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20.09.2018 - Sprache als Schlüssel zur Welt Begegnung von Jung und Alt

Mit dem Bundesprogramms „Sprach-Kitas – weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas stärken.

Der Bund stellt für das Programm im Zeitraum von 2016 bis 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.

 

Im Rahmen des Programms Sprach-Kitas finden beispielsweise in regelmäßigen Abständen Begegnungen zwischen den Kindern der katholischen Kindertagesstätte St. Josef in Kollnau und den Gästen der Tagespflegestelle Hilda in Kollnau statt. Die Kindertagesstätte St. Josef ist eine der 15 Kindertageseinrichtungen im Verbund Lahr-Waldkirch, die sich seit 2016 mit dem Schwerpunkt „alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien“ am Bundesprojekt beteiligen.

 

Von diesen Begegnungen profitieren beide Seiten. So können sich ältere Menschen an der Lebensfreude der Kinder und die Kinder sich am Wissen und den Erfahrungen der älteren Menschen bereichern. Im Sommer 2018 besuchten Gäste der Tagespflegestelle Hilda die Kindertagesstätte St. Josef. Ein Höhepunkt des Nachmittags war das Erzähltheater „Kamishibai“. Die Kinder erzählten gemeinsam mit ihrer Erzieherin die Geschichte „Wanda in Waldkirch“ von Steph Burlefinger. Die Wolke Wanda durchfliegt auf den unterschiedlichen Bilderseiten die Stadt Waldkirch. Sie lernt Kirche und Burg kennen, schaut auf dem Markt vorbei, trifft Fasnetsfiguren und ist auf dem Markt sowie im Schwarzwaldzoo zu Besuch.

 

Zu den Zielsetzungen des Bundesprogramms gehört es, Kindern möglichst viele Sprachanlässe zu ermöglichen, um Freude am Sprechen zu wecken. Die Kinder sollen auf ganz natürliche Weise eine Vielzahl neuer Ausdrucksmöglichkeiten erwerben und ihr Sprachverständnis verbessern. Dazu bot das Erzähltheater reichlich Gelegenheit.

 

Die Tagespflege Hilda ist ein Angebot des Deutschen Roten Kreuzes und dem Pflegedienst Helfende Hände. Sie stellt ein Ergänzungsangebot zur ambulanten Versorgung dar und entlastet pflegende Angehörige.