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19.10.2017 - Mundartpreis der Mediathek Lahrer Murre 2017 verliehen

Auf dem Bild sind die Gewinner der Lahrer Murre zu sehen, von links: Simone Schneider, Erster Bürgermeister Guido Schöneboom, Anita Vogel, Moritz Müller, die Leiterin der Lahrer Mediathek, Birgit König, und Beate Reiner. Es fehlt Wendelinus Wurth.
Preisträger-Foto von links nach rechts: Simone Schneider, EBM Guido Schöneboom, Anita Vogel, Moritz Müller, Birgit König, Beate Reiner
Quelle: Stadt Lahr
Bereits zum dritten Mal hatte die Mediathek aufgerufen, Texte in alemannischer Sprache in den Kategorien Prosa oder Lyrik zum Lahrer Mundartwettbewerb einzureichen. Die Jury-Mitglieder Stefan Pflaum, Ludwig Hillenbrand und Ulrike Derndinger suchten aus der Fülle der eingegangenen Beiträge die jeweils besten für die Prämierung heraus. Sowohl in der Sparte Lyrik als auch in der Prosa werden je ein erster und ein zweiter Preis vergeben.

Die Preisträger in der Kategorie Lyrik waren Beate Reiner aus Furtwangen für ihr Gedicht "Tauwetter"  und Anita Vogel aus Kappelrodeck mit einer lyrischen Beobachtung der kommerziellen Verwertung des Mummelsees. Für ihren Prosatext "D Noochberi" über eine kleine, genügsame Dorfnachbarin wurde Simone Schneider aus Friesenheim mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Wendelinus Wurth aus Gutach wurde der zweite Preis zugesprochen für seinen Text über eine Vater-Sohn-Beziehung mit dem Titel "Wasserschess".

Mundartpreis "Lahrer Murre", geschnitzt vom Elzacher Holzschnitzer Adrian Burger.
Mundartpreis "Lahrer Murre" geschnitzt vom Elzacher Holzschnitzer Adrian Burger
Quelle: Stadt Lahr

Eine Sonderpreis erhielt der elfjährige Moritz Müller aus Oberkirch für seine Geschichte, in der er über eine Brunnenreparatur berichtet, die sein Vater und sein Großvater ausführten und ihm dabei vermittelten, woran die Natur zeigt, dass ein Trinkwasser erstklassig ist - durch das Auftreten kleiner Molche, der "Brunnenmütterle".

 

Die „Lahrer Murre“ – eigentlich ein Gebäck, wurde vom Elzacher Holzschnitzer Adrian Burger handgefertigt. Die Preisverleihung wurde von Heinz Siebold moderiert und von Helmut Dold mit Gesang und Trompete abgerundet.