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07.10.2026 - Oberbürgermeister Markus Ibert besucht die Kita Max-Planck-Straße Einblicke in den Lahrer Kita-Alltag

Gruppenbild mit Oberbürgermeister Markus Ibert (Zweiter von links), Kita-Leiterin Sabrina Güntert (Vierte von links) und die pädagogischen Fachkräfte Amelie Heidrich, Bettina Köhler und Martina Schwörer (von links)
Oberbürgermeister Markus Ibert (Zweiter von links), Kita-Leiterin Sabrina Güntert (Vierte von links) und die pädagogischen Fachkräfte Amelie Heidrich, Bettina Köhler und Martina Schwörer (von links) am Eingang zur Kita Max-Planck-Straße
Quelle: Stadt Lahr
Beim Thema Kita-Plätze ist die Stadt Lahr auf einem guten Weg: Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass die rechnerische Bedarfsdeckung in den kommenden beiden Jahren erreicht wird. Doch welche Herausforderungen stehen in den Einrichtungen selbst derzeit im Vordergrund? Darüber hat sich Oberbürgermeister Markus Ibert mit Sabrina Güntert, Leiterin der städtischen Kita Max-Planck-Straße, bei einem Vor-Ort-Besuch ausgetauscht.

Die Kita Max-Planck-Straße verfügt über ein großes Außengelände auf der Rückseite des Gebäudes. Bäume und Markisen spenden Schatten, Spielmöglichkeiten mit kühlem Wasser sind vorhanden. „Der extrem heiße Sommer war für Kinder und Personal dennoch sehr fordernd“, berichtet Sabrina Güntert. In den Innenräumen seien die Temperaturen entsprechend hoch gewesen.

„Hitzeschutz ist ein wachsendes Problem, dem wir uns stellen werden“, betont Oberbürgermeister Markus Ibert. Die Stadtverwaltung hat für die Lahrer Kitas eine Handreichung mit Tipps und Hinweisen für organisatorische Maßnahmen und angepasstes Verhalten in Hitzesituationen erarbeitet. Die Kita-Gebäude jedoch sind sehr unterschiedlich, sodass keine allgemeine Aussage möglich ist, wie sich der Hitzeschutz in baulicher Hinsicht verbessern lässt. „Eine generelle Klimatisierung wird nicht möglich sein, aber mit Maßnahmen wie Verschattung, Begrünung oder dem Einsatz von Ventilatoren können wir dazu beitragen, Situationen bei Bedarf zu verbessern.“ Bei Neubauvorhaben und energetischen Sanierungen berücksichtige die Stadt Lahr das Thema unter anderem mit der Schaffung von Möglichkeiten zur Nachtauskühlung oder einer Bauteilaktivierung zur Flächenkühlung.

Die zweite große Herausforderung sieht Sabrina Güntert darin, Kindern mit besonderem Betreuungs- und Förderbedarf im Kita-Alltag gerecht zu werden. Das gelte vor allem für die Phase, in der noch nicht klar ist, ob eine Diagnose im Hintergrund besteht und welche Unterstützung das jeweilige Kind benötigt. „Für manche Kinder ist es dann gerade am Anfang herausfordernd, sich im teiloffenen Konzept unserer Kita zurechtzufinden“, sagt Güntert. Teiloffen heißt, dass die Kinder einer Stammgruppe angehören, die sich nach den festen Ritualen wie zum Beispiel dem Morgenkreis aber auflöst. Konkret bedeutet das im Alltag, dass es keine festen Gruppenräume gibt, sondern Funktionsräume wie einen Bauraum, ein Atelier oder einen Bewegungsbereich, zwischen denen die Kinder frei wechseln können.

Jede Erzieherin und jeder Erzieher ist grundsätzlich erste Ansprechperson für acht bis zehn Bezugskinder und gewährleistet somit eine enge und vertrauensvolle Begleitung. Sabrina Güntert und ihr Team setzen zudem auf die gute Zusammenarbeit mit den Eltern: Ausführliche Portfolio-Dokumentationen, Bezugsgruppen, Projekte und regelmäßige Elterngespräche stellen sicher, dass das Kind in seiner Entwicklung kontinuierlich beobachtet, begleitet und gefördert wird. Kindern mit besonderem Förderbedarf die Teilhabe am Kitalltag zu ermöglichen benötigt die enge Zusammenarbeit mit dem sozialen und medizinischen Hilfesystem und erfordert eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Kita in Richtung Inklusion.

Die Kita Max-Planck-Straße bietet Plätze für bis zu 93 Kinder: 20 Krippenplätze und weitere 73 für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. In der Kita arbeiten rund 15 pädagogische Fachkräfte, hinzu kommen Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten. Nicht nur in der Max-Planck-Straße, sondern insgesamt sieht der Oberbürgermeister die Stadt Lahr beim Kita-Personal gut aufgestellt: „Wir haben kontinuierlich Fachkräfte ausgebildet und über Quer- und Direkteinstieg neue Wege in den Beruf eröffnet. Der Erfolg stellt sich jetzt ein und wir werden diesen Weg auch weiterhin beschreiten. Mein herzlicher Dank gilt allen Erzieherinnen und Erziehern, die sich mit Verantwortungsbewusstsein und Engagement der wichtigen Aufgabe stellen, die Kinder in unserer Stadt in den ersten Lebensjahren optimal zu fördern und zu begleiten!“