06.12.2019 - Zukunft gestalten – fair handeln!
Lahr möchte Fairtrade Kommune werden und sucht weitere Partner
In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum sowie gerechtere Handelsstrukturen. Auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle.
Und auch bei der städtischen Beschaffung werden die Angebote nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach Kriterien der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit ausgewählt und bewertet.
Initiiert von der Lokalen Agenda 21-Gruppe Zukunftsfähige Welt gibt es seit einiger Zeit die Kampagne zur Auszeichnung der Stadt Lahr als Fairtrade Kommune. Bei der Kampagne geht es darum, den Fairen Handel und seine guten Wirkungen bekannter zu machen und dazu beizutragen, die Welt ein bisschen gerechter zu machen.
Die schon bestehenden 660 Fairtrade Kommunen fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimat stark machen. Der Faire Handel fördert gezielt die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien und deren Selbsthilfeinitiativen. Mit dem Kauf von fairen Produkten können Konsumenten einen konkreten Beitrag zur Stärkung von Bauern und Beschäftigten leisten.
Auch in Lahr gibt es schon viele Geschäfte, Gaststätten, Schulen, Vereine und Kirchengemeinden die sich engagieren und faire Produkte, zum Beispiel Nahrungsmittel, Bekleidung und Blumen verkaufen oder selber nutzen.
Die Lahrer Steuerungsgruppe erstellt die Unterlagen für die Bewerbung als Fairtrade Kommune und sucht noch weitere Partner, die sich beteiligen möchten. Gastronomen und Einzelhändler, die Fairtrade-Produkte anbieten, können dadurch der steigenden Nachfrage der Kundinnen und Kunden nachkommen. Vereine, Gruppen oder andere Einrichtungen können beispielsweise auf fair gehandelten Kaffee oder Tee umsteigen und diesen bei Veranstaltung oder Sitzungen ausschenken. Kirchengemeinden könnten Bildungsangebote oder Infoveranstaltungen zum Thema Fairer Handel organisieren. Auch Bekleidung aus Fairtrade-Baumwolle ist eine Idee für Vereine. Sportvereine können zudem Bälle aus fairem Handel einsetzen.
Wer sich schon engagiert oder sich engagieren möchte und noch weitere Informationen benötigt, kann sich bei Christof Fischer-Rimpf, dem Sprecher der Steuerungsgruppe und der Lokalen Agenda-21 Gruppe Zukunftsfähiges Lahr melden: agenda@konzept-projekt.de. Rückmeldungen sind erwünscht bis Dienstag, 31. Dezember 2019.