20.04.2018 - Projekt für mehr Zivilcourage
Neue Schutzengel gesucht
Seit 2015 ist in Lahr das Projekt Schutzengel initiiert. Junge Menschen werden hierbei zu sogenannten „Schutzengeln“ ausgebildet, für den richtigen Umgang mit kritischen Situationen trainiert und erhalten Tipps, wie derartige Tendenzen von vorneherein vermieden werden können.
Nachdem mit einer geschlossenen Gruppe junger Menschen erste Erfahrungen gesammelt wurden, sind nun alle weiteren interessierten Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren eingeladen, sich dem Projekt anzuschließen. Verpflichtend für die Projektteilnahme ist ein sechsstündiger Workshop. Der nächste Termin ist am Samstag, 28. April 2018, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Anmeldungen sind über die Homepage der Stadt Lahr unter www.lahr.de/schutzengel möglich. Der Besuch aller weiteren Workshops und Veranstaltungen erfolgt auf freiwilliger Basis und im Rahmen der verfügbaren Zeit. Für die Teilnahme am Basis-Workshop wird ein Zertifikat ausgehändigt, welches auch für Bewerbungen verwendet werden kann.
Das Ziel des Projekts besteht darin, dass die Schutzengel später im eigenen Umfeld oder Freundeskreis in der richtigen Art und Weise einschreiten können, wenn sich zum Beispiel ein Freund oder eine Freundin alkoholisiert ans Steuer setzen möchte oder aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums aggressiv wird. Neben einer deeskalierenden Kommunikation lernen die Schutzengel, was bei einem bewussten Umgang mit Alkohol zu beachten ist oder wie man im Ernstfall richtig Hilfe holt. Auch das Trainieren eines sicheren Auftretens und einer bewussten Körpersprache sind in der Schutzengelausbildung enthalten. Bei allem wird großen Wert darauf gelegt, dass sich die Helfer nicht selbst gefährden. Auf entsprechenden Wunsch hin, können die Schutzengel auch einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, der auch für den Führerscheinerwerb anerkannt ist.
Das Projekt Schutzengel ist eine Kooperation zwischen der Stadtverwaltung Lahr, der Polizei und verschiedenen weiteren Projektpartnern, wie der Sozialen Rechtspflege Ortenau oder der AGJ-Suchtberatung.
Für Rückfragen zum Projekt steht Lucia Vogt, Leiterin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung, unter Tel. 07821 / 910 0320 zur Verfügung.