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03.04.2018 - Film von Günther Rentschler Apulien im Film - Kultur und Natur am Stiefelabsatz Italiens

Foto von Hausdächern, die alle kegelförmig nach oben in einer Spitze zulaufen und mit grauen Ziegeln eingedeckt sind. Vereinzelt sind weiße Schornsteine und Mauern zwischen den Dächern zu sehen.
Alberobello - Stadt der Trulli
Quelle: Günther Rentschler
Günther Rentschler stellt in seinem Film über Apulien die vielseitige und abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft am östlichen Ende Italiens vor.

Zum aktuellen Film von Günther Rentschler über seine Reise durch Apulien lädt die Volkshochschule am Dienstag, 10. April 2018, um 19:00 Uhr in das Haus zum Pflug in der Kaiserstraße 41 ein. Natur-und Landschaftsfilmer Günther Rentschler vermittelt in seinem neuesten Film vielfältige Eindrücke von einer eindrucksvollen Region im Südenosten Italiens. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Das nördliche Tor zu Apulien, die Hochfläche des Gargano, präsentiert sich als eine grüne bewaldete Oase. Die Reste des einstigen Urwalds werden als Foresta Umbra bezeichnet. Die Artenvielfalt an Orchideen war unter Botanikern schon früh erkannt worden. Heute wird dieses Gebiet zur Orchideenblüte zum touristischen Anziehungspunkt. Der Wechsel zwischen Mischwäldern und Olivenhainen und der mediterrane Einfluss der Adria schaffen ein besonderes Flair. Eines der berühmtesten Orte der Frömmigkeit befindet sich ebenfalls im Gargano, die riesige Wallfahrtskirche des Kapuzinerordens, die Chiesa di Padre Pio in San Giovanni Rotondo. An diesem Ort wirkte einst Padre Pio und gab den Anstoß zum Bau eines der besten und berühmtesten Krankenhäuser Italiens, das allein durch Spendengelder finanzierte wurde. Verlässt man die Hochfläche in Richtung Süden, verändert sich das Landschaftsbild, riesige Kornfelder, Gemüseplantagen und Olivenbäume dominieren dort. An der Küstenregion südlich Manfredonia trifft man auf eine der größten Salinen und Meersalzgewinnungsanlagen Italiens. Apulien erlangte auch Berühmtheit durch seine vielen Kulturstädte, wie die Barockstadt Lecce, Matera - Stadt der Höhlenbewohner, Alberobello - Stadt der Trulli oder Gravina in Puglia. Der Staufer-Kaiser Friedrich II. reiste im 13. Jahrhundert auch nach Apulien. Zu den vielen Baudenkmälern aus dieser Zeit gehört das eigenwillige „Castel del Monte“.

 

Der gebürtiger Schwabe Rentschler lebt seit mehr als 40 Jahren in Lahr. Beruf und Familie gaben ihm erst in späteren Jahren die Möglichkeit, seine Naturverbundenheit in der Naturfilmerei zum Ausdruck zu bringen. Er ist Autodidakt und bearbeitet seine Filme am Computer selbst. Lediglich die Filmkommentare spricht ein Profisprecher. Für einen 60-minütigen Film benötigt Rentschler mehrere Monate an Bearbeitungszeit. Diese setzt sich zusammen aus der Filmarbeit vor Ort, der Arbeit zuhause am Computer und des sachkundigen Schreibens des Kommentars für den Film.

 

Weitere Informationen bei der Volkshochschule Lahr, Tel.: 07821/918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter www.lahr.de/vhs.