Lahrer Zeitungen, Badische Zeitung, Lahrer Zeitung, Lahrer Anzeiger

30.10.2018 - Das Blumen- und Kulturfestival zieht eine positive Zwischenbilanz Halbzeit der Chrysanthema in voller Blüte

Große pinkfarbene Chrysanthemen-Pyramiden stehen an einem Holzbohlenweg, der auf der Grünfläche im Rathaus-Innenhof zur Chrysanthema angelegt wurde. Über den Büschen hängt ein Holzschild mit der Aufschrift "Ahajute und der Wolkenfresser"
farebenfroh kommt auch der Rathaus-Hof zur Chrysanthema daher
Quelle: Stadt Lahr
„Danke an alle Beteiligten für einen so besonderen Blumenhöhepunkt“, schreibt Renate F. aus Cottbus. Dieser Dank reiht sich in zahlreiche Dankesmails an die Stadtverwaltung, die in den vergangenen Wochen mit großem Engagement die 21. Chrysanthema vorbereitet hat.

Zur Mitte des Blumen- und Kulturfestivals stehen Chrysanthemen-Büsche, -Pyramiden sowie Kaskaden und japanische Sonderkulturen, wie langstielige Eintrieber oder Chrysanthemen-Bonsais in üppiger Farbenpracht. Für all jene, die bereits auf der Chrysanthema waren, locken ab Mittwoch vier neue Blütenwagen und attraktive Konzerte zu einem weiteren Besuch.

„Für große Begeisterung sorgen neben den begehbare Flächenbeeten, wie das Beet der Partnerstadt Dole, die Arrangements am Urteilsplatz“, resümiert Richard Sottru, Leiter der Abteilung Grün und Umwelt. „Die Chrysanthemen-Bonsais sind in diesem Jahr für mich persönlich der gärtnerische Höhepunkt“.

Über 500 Besucher haben in der ersten Woche die Sonderausstellung „da bewegt sich was!“ mit Werken angehender Grafikdesigner der Gewerblichen Schule Lahr im Stiftsschaffneikeller besucht. Mit großem Interesse wurden grafische, typografische und fotografische Umsetzungen des diesjährigen Mottos „wächst. lebt. bewegt.“ besichtigt.

Das Organisationsteam der bundesweit einzigartigen Chrysanthema rund um Friederike Ohnemus, Martina Mundinger und Richard Sottru ist überaus zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Blumen- und Kulturfestivals.

Die gezielte Bewerbung des Elsass lockte bereits in den ersten Tagen zahlreiche Besucher aus dem Nachbarland nach Lahr. Dies spürten insbesondere die Mitarbeiterinnen an dem Informations- und Verkaufsstand der Chrysanthema im Bürgerbüro. 16 Prozent der Besucher, die Waren an dem Souvenirstand erwarben, waren aus Frankreich angereist. Mit 22 Prozent liegen hier die Gäste aus der Schweiz nochmals deutlich vor den französischen Besuchern.

„Die Qualität der Veranstaltung und die Zufriedenheit der Besucher stehen für uns an erster Stelle“, kommentiert Martina Mundinger vom Stadtmarketing die Zahlen des Events. „Es ist uns gelungen, zahlreiche Gäste der Chrysanthema auf die Landesgartenschau zu locken und verbuchen gleichermaßen viele neue Gäste insbesondere aus der Schweiz auf der diesjährigen Chrysanthema“.

Das große Angebot an öffentlichen Führungen wird sehr gut angenommen: Mehr als 250 Interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen an den zehn öffentlichen Führungen der ersten neun Tage teil.

Insgesamt brachten in den ersten zehn Tagen rund 290 Busse über 10 000 Besucher zur Chrysanthema. Das sind 53 Prozent der gesamten Busgruppen des Jubiläumsjahres 2017 mit insgesamt 540 Bussen. Entscheidender als die reinen Zahlen ist auch hier die Herkunft der Unternehmen: Über ein Viertel aller Busgesellschaften reisten in der ersten Woche aus der Schweiz an. Dies ist eine wichtige Kennzahl für den Einzelhandelsstandort Lahr. Rund sechs Prozent der Franzosen nutzten bislang das Angebot an Gruppenfahrten mit dem Bus zur Chrysanthema. Die meisten Elsässer kommen jedoch individuell mit dem Auto nach Lahr.

Auch wenn die gebuchten Gruppenführungen insgesamt einen leichten Rückgang verbuchen, so festigen sich die privaten Führungen auf hohem Niveau: In den ersten neun Tagen buchten 360 Reisegruppen eine Führung durch die geschmückte Stadt (370 Reisegruppen im Vergleichszeitraum des Jubiläumsjahres 2017). In vier Sprachen vermitteln 30 geschulte Gästeführerinnen und Gästeführer spannendes Hintergrundwissen zur Chrysanthema und den Blumenarrangements.

Wolfgang Bumann, Betriebsleiter der SWEG, geht von vergleichbaren Zahlen zum Vorjahr aus. Zu den regulären Linienbussen werden mit zusätzlichen Busleistungen Tag für Tag zahlreiche Gäste, die mit dem Baden-Württemberg-Ticket anreisen, in die Innenstadt befördert.

Steffen Bernack vom Waldkindergarten Flitzebogen e.V. ist ebenfalls sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Werkstattangebote in der Parkanlage des Rathauses. Kindergärten und Grundschulen nutzen vormittags gerne den Themenweg mitsamt Indianerdorf. „Schön ist, dass wir nachmittags auch bei schlechtem Wetter attraktive Aktionen in der Waldwerkstatt anbieten können“, so Bernack. „Sobald es wieder etwas freundlicher ist, weiten wir das Outdoor-Programm mit Bogenschießen und Ritterburg aus“.

Bei den Chrysanthemen-Produkten liegt der neue Chrysanthemen-Fruchtaufstrich ganz vorne. Auch in diesem Jahr führen die süßen Klassiker, wie Chrysanthemen-Törtchen und Chrysanthemen-Trüffel die Nachfrage an, gefolgt von Chrysanthemen-Tees und Chrysanthemen-Seifen sowie dem Chrysanthemen-Bier Chrysantus. Aber auch hochwertige Produkte, wie die Chrysanthemen-Cigarre haben einen festen Kundenkreis gefunden.