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02.12.2021 - Fingerring-Nachbildung der Sulzer Goldschmiedin Isabell Kollmer Römischer Liebesbeweis im Museumsshop

Vor einem aufgeschlagenen Buch mit Abildungen historischer Ringe, hält eine Hand zwei Ringe (bronze und silber). Vor dem Buch liegen vier Rohlinge, zwei in Bronze, zwei in Silber.
Quelle: Isabell Kollmer
Wer zu Weihnachten noch ein besonderes Geschenk für die Liebste oder den Liebsten sucht, wird im Museumsshop des Lahrer Stadtmuseums in der Tonofenfabrik fündig: Ab sofort gibt es dort die Kopie eines römischen Liebesrings aus Silber oder Bronze mit der lateinischen Inschrift AMA/AMA – übersetzt: „Liebe mich, liebe mich!“ – für 99 Euro (Silber) oder 45 Euro (Bronze).

Für die Herstellung der Ringe hat sich die Goldschmiedin Isabell Kollmer aus Sulz von römischen Originalen aus Zugmantel bei Wiesbaden und aus dem englischen Wroxeter inspirieren lassen. Auch aus der Grabung Leopoldstraße in Lahr-Dinglingen ist ein Liebesring mit der Inschrift TIA/MO – übersetzt: „Ich liebe dich!“ – bekannt, der von Juli bis September 2021 in einer Sonderausstellung des Stadtmuseums ausgestellt war.

Isabell Kollmer bietet hochwertige Kopien und Interpretationen von originalen Emaille-Fibeln und Anhängern aus dem römischen Vicus Lahr-Dinglingen im Museumsshop des Stadtmuseums zum Verkauf an. Die gelernte Goldschmiedin ist begeistert vom technischen Know-how der Gallo-Römer und schwärmt von deren Emaillier-Technik: „Meine Handwerker-Vorfahren verfügten über ein hohes technisches, chemisches und physikalisches Wissen sowie über eine große Fingerfertigkeit und Ästhetik, die ich heute mühevoll nachmache oder neu erfinde. Mein Antrieb ist die Neugier und der Wunsch, ihre Fertigkeit und Stilsicherheit zu erlangen.“

Im kommenden Jahr möchte Isabell Kollmer auch Jugendlichen das Schmuckhandwerk in Workshops näherbringen. Der erste findet am Samstag, 4. Juni 2022, von 14 bis 17 Uhr auf der Römeranlage statt. In ihrer Freizeit engagiert sich Kollmer im Arbeitskreis Gallo-römisches Leben Lahr-Dinglingen, in dem sie die Schmuckgruppe „ORNAMENTVM ABNOBAE“ leitet und in der Töpfergruppe mitwirkt. Gemeinsam mit Dr. Luzian Taeger möchte sie ihr Wissen an junge Interessierte weitergeben und freut sich über Mitwirkende.

Beim Besuch des Stadtmuseums und des Museumsshops gelten die aktuellen Coronaregeln. In der momentanen Alarmstufe II sind das die sogenannten 2G – die Besucherinnen und Besucher müssen nachweislich genesen oder geimpft sein. Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung. Die pandemische Lage ist dynamisch, die Regeln können sich kurzfristig ändern. Die Gäste werden gebeten, sich am Tag des Museumsbesuchs über die aktuell gültigen Regeln zu informieren.