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21.06.2017 - Lang erwartete Totenkopfäffchen treten die Reise von Holland an Herr Nilsson und Kollegen ziehen im Lahrer Stadtpark ein

Die lang ersehnten Äffchen für das neu entstandene Gehege im Lahrer Stadtpark sind in Lahr angekommen.

Am Dienstag hat sich Richard Sottru, Leiter der Abteilung Öffentliches Grün und Umwelt bei der Stadt Lahr, schon früh morgens auf die Reise nach Holland gemacht, um die Tiere abzuholen. Sie kommen vom Affenpark in Apenheul (NL). Von den 34 dort lebenden Affengattungen bewegen sich 15 frei zwischen den Besuchern. Bei fast allen Arten kann die Anlage mit eigenem Nachwuchs aufwarten.

Auf dem Bild sind Dsiree Flokstra (links) vom Zoo Apenheul in Holland und Cathleen Tzschoch (rechts) vom Stadtpark Lahr mit den Totenkopfäffchen zu sehen. Die beiden Frauen hocken auf dem Boden in einer bewaldeten Umgebung. Vor ihnen tummeln sich die Äffchen.
Die Saimiris mit den Pflegerinnen Desiree Flokstra und Cathleen Tzschoch

Aus dem Nachwuchs der Saimiris, den Totenkopfäffchen, ziehen nun acht Tiere im Lahrer Stadtpark ein. Sie wurden in Apenheul schon vor einigen Wochen zu einer Gruppe sozialisiert. Am Mittwoch haben sie die Reise nach Lahr angetreten. Mit nach Lahr gekommen, ist auch Desiree Lokstra, die in Apenheul die Saimiris betreut und die Gruppe für Lahr geformt hat. Sie wird den ersten Tag der Äffchen in Lahr begleiten. Auch die Stadtpark-Tierpflegerin Cathleen Tzschoch hat in Apenheul schon einen Tag mit den Tieren gearbeitet.

Die ursprüngliche Heimat der Saimiris ist in Bolivien und Peru. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten, Früchten, Samen und Baumknospen. Die sehr lebhaften Tiere, die als "Herr Nielsson" aus den Geschichten von Pipi Langstrumpf bekannt sind, kommunizieren untereinander mit mehr als 20 verschiedenen Lauten.

Anders als aus den Kindergeschichten von Astrid Lindgren vielleicht erwartet wird, handelt es sich auch bei diesen possierlichen Tieren um Wildtiere. Richard Sottru weißt deshalb ausdrücklich darauf hin: „Das bedeutet, dass man auf keinen Fall versuchen sollte in direkten Kontakt mit den Äffchen zu kommen, beispielsweise indem man den Finger durchs Gitter steckt. Das würde zwangsläufig mit einem sehr schmerzhaften Biss enden.“

 

Wie bei allen Tieren im Stadtpark, gilt auch bei den Saimiris, dass man sie nicht füttern darf. Das darf nur der Tierpfleger, der für jedes Tier eine spezielle, der Gesundheit des Tieres zuträgliche, Ernährung zubereitet.