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06.02.2018 - Stadtverwaltung informiert Anwohner über die geplante Neuordnung der Stellplätze im öffentlichen Straßenraum zur Sicherung der Schulwege Bürgerinfo zur Parkraumerhebung im Klinikviertel

Zu sehen ist eine Straße in einer Stadt, auf der ein Auto fährt, das von hinten zu sehen ist. Rechts und links sieht man Häuser und davor parkende Autos. Im Vordergrund ist auf dem Asphalt das Piktogramm eines Fußgängerüberwegs aufgemalt. Die Straße ist von grünen Laubbäumen gesäumt.
Parken in der Stadt
Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung im Clara-Schumann-Gymnasium am vergangenen Donnerstagabend hat die Stadtverwaltung die Anwohner rund um das Ortenau Klinikum über die geplante Neuordnung der Stellplätze im öffentlichen Straßenraum informiert.

Im Anschluss an die Fußverkehrs-Checks, die im Jahr 2016 unter anderem im Wohnquartier rund um das Klinikum durchgeführt wurden, hatte die Stadtverwaltung das Büro Planersocietät aus Dortmund mit einer Parkraumerhebung beauftragt. Auf der Grundlage der Erhebung sollten Maßnahmen formuliert werden, um die Gehwege im Wohnquartier zu sichern und das Zufußgehen attraktiver zu machen. Der Konflikt zwischen Gehwegparken und Sicherheit im Fußverkehr (insbesondere der Schulwegsicherung) war das größte Manko, das im Rahmen der Fußverkehrs-Checks gemeinsam mit den Anwohnern, der Polizei, den Rektoren der Geroldseckerschule, der Friedrichschule und des Clara-Schumann-Gymnasiums, Eltern der Kita Bottenbrunnenstraße und Fraktionsvertretern identifiziert wurde. Merja Spott vom Büro Planersocietät, Lucia Vogt, Leiterin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Lahr, und Martin Stehr vom Stadtplanungsamt erläuterten die geplanten Änderungen vor rund 180 Anwohnern. Im Vordergrund stand dabei die Einrichtung einer Bewohnerparkzone, die folgende Straßen umfassen soll: Albert-Förderer-Straße, Stefanienstraße, Hebelstraße, Albert-Schweitzer-Straße, Christoph-Schmitt-Straße, Seminarstraße, Pestalozzistraße, Amtmann-Stein-Straße, Bottenbrunnenstraße, Klostenstraße, Hosenmattenweg, Merzengasse, Altvaterstraße, Bürklinstraße und Altfelixstraße.

 

Innerhalb der Zone soll ein Bewohnerparkausweis zum zeitlich unbeschränkten Parken im öffentlichen Straßenraum berechtigen. Fahrzeuge ohne Bewohnerparkausweis dürften montags bis freitags von acht bis 18 Uhr maximal zwei Stunden mit Parkscheibe in den gekennzeichneten Flächen parken, zu den übrigen Zeiten ohne zeitliche Beschränkung und Parkscheibe. Zusätzlich sind Gästeausweise vorgesehen für Besucher der Anwohner.

 

Darüber hinaus ginge mit der Neuordnung auch eine Verlegung der Stellplätze von den Gehwegen auf die Fahrbahn einher. Diese Maßnahme würde an einigen Stellen zwar das Stellplatzangebot verringern, gleichzeitig aber für mehr Platz und Sicherheit auf den Gehwegen sowie für eine Beruhigung des fließenden Verkehrs sorgen. Davon würden insbesondere die Schüler der drei Schulen, die Kinder der Kita Bottenbrunnenstraße, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Rollator oder Rollstuhl profitieren.

 

Nach anschließender Diskussionsrunde unter der Leitung von Bürgermeister Tilman Petters hatten die Anwohner anhand eines kurzen Fragebogens die Möglichkeit, ihre Meinung zur Einführung einer Bewohnerparkzone und zur Neuordnung der Stellplätze zu äußern. 84 Anwohner nutzten diese Möglichkeit. Für die Einführung einer Bewohnerparkzone sprachen sich 77 Prozent der Befragten aus, 19 Prozent stimmten dagegen und vier Prozent enthielten sich. In Bezug auf die Neuordnung der Stellplätze waren die Anwohner geteilter Meinung: 45 Prozent der Befragten stimmten dafür, 43 Prozent dagegen und 12 Prozent enthielten sich. Am Montag, 26. Februar 2018, wird der Gemeinderat der Stadt Lahr über die Einführung einer Bewohnerparkzone und die Neuordnung der Stellplätze im öffentlichen Straßenraum rund um das Klinikum beraten.