Die globale wirtschaftliche Situation führt bei den Kommunen entsprechend der Mai-Steuerschätzung 2026 im Vergleich zur Herbst-Steuerschätzung zu massiven Ausfällen der Steuereinnahmen. Demnach werden den Kommunen in Baden-Württemberg im Vergleich zur Herbst-Steuerschätzung in den Jahren 2026, 2027 und 2028 jeweils eine Milliarde Euro weniger an Steuereinnahmen zur Verfügung stehen. Davon entfallen 85 Prozent auf die Gewerbesteuer.
In Lahr ist insbesondere mit Ausfällen bei den Gewerbesteuererträgen in Höhe von aktuell zehn Millionen Euro zu rechnen, vor allem aufgrund von Rückzahlungen und Anpassungen von Vorauszahlungen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass von diesem Fehlbetrag bis Jahresende etwa zwei Millionen Euro im Gesamthaushalt kompensiert werden können. Damit verbleibt ein Delta von acht Millionen Euro, sodass sich das Defizit im Ergebnishaushalt von 1,5 Millionen Euro, mit dem die Stadt Lahr für 2026 geplant hatte, auf 9,5 Millionen Euro deutlich zu erhöhen droht. Die Haushaltssperre ist deshalb erforderlich, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt sicherzustellen.