr sehen wir als Zeichen für die kontinuierliche Umsetzung der Wärmewende und für unser starkes Dreiergespann vor Ort: So können wir unsere Kräfte bündeln, Synergien nutzen und die Wärmewende schneller vorantreiben, als es uns getrennt möglich wäre“, betont Klaus Preiser, technischer Geschäftsführer von Badenova Wärmeplus.

Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden: „Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte. Das E-Werk Mittelbaden steht für die Energie-, Wärme- und Mobilitätswende in der Ortenau und nutzt hierfür gezielt die Sektorenkopplung, in dem wir beispielsweise KWK-Anlagen, Erneuerbare Energieerzeugung aus PV und Wind sowie Solarthermie und industrielle Abwärme bedarfsgerecht für unsere Kunden nutzen – bei gleichzeitiger Reduktion von CO2-Emissionen. Wir kooperieren ausschließlich mit regionalen Partnern, denn so behalten wir die Wertschöpfung in der Region und steigern deren Attraktivität.“