Etwa 12.000 Starts und Landungen jährlich, eine leistungsfähige Infrastruktur mit einer der längsten Landebahnen bundesweit – und eine Betreibergesellschaft, die den Flugbetrieb rentabel führt und neue Perspektiven für die langfristige Entwicklung eröffnet: Seit dem Einstieg von Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht schreibt der Flughafen Lahr eine Erfolgsgeschichte, die dank einer langfristigen Übereinkunft aller Beteiligten in den kommenden 15 Jahren fortgesetzt wird.
„Die Übernahme des Flughafenbetriebs durch Dr. Martin Herrenknecht war für die Stadt Lahr und die gesamte Region ein Glücksfall“, betont Oberbürgermeister Markus Ibert. „Seinem langfristigen Bekenntnis zum Flughafen Lahr verdanken wir, dass nun Planungssicherheit besteht. Der notwendige Rahmen für neue Impulse und Investitionen ist geschaffen. Für den Flughafen und den Wirtschaftsstandort ist das ein weiterer Meilenstein.“
Daniel Halter, Geschäftsführer der Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH (IGZ), ergänzt: „Der Flughafen ist ein regionales Alleinstellungsmerkmal für die Industrie- und Gewerbeflächen des startkLahr-Areals. Die Weiterentwicklung des Flughafens gibt uns zusätzlichen Rückenwind, das Potenzial des gesamten Areals weiter auszuschöpfen.“ Der Vertrag, der die neue Übereinkunft offiziell besiegeln soll, wird aktuell vorbereitet. Die zuständigen Gremien der Stadt Lahr und der IGZ, die das Areal im Auftrag der Stadt bewirtschaftet, werden sich in den kommenden Wochen damit befassen. Das Grundstück für den Bau des Hangars soll auf Erbpachtbasis an die Dr. Herrenknecht Verwaltungs GmbH übertragen werden. Darüber hinaus muss die Erschließung von der Fritz-Rinderspacher-Straße zum Gebäude hergestellt werden. Die erforderlichen Verträge werden zwischen den Beteiligten abgestimmt und dann ebenfalls den Gremien zur Befassung vorgelegt.
Die Dr. Martin Herrenknecht Verwaltungs GmbH wird für den Rettungshubschrauber „Christoph Ortenau“, den die DRF Luftrettung im April 2026 in Betrieb genommen hat, einen modernen Hangar mit Station errichten. Die baulichen Planungen hierfür sind bereits weit gediehen. Für Investoren eröffnet sich die Möglichkeit, zusätzliche Hangars im Umfeld der Rettungshubschrauberstation anzuschließen und weitere Flugzeuge in Lahr zu stationieren. Hierzu laufen bereits intensive Gespräche mit potenziellen Interessenten. Die Planungen schließen ein, Anlagen für die Nutzung von nachhaltiger und grundlastfähiger Erdwärme (oberflächennahe Geothermie) zu installieren. Dank des Engagements von Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht erhöhen sich somit auch die Attraktivität und das Potenzial für weitere gewerbliche Nutzungen, die eng mit dem Flugbetrieb verbunden sind.
Den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung hat die Stadt Lahr im Dezember 2012 mit dem Erwerb der Flugbetriebsfläche – 201 Hektar einschließlich Start- und Landebahn – von der Bundesrepublik Deutschland gelegt. „Diese zukunftsweisende Entscheidung hat der Stadt Lahr völlig neue Handlungsspielräume eröffnet“, betont der damalige Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller. „Jetzt sitzen wir selbst im Cockpit und entscheiden, wem wir den Betrieb unseres Flughafens anvertrauen.“ Mehrere Betreibergesellschaften waren seit dem Abzug der kanadischen Streitkräfte gescheitert, zuletzt die Integeral Black Forest Airport Lahr GmbH, die im Februar 2013 Insolvenz anmeldete. Im folgenden Insolvenzverfahren erwarb die Stadt die luftverkehrsrechtlichen Genehmigungen, die der städtischen Tochtergesellschaft Lahrer Flugbetriebslizenzen Holding GmbH übertragen wurden.
Zum 1. Oktober 2013 übernahm dann die Lahrer Flugbetriebs GmbH & Co. KG, als Betreibergesellschaft neu gegründet und getragen von Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht, den Flugbetrieb am Flughafen Lahr. Seitdem hat sich der Flughafen Lahr hervorragend entwickelt. Neben den Starts und Landungen der privaten Flugzeuge wurde der Flughafen Lahr in den vergangenen Jahren zu zahlreichen weiteren Anlässen genutzt: unter anderem für medizinisch notwendige Flüge (Patienten und Transplantationsorgane), für internationale Regierungsmaschinen sowie für die Fußballer des SC Freiburg und deren Gegner. Zudem fanden Ausbildungen der Pilotinnen und Piloten der Deutschen Rettungsflugwacht statt. Das weitläufige Gelände bietet darüber hinaus Platz für lokale Messen, professionelle Fahrsicherheitstrainings und Feuerwehrübungen.
Dr.-Ing E.h. Martin Herrenknecht über seine Motivation: „Zwei Themen liegen mir bekanntlich am Herzen: Zum einen die Stadt Lahr, mit der ich biographisch tief verbunden bin. Zum anderen eine leistungsfähige Infrastruktur, die ich für einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor halte. Also bin ich froh, dass wir mit unseren Investitionen in den Erhalt und den Ausbau dieses regionalen Aktivpostens beitragen. Meinen besten Dank an alle, die sich um die zügige Verfassung der neuen Verträge kümmern: Ich stehe jederzeit für meine Unterschrift bereit.“
Gerade in wirtschaftlicher Hinsicht unterscheidet sich der zivile Flugbetrieb am Flughafen Lahr deutlich von vielen Regionalflughäfen: Der Betrieb des Flughafens ist nicht defizitär – und aus der Bewirtschaftung der Flugbetriebsfläche sind an die Stadt Lahr als Eigentümerin seit 2014 etwa 3,8 Millionen Euro an Einnahmen zugeflossen. Der Kaufpreis für die Fläche von rund 3,4 Millionen Euro ist somit refinanziert.
Für künftige Entwicklungen bietet die Infrastruktur am Flughafen Lahr unverändert gute Voraussetzungen. Die rund 3,5 Kilometer lange Landebahn ist selbst für die größten Flugzeuge – Airbus A380, Boeing B747-400 und Antonov 124 – ausreichend, das Instrumentenflug-Verfahren ermöglicht Starts und Landungen auch bei schlechtem Wetter.
Die Lahrer Flugbetriebslizenzen Holding GmbH verfügt über luftverkehrsrechtliche Genehmigungen für Starts und Landungen für Luftfahrzeuge bis 20 Tonnen Startgewicht von 6 bis 22 Uhr, die Genehmigung eines Sonderflughafens Fracht für Luftfahrzeuge ohne Gewichtsbegrenzung von 6 bis 22 Uhr und die Genehmigung zum Betrieb eines Sonderflughafens für den Passagier-Bedarfsflugverkehr für den Europa-Park Rust. Außerdem sind von 22 bis 24 Uhr insgesamt fünf Nachtflüge zugelassen.
„Die erfolgreiche Konversion des Flughafengeländes nach dem Abzug der kanadischen Streitkräfte ist für die Stadt Lahr und die südliche Ortenau weiterhin ein wesentlicher Motor der Entwicklung“, bilanziert Markus Ibert. „Wir profitieren heute von Entscheidungen, die mit großer Weitsicht getroffen wurden: Kauf des startkLahr-Areals 1996, Kauf der Flugbetriebsfläche 2012, Einstieg von Dr. Martin Herrenknecht in den Flugbetrieb im Oktober 2013. Mit der gleichen Weitsicht werden wir nun gemeinsam die Weichen für morgen stellen – für wirtschaftliche Entwicklung, für Arbeitsplätze, für unseren künftigen Wohlstand.“