05.10.2026 - Lahrer Oberbürgermeister leitet grenzüberschreitenden Zweckverband
Markus Ibert als Vis-à-Vis-Vorsitzender bestätigt
Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert bleibt Vorsitzender des grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverbands Vis-à-Vis
Quelle: Michael Bode/Stadt Lahr
Zum vierten Mal in Folge ist Markus Ibert als Vorsitzender des grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverbands Vis-à-Vis bestätigt worden. Seit seinem Amtsantritt als Lahrer Oberbürgermeister am 1. November 2019 leitet er den Verband, dessen Kernaufgabe es ist, die Menschen auf beiden Seiten des Rheins näher zusammenzubringen und den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum zu gestalten.
Die Mitglieder des Vorstands und der Verbandsversammlung haben Markus Ibert in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig wiedergewählt. Nach den Kommunalwahlen 2026 in Frankreich war die Verbandsversammlung zudem durch neu entsandte Delegierte aus den französischen Mitgliedskommunen komplettiert worden. Neue Stellvertreterin von Markus Ibert ist Laurence Gruhn-Kunz, die neue stellvertretende Bürgermeisterin aus dem französischen Erstein. Damit ist der Verband für die kommende Amtszeit personell neu aufgestellt und hat zugleich die Kontinuität bei der Fortführung der begonnenen Projekte gesichert.
In der Sitzung wurde kritisch hinterfragt, inwieweit der Zweckverband neben den bestehenden Strukturen des größeren Eurodistricts Strasbourg-Ortenau seine Daseinsberechtigung habe. Die Akteurinnen und Akteure stellten jedoch einmal mehr klar, dass der Zweckverband Vis-à-Vis ein wichtiges Bindeglied direkt an der Basis ist. Der Eurodistrict hat hingegen insbesondere die übergeordnete, strategische Metropolregion im Blick. „Wir wirken unmittelbarer in der Grenzregion und sind direkt an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ausgerichtet“, so Ibert zur Bedeutung des Zweckverbands. „Genau hier, im kleinen Grenzverkehr, zeigt sich, wie gut das Zusammenleben über den Rhein hinweg im Alltag funktioniert.“
Beim Projekt „Umweltverbundbrücke“ – eine Brücke über den Rhein im Raum Schwanau/Gerstheim für Fuß- und Radverkehr sowie für den öffentlichen Linienverkehr – fehlt derzeit unverändert die Zustimmung von Schwanau zur Durchfahrt von Bussen. Die grenzüberschreitende Infrastruktur spielt jedoch weiterhin eine wichtige Rolle in der Verbandsarbeit. Gesetzt ist der Vis-à-Vis-Bus, der in diesem Jahr noch bis einschließlich Samstag, 19. Dezember 2026, regelmäßig samstags verkehrt. Ebenso wird weiter daran gearbeitet, die Rheinüberquerung für Radfahrerinnen und Radfahrer durch Optimierung des Radwegs entlang des bestehenden Rheindamms zu verbessern.
Einigkeit bestand darüber, die Kernaufgaben des Zweckverbands zur Stärkung des gemeinsamen Lebensraums wieder mehr in den Fokus der Verbandsarbeit zu rücken. In einem Atelier, das voraussichtlich im Dezember 2026 in Erstein stattfinden wird, sollen konkrete Projekt entwickelt sowie Schwerpunkte der künftigen Arbeit gesetzt werden. Ziel ist, eine gemeinsame Agenda für die kommenden Jahre zu erarbeiten.
Der grenzüberschreitende örtliche Zweckverband Vis-à-Vis ist der Zusammenschluss aus den acht badischen Kommunen Friesenheim, Kappel-Grafenhausen, Kippenheim, Lahr, Meißenheim, Ringsheim, Rust und Schwanau sowie 28 Kommunen des elsässischen Gemeindeverbands des Kantons Erstein. Gemeinsam vertreten sie einen grenzüberschreitenden Raum mit rund 140.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.