27.04.2023 - Berührend, aufwühlend, aktuell und amüsant – Theater und klassische Musik in drei Reihen
Kulturamt stellt Abo-Programm 2023/2024 vor
v.l.n.r.: Vorstandvorsitzender Volksbank Lahr Peter Rottenecker, Hildegard Scherrmann und Valerie Silberer (Kulturamt Lahr), Erster Bürgermeister Guido Schöneboom
Quelle: Stadt Lahr
Das Lahrer Abo-Programm für die Spielzeit 2023/2024 haben die stellvertretende Kulturamtsleiterin Valerie Silberer und Erster Bürgermeister Guido Schöneboom gemeinsam mit Peter Rottenecker von der Volksbank Lahr am Donnerstag, 27. April 2023, im Alten Rathaus vorgestellt. Drei Reihen bieten berührende, aufwühlende, aktuelle und amüsante Veranstaltungen.
StadtTheater Lahr – von modern inszenierten Klassikern bis zu aktuellen Bestellern
Die siebenteilige Reihe „StadtTheater“ Lahr startet am Dienstag, 24. Oktober 2023, mit dem Schauspiel „Mephisto“ nach Klaus Mann in die neue Spielzeit. Das Neue Globe Theater erzählt die Geschichte von hin und hergerissenen jungen Menschen und Künstlern, die während des Nationalsozialismus vor der Entscheidung stehen, zu gehen oder zu bleiben, zu spielen oder zu schweigen.
Um das Leben in totalitären Systemen geht es in „1984“. In seiner Dystopie zeichnete George Orwell bereits 1948 ein düsteres Bild von Propaganda, ständiger Überwachung und mangelnder Meinungsfreiheit. In einer Bearbeitung von Alan Lyddiard bringt das a.gon Theater München den Klassiker der Weltliteratur am Dienstag, 28. November 2023, als Schauspiel auf die Bühne des Parktheaters. Ein Höhepunkt im Programm: Schöneboom ist gespannt „auf die Bearbeitung des Themas für die Bühne“, zumal er den Film mehrfach gesehen hat und „man sich ja mitunter tatsächlich verfolgt fühlt“. Und auch Silberer erwartet den „Klassiker, so nah am Puls der Zeit“ mit Neugier.
Alles andere als besinnlich geht es in dem Schauspiel von Daniel Kehlmann „Heilig Abend“, gezeigt von Eurostudio Landgraf am Dienstag, 12. Dezember 2023 zu. Der TV- bekannte Schauspieler Wanja Mues (u.a. „Die Bourne-Verschwörung“) liefert sich mit seiner Schauspielkollegin Jaqueline Macaulay eine beeindruckende und spannende Redeschlacht über die Deutung von Fakten, Freiheit, Recht und Unrecht.
Das Theater Pforzheim überführt am Dienstag, 6. Februar 2024, mit Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ den Grimmschen Märchenklassiker in die Moderne – mit Baumarkt und Donut-Laden.
Am Dienstag, 20. Februar 2024, möchte auch Schöneboom unter den Besuchern im Parktheater sein, wenn die „Cum Ex Papers“ auf dem Programm stehen. „Ein Schauspiel auf Grundlage von aktuellen Rechercheergebnissen, das könnte interessant sein,“ so der Erste Bürgermeister. Der Regisseur Helge Schmidt erhielt für die moderne Inszenierung dieses Wirtschaftsthrillers über die Parallelgesellschaft eines entfesselten Finanzwesens den Theaterpreis „Faust 2019“ in der Kategorie „Regie Schauspiel“.
Ein weiteres prominentes Gesicht erwartet das Publikum in der Komödie „Schtonk!“ nach dem Film von Helmut Dietl am Dienstag, 12. März 2024. Luc Feit (u.a. „Tatort“ und „Im Westen nichts Neues“, Netflix) spielt Hermann Willié, die Hauptfigur in dem bis heute größten Presseskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Die Reihe „StadtTheater Lahr“ endet am Dienstag, 23. April 2024, mit dem Theaterstück „Alte Sorten“ nach dem Bestseller von Ewald Arenz. In der Geschichte um zwei einsame und freiheitsliebende Frauen wechseln sich spannende, fast krimihafte Elemente, leise und lichte Momente, hochdramatische Ereignisse und hoffnungsvolle Augenblicke ab. Silberer freut sich, „den aktuellen Bestseller von 2019 bereits als Bühnenversion präsentieren“ zu können.
LahrBoulevard – prominente Gesichter und pointenreiche Geschichten
Der mehrfach preisgekörnte Film „Das perfekte Geheimnis / Perfetti Sconoscuiti“ von Paolo Genevese ist die Vorlage für das Schauspiel mit gleichnamigem deutschem Titel, das am Freitag, 6. Oktober 2023, die vierteilige Reihe „LahrBoulevard“ eröffnet. Das Stück handelt von den kleinen und großen Geheimnissen, die ans Licht kommen, weil das Smartphone das Leben gläsern macht. Mit Saskia Valencia und Armin Köstler stehen unter anderem zwei prominente Gesichter aus Film und Fernsehen auf der Bühne.
Mit prominenter Besetzung geht es auch am Freitag, 26. Januar 2024, bei der Komödie „Die Modernisierung meiner Mutter“ nach Texten von Bov Bjerg weiter. Der frustrierte und in die Krise geratene Berliner Autor Rolf sucht sich therapeutischen Beistand und erhält diesen in Gestalt der hochmodernen, aber noch nicht ganz ausgereiften Selbstfindungs-App „Cube“. Götz Schubert (u.a. „Tatort“, „“Wolfsland“) einer von Schönebooms „Lieblingsschauspielern“ spielt den Autor Rolf.
Die französische „Feelgood-Komödie“ „Willkommen im Hotel Mama“ nach dem Kinofilm von Héctor Cabello Reyes und Éric Lavaine feiert am Freitag, 8. März 2024, ihre Wiederaufnahmepremiere im Lahrer Parktheater. Die TV-bekannte Anja Klawun spielt darin die frisch gekündigte Architektin Stephanie, der nichts anderes übrigbleibt, als mit Mitte Vierzig zurück zur Mutter zu ziehen.
Eine weitere Wiederaufnahmepremiere feiert das Tournee-Theater Thespiskarren mit seinem Schauspiel „Spatz und Engel“ am Samstag, 20. April 2024, im Lahrer Parktheater. Die musikalische Hommage mit Musik von Daniel Große Boymann und Thomas Kahry beleuchtet die enge Freundschaft zwischen den beiden Sängerinnen Edith Piaf und Marlene Dietrich. Die Reihe „LahrBoulevard“ wird gefördert durch die Volksbank Lahr.
SymphonieKonzerte – große Orchester, hochkarätige Musiker und international bekannte Dirigenten
Bei dem ersten Konzert der dreiteiligen Reihe „SymphonieKonzerte“ schwingt einer der international gefragtesten Dirigenten seiner Generation den Taktstock: Dan Ettinger, der zugleich Chefdirigent der Stuttgarter Philharmoniker und des Israel Symphony Orchestras, Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Stuttgart und Music Director der Israeli Opera in Tel Aviv ist, dirigiert auch regelmäßig an den renommiertesten internationalen Opernhäusern.
Die Stuttgarter Philharmoniker spielen am Freitag, 27. Oktober 2023, unter ihm Joseph Haydns Sinfonia concertante B-Dur, Franz Schuberts Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485 und eine Streichorchesterfassung von Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“
Die Nürnberger Symphoniker sind am Freitag, 1. März 2024, mit dem Dirigenten Martin Rajna und dem Pianisten Benjamin Moser zu Gast in Lahr – beide hochgelobt. Gespielt wird Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23 und Jean Sibelius‘ 2. Symphonie D-Dur op. 43.
Die Württembergische Philharmonie Reutlingen gastiert am Freitag, 26. April 2024, mit einem Rhapsodien-Konzert unter der Chefdirigentin Ariane Matiakh und mit dem Solisten Adam Ambarzumjan in Lahr. Silberers persönliches Highlight des neuen Abo-Programms. Sie freut sich „besonders auf Ambarzumjans Klang der Klarinette bei diesem Konzert.“
Abonnements
Neue Abonnements können ab Dienstag, 20. Juni 2023, im KulTourBüro im Alten Rathaus abgeschlossen werden, Kündigungen sind bis zum 31. Mai 2023 möglich.
Wahl-Abonnenten können ab dem 5. September 2023 während der gesamten Spielzeit im KulTourBüro Eintrittskarten für die Reihen-Veranstaltungen kaufen. Wahl-Abonnenten, die für ihre acht oder elf Veranstaltungen die beste Auswahl an Sitzplätzenhaben wollen, oder die gleich alle Schecks auf einmal einlösen wollen, empfiehlt das Kulturamt, die Frühbuchungsfrist in der Zeit vom 5. bis 16. September 2023 zu nutzen.
Der freie Verkauf von Einzeltickets der Abo-Reihen-Veranstaltungen 2022/2023 beginnt am Dienstag, 19. September 2023.
Das KulTourBüro ist dienstags bis freitags von 10 bis 16.30 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Tel. 07821 / 9502 10, E-Mail kultour@lahr.de.
Näheres über Preise und verschiedene Abo-Möglichkeiten enthält auch das aktuelle Abo-Programmheft, das ab sofort am Alten Rathaus vor dem KulTourBüro ausliegt. Die Mitarbeiterinnen des KulTourBüros senden es auf Wunsch auch gerne per Post zu.