22.11.2024 - Weitere Freiwillige zur Betreuung von Menschen mit Demenz ausgebildet
Pflegende Angehörige entlasten
Erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulung für Betreuung von Menschen mit Demenz
Quelle: Stadt Lahr
30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben erfolgreich die Schulung zur Betreuung von Menschen mit Demenz abgeschlossen. Sie arbeiten nun in den Besuchsdiensten und Betreuungsgruppen im Rahmen des Projekts „Zeit für mich!“ mit – ein weiterer Schritt, um Angehörige dementiell erkrankter Menschen ein Stück weit zu entlasten.
Die Betreuung von Menschen mit Demenz ist für Angehörige eine enorme Herausforderung. Mit dem Angebot „Zeit für mich!“ hat das Netzwerk Demenz Angebote zur Entlastung der Angehörigen geschaffen: Geschulte freiwillige Helferinnen und Helfer betreuen die Erkrankten individuell zu Hause und in Betreuungsgruppen. Seit 2005 wurden mehr als 380 Frauen und Männer für die Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen geschult.
Beatrice Meyer, Poolmanagerin des Projekts „Zeit für mich!“ bei der Stadt Lahr, hat den 30 Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmern die Zertifikate überreicht. Die Schulung fand in Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule für Pflege Nonnenweier statt. „Zeit für mich!“ steht allen Bürgerinnen und Bürgern aus dem Raum Lahr zur Verfügung. Dieser umfasst die Städte und Gemeinden Lahr, Ettenheim, Mahlberg, Friesenheim, Kappel-Grafenhausen, Kippenheim, Meißenheim, Neuried, Ringsheim, Rust, Schuttertal, Schwanau und Seelbach.
Im Laufe der Schulung hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den grundsätzlichen Veränderungen im Alter auseinandergesetzt. Sie erhielten Einblick in das Krankheitsbild Demenz, lernten, worauf im Umgang mit dementiell Erkrankten zu achten ist und wie diese in ihren noch vorhandenen Kompetenzen durch Spiele, Musik und Erinnerungspflege gefördert werden können. Eine wichtige Botschaft für die Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer war, dass ihnen eine gute Betreuung nur gelingen kann, wenn sie die eigenen Ressourcen im Blick behalten und sich nicht überfordern. Darüber hinaus erhielten sie hilfreiche Tipps für den Umgang mit Rollstuhl und Rollator.
Die Referentinnen Svenja Schwörer, Lehrerin für Pflegeberufe an der Berufsfachschule für Pflege Nonnenweier, Raphaela Krug, Schulassistentin und Fachkraft für Gerontopsychiatrie, und Petra Hoedle, Schulassistentin und Palliative-Care-Fachkraft, präsentierten die Themen der Schulungsreihe informativ, praxisnah und abwechslungsreich.
Das Schulungsangebot wurde in Zusammenarbeit mit der Sozialplanung des Ortenaukreises, den Wohlfahrtsverbänden, der Arbeitsgemeinschaft (AG) Pflege und Versorgung Lahr und dem Netzwerk Demenz entwickelt. Organisation und Begleitung liegen bei allen Freiwilligenschulungen in der Hand des Netzwerks Demenz. Zum Netzwerk gehören der Kreisverband Ortenau der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Pflegestützpunkt Ortenaukreis – Außenstelle Lahr, das AWO Seniorenzentrum Ludwig-Frank-Haus, die Diakoniestation Lahr, das Mehrgenerationenhaus Lahr und die Nachbarschaftshilfen (NBH) Ettenheim, Friesenheim, Kappel/Grafenhausen/Rust, Kippenheim/Mahlberg, Lahr, Schwanau, Schuttertal und Seelbach.