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30.08.2018 - „Mein Beitrag ist die Achtsamkeit“

Landesgartenschau-Führerin Caroline Burkart führt den eigenen Garten vor. Frau steht vor begrünter Gartenmauer.
Landesgartenschau-Führerin Caroline Burkart führt den eigenen Garten vor
Quelle: Stadt Lahr, Michael Dutschke
Anlässlich des 25. Jahrestags des Beitritts der Stadt zum Klimabündnis prämiert die Stabsstelle Umwelt Klimaschutzaktivitäten, die Lahrer Bürgerinnen und Bürger in ihrem Alltag umsetzen. „Mein Beitrag ist die Achtsamkeit“ sagt Caroline Burkart

„Kann man das eigentlich – das Klima schützen?“, fragt Caroline Burkart provokant, denn eigentlich gehe es doch um das Leben der Menschen. Energie sei für sie schon wichtig, aber nicht, um sie zu „sparen“ – ein anderer Begriff, mit dem die Lahrerin nicht viel anfangen kann. Sie möchte vielmehr Energie sinnvoll nutzen. Sie wohnt mit ihrem Mann Thomas, einem Steuerberater, in einem alten Innenstadthaus zur Miete, fernab von modernen Energiestandards. Da spielt das eigene Verhalten eine große Rolle. Klar dass das Ehepaar Burkart nur zertifiziert erneuerbaren Strom bezieht. Im Sommer schalten sie die elektrischen Wasserboiler ab, und Licht brennt nur da, wo man es braucht. Im Winter kommen dicke Vorhänge vor die Fenster, um die Wärme zu halten, die Türspalte werden abgedichtet und wenn’s doch zu kalt ist, ziehen sie lieber einen Pulli mehr an, bevor sie am Heizungsknopf drehen. Nein, all das habe nichts mit Energiesparen zu tun, insistiert Caroline Burkart, einfach mit Achtsamkeit. „Wer auf seinen gesunden Menschenverstand achtet, kann gar nicht anders handeln.“ Genauso gibt sie das auch an ihre beiden Enkelsöhne weiter, der eine drei, der andere fünf, die sehr oft bei ihr sind. Obgleich sie ein Auto besitzt, fährt sie mit den Enkeln meistens Fahrrad, Bus oder Bahn, „einfach weil’s mehr Spaß macht“.

 

Die ehemalige Shiatsu-Praktikerin Burkart hat Anfang dieses Jahres ihre Praxis aufgegeben, um sich neue Herausforderungen zu suchen. Derzeit macht sie ehrenamtlich Besucherführungen über die Landesgartenschau. „Durch die Führungen habe ich noch mehr Gefühl für Energie und Umwelt entwickelt“, beobachtet sie. Sie komme mit so vielen Leuten ins Gespräch. So sei es doch beeindruckend, dass etwa die mit Photovoltaikzellen besetzte Solarblume, die das E-Werk Mittelbaden auf der Gartenschau ausstellt, den Strombedarf eines ganzen Haushalts decken könne. Besonders wichtig findet sie, die Natur zu erhalten, die wir Menschen doch zum Leben brauchten. Auf ihren Führungen macht sie ihren Zuhörern bewusst, dass in der Ortenau Tag für Tag 2600 Quadratmeter Land für Siedlungs- und Verkehrsfläche verbraucht werden.

 

Gerade das Grün in Lahr sei wichtig für ihr Lebensgefühl, die vielen Bäume und Parks. Obgleich sie mitten in der Stadt wohnt, hat sie einen kleinen Garten hinter dem Haus, mit vielen Blumen, einer Schaukel für die Enkel und einem Feigenbaum, dessen Früchte sie sich mit den Vögeln teilt. Die Achtsamkeit im Handeln, im Großen wie im Kleinen, so Burkart, nur sie könne die Welt besser machen.

 

Bis Ende August sind Lahrer Bürgerinnen und Bürger aufgerufen zu berichten, was sie in ihrem Leben verändert haben, um das Klima zu schützen. Noch gibt es einige Familien-Tageskarten für die Landesgartenschau zu gewinnen.

 

Einsendungen unter Stichwort „Klima25“ an klima@lahr.de oder per Post an Stabsstelle Umwelt, Rathausplatz 7, 77399 Lahr.