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03.05.2022 - Jürgen Knubbens Werke beleben die diesjährige Ausgabe von „Kunst in die Stadt!“ Skulpturen aus Stahl wie geometrische Formen

Obelisk II A, 2008, Stahl, 510 x 130 x 130 cm, WV 321
Obelisk II A, 2008, Stahl, 510 x 130 x 130 cm, WV 321
Quelle: Jürgen Knubben
Klare, mathematische Systeme, die auch für das ungeschulte Auge erkennbar sind bestimmen den Aufbau der Skulpturen des Bildhauers Jürgen Knubben. Sechs seiner Skulpturen werden vom 14. Mai bis 18. September an prominenten Standorten der historischen Lahrer Innenstadt zu sehen sein. Begleitend dazu werden vom 14 Mai bis zum 12. Juni kleinere Skulpturen in der Städtischen Galerie ausgestellt.

Das Kulturamt Lahr eröffnet die Ausstellung unter Anwesenheit des Künstlers am Samstag, 14. Mai um 11 Uhr in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus mit einer Einführung von Dr. Antje Lechleiter. Es begrüßt der Erste Bürgermeister der Stadt Lahr Guido Schöneboom. Nach der Einführung führen Jürgen Knubben und Dr. Antje Lechleiter zu den Skulpturen in der Innenstadt. Die Teilnahme und auch der Besuch der Ausstellung ist kostenlos
Bereits während seines Studiums der Theologie in Tübingen fing Knubben an, als Bildhauer tätig zu sein. Neben Einflüssen aus seinem Studium, fließen auch die Mathematik und Philosophie in seine Werke mit ein. Sie folgen einer greifbaren Gesetzmäßigkeit, die mit präziser Klarheit, die Visionen des Künstlers unterstützen. Der bekannte Bildhauer lädt bereits seit 1975 mit seinen Ausstellungen den Betrachterinnen und Betrachter zum Innehalten an. 
Die Reduktion auf das Wesentliche ist eine typische Eigenschaft, die Knubbens künstlerische Arbeit auszeichnet. Sie dient der Schärfung der Wahrnehmung im Gegensatz zu den alltäglichen Reizüberflutungen. Als Hauptwerkstoff dient ihm dabei Stahl, welches durch Oxidation einen Orangeton bekommt. 
Die knappen Benennungen der Skulpturen ohne jeglichen individuellen Einfluss, wie beispielsweise „Zwei Häuser“ und „Halbe Linse“ lassen zwar wenig für die Imagination übrig, bieten dafür aber einen umso größeren Spielraum für die eigene, individuelle Interpretation.
Kunst in die Stadt! ist der Titel einer Reihe, die das Kulturamt Lahr im Jahr 2000 unter Leitung des ehemaligen Kulturamtsleiter Gottfried Berger ins Leben gerufen hat. Mittels unterschiedlichster künstlerischer Medien, Materialien und Arbeitsstile sollen dadurch neue Wahrnehmungen vom gewohnten Stadtbild erzeugt, überrascht und neue Perspektiven eröffnet werden. Kunst wird dabei nicht auf der gepflegten grünen Wiese, sondern im öffentlichen Raum ausgestellt, mitten im Zentrum des städtischen Lebens. 

Säulen XII A und B, 2014, Stahl, jeweils 283 x 80 x 80 cm WV 411+412
Säulen XII A und B, 2014, Stahl, jeweils 283 x 80 x 80 cm WV 411+412
Quelle: Jürgen Knubben