25.01.2022 - Gebäudemanagement der Stadt Lahr legt „Energie und Klima – Fortschrittsbericht 2021“ vor
Geringerer Energieverbrauch als in den Vorjahren
Das Gebäudemanagement der Stadt Lahr hat den „Energie und Klima – Fortschrittsbericht 2021“ vorgelegt. Fazit: Der Energieverbrauch 2020 der städtischen Gebäude hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verringert.
Der Fortschrittsbericht 2021 zeigt sich hinsichtlich des Energieverbrauchs der städtischen Gebäude und der Straßenbeleuchtung positiv. Der Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch war 2020 sichtlich geringer als im vorangegangenen Jahr: Der Wärmeverbrauch reduzierte sich um fünf, der Stromverbrauch um 15 und der Wasserverbrauch um 13 Prozent. Demzufolge konnte auch der CO2-Ausstoß um zwölf Prozent reduziert werden. „Allerdings wird die Reduzierung in dieser Höhe nur vorübergehend sein“, vermutet Benito Otto, kommunaler Energiemanager beim Gebäudemanagement. Bedingt durch die Corona-Pandemie 2020, die mit einer geringeren Nutzung bis hin zu Leerständen von städtischen Gebäuden einherging, wird sich der Trend im aktuellen Jahr wohl nicht fortsetzen lassen. Im Gegenteil: Wie sich das pandemiebedingte häufige Lüften – auch während der Heizperiode – und hinzukommende Stromverbraucher in Form von Luftreinigern und CO2-Ampeln auf die Energieverbräuche auswirken, wird sich im nächsten Bericht zeigen.
Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung wurde – trotz steigender Leuchtenanzahl – in den vergangenen 20 Jahren um mehr als die Hälfte gesenkt. Im Jahr 2000 wurden noch 3711 Megawattstunden (MWh) für 4336 Leuchten verbraucht. 2020 waren es nur noch 1696 MWh für 6289 Leuchten. Dieser Erfolg ist einer konsequenten Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED zu verdanken.
Seit 2019 werden für rund 20 Millionen Euro Sanierungen an neun Lahrer Schulgebäuden durchgeführt. Da einige Gebäude damit den Standard KfW Effizienzhaus 55 beziehungsweise KfW Effizienzhaus 70 erreichen, werden zu den Förderungen durch das Kommunalinvestitionsfördergesetz und den Kommunalen Sanierungsfonds von insgesamt rund 8,4 Millionen Euro nochmals knapp 2,4 Millionen Euro Fördergelder aus dem Programm Klimaschutz-Plus der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird sich sicherlich in den kommenden Jahren erfreulich im „Energie und Klima – Fortschrittsbericht“ zeigen: Die Stadt rechnet mit jährlichen Einsparungen von 2.300 MWh und CO2-Reduzierungen von rund 450 Tonnen pro Jahr.