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06.12.2017 - Dritter Preis für Lahr bei der Initiative "Meine. Deine. Eine Welt."
Preisverleihung zur Initiative Meine.Deine.Eine Welt. v.l.n.r.: Philipp Keil, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ); Marlies Llombart, Stadträtin und ehrenamtliche Vertreterin des Oberbürgermeisters; Manfred Kaiser, Leiter der Stabsstelle Umwelt und des Agendabüros; Annette Turmann, Projektleiterin der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global; Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium Baden-Württemberg
Quelle: Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit
Zehn Kommunen des Landes wurden am 29. November 2017 im Marmorsaal des Stuttgarters Neuen Schlosses ausgezeichnet. Sie haben bewiesen, dass ihre Bürgerinnen und Bürger besonders viel für eine zukunftsfähige und gerechte Welt tun.
Die Preisverleihung im Neuen Schloss Stuttgart im Beisein von Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium Baden-Württemberg, bildete den Abschluss der Initiative Meine. Deine. Eine Welt. 2017. Sie übergab die Preise im Zuge der feierlichen Preisverleihung. „Die von der engagierten Bürgerschaft im Land unterstützten entwicklungspolitischen Initiativen genießen einen exzellenten Ruf. Die Bürgerinnen und Bürger, zivilgesellschaftlichen Organisationen und die örtlichen Verwaltungen handeln pragmatisch, sehr motiviert und haben einen langen Atem“, sagte Erler.
Fairer Handel und Globales Lernen standen im Fokus der Lahrer Aktionstage. Viele Veranstaltungen standen im Zusammenhang mit der langjährigen Partnerschaft mit der costa-ricanischen Stadt Alajuela, mit der Lahr auch eine Kommunale Klimapartnerschaft pflegt. Auch lobte die Jury das fruchtbare Zusammenspiel des lokalen Netzwerks. Das sorgte dafür, dass ein breites Publikum erreicht wurde und Themen aus verschiedenen Perspektiven erörtert werden konnten. Diese Netzwerkarbeit stünde symbolisch für die Notwendigkeit, dass die globalen Herausforderungen nur durch Gleichverteilung auf viele Schultern gelöst werden könnten, so das Gremium.
Zitat
Die Stadt Lahr unterstützt mit einem Gemeinderatsbeschluss die Nachhaltigkeitsentwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen. Um diese Ziele zu erreichen engagieren wir uns in verschiedensten Handlungsbereichen, unter anderen in unserer langjährigen Kommunalen Klimapartnerschaft mit Alajuela. Ohne die Unterstützung von engagierten Akteuren aus der Lahrer Bürgerschaft geht es aber nicht. Deshalb möchte ich Heinz-Dieter Ritzau danken, der im Wesentlichen das Programm für die diesjährigen Lahrer Eine-Welt-Tage entwickelt und mit Unterstützung weitere Akteure mit vielfältigem Leben gefüllt hat.
Heinz-Dieter Ritzau konnte den Preis nicht selbst in Empfang neben, da er gegenwärtig in Alajuela die Förderprojekte der Kommunalen Klimapartnerschaft abstimmt. „Meine Motivation und Zielsetzung war die Vernetzung der Welt und die Abhängigkeit der Länder untereinander am Beispiel von Lahrer Institutionen darzustellen. Die positiven Rückmeldungen während der Veranstaltungen zeigen mir, dass die globale Nachhaltigkeit auch bei uns wahrgenommen und gelebt wird. Es wäre schön, wenn es – vielleicht auch mit Hilfe des Preisgeldes von 1.500 Euro – zu weiteren Vernetzungen, verstärkter Austausch und noch mehr Aktivitäten kommen würde.“
Laudatio von Annette Turmann, Projektleiterin „Global nachhaltige Kommune“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global
„Mit dem 3. Preis in der Gruppe der Mittleren Kommunen und mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro wird Lahr mit dem Veranstaltungsprogramm „Eine-Welt-Tage Lahr“ ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
Liebe Lahrerinnen und Lahrer, an Ihren Eine-Welt-Tagen konnte man ablesen, dass uns Menschen weltweit mehr eint, als uns trennt und dass wir nur partnerschaftlich etwas erreichen können. Ihre Ausstellung „Das gehört zu mir“, in der Gemeinsamkeiten von Menschen unterschiedlicher Herkunft aufgezeigt wurden, machte dies beispielsweise deutlich.
Ihr differenziertes, aber dennoch sehr stringente Programm deckte zudem ein breites Themenspektrum ab. Der Faire Handel stand stark im Fokus, aber auch das Globale Lernen im Zusammenhang mit Ihrer langjährigen Partnerschaft mit der costa-ricanischen Stadt Alajuela, mit der Sie auch eine Kommunale Klimapartnerschaft pflegen. Diesseits und jenseits des Atlantiks arbeiten Sie gemeinsam dafür, unseren Planeten zu schützen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der SDGs, die sich an alle Länder, an alle Menschen richten, egal, ob in Nord, Süd, West oder Ost.
Des Weiteren lobte die Jury das fruchtbare Zusammenspiel des lokalen Netzwerks, der Schulen, Kirchengemeinden, der VHS, des Weltladens, der Stadtverwaltung, aber auch der IHK. Diese Buntheit an Mitveranstaltern sorgte dafür, dass ein breites Publikum erreicht wurde und Themen aus verschiedenen Perspektiven erörtert werden konnten. Diese Netzwerkarbeit steht aber auch symbolisch für die Notwendigkeit, dass die globalen Herausforderungen nur durch Gleichverteilung auf viele Schultern gelöst werden können. In Lahr hat sich beispielhaft gezeigt, dass in Zusammenarbeit und im gemeinsamen Einsatz für eine Sache ein umfangreiches, informatives und für alle gewinnbringendes Ganzes hervorgebracht werden kann. Dies dürfte andere Städte und Gemeinden zum Nachahmen animieren. Vielen Dank für Ihr Engagement und Herzlichen Glückwunsch!“
Über Meine. Deine. Eine Welt.
Ziel ist es, das Bewusstsein für globale Themen zu schärfen, eigenes verantwortliches Handeln im Alltag anzuregen und lokale Netzwerke zu stärken. Meine. Deine. Eine Welt. ist Teil des Partnerschaftszentrums der SEZ und findet im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innenprogramms statt.
29 Städte und Gemeinden sowie ein Landkreis beteiligten sich 2017 mit rund 360 Veranstaltungen an dem Projekt. Die Preisträger verdeutlichten in besonderem Maße, wie sich die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung umsetzen lässt. Ziel 1 ist etwa, Armut in jeder Form und überall zu beenden. Und Ziel 11 verfolgt, Städte und Siedlungen nachhaltiger zu gestalten.
Die Jury, die aus Experten aus den Bereichen Kommunen, Bildung und Partnerschaftsarbeit bestand, legte bei der Bewertung besonderen Wert auf die lokale Vernetzung, die Ansprache der Zielgruppen, die Öffentlichkeitsarbeit und auf den modellhaften Charakter für andere Initiativen.