Stadt Lahr - Zwölf deutsche Kommunen des Projekts „Kommunale Klimapartnerschaften“ treffen sich in Lahr
 
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12.06.2018 - Zahlreiche Vorhaben in Angriff Zwölf deutsche Kommunen des Projekts „Kommunale Klimapartnerschaften“ treffen sich in Lahr

Gruppenfoto der Teilnehmenden auf dem Gelände der Landesgartenschau in Lahr
Besuch der Landesgartenschau in Lahr
Quelle: Stadt Lahr
Im Mittelpunkt des gemeinsamen zweitägigen Treffens stand der intensive Austausch der Klimapartnerschaften, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der Handlungsprogramme.

In zwei Gruppen präsentierten die Teilnehmenden ihre bereits umgesetzten Projekte und aktuelle Aktivitäten. Neue mögliche Projektideen wurden vorgestellt und mit anderen Teilnehmenden diskutiert. Dabei tauschten sich die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter über die aktuellen Herausforderungen in ihren jeweiligen Klimapartnerschaften aus und suchten gemeinsam nach Lösungen. Die meisten Partnerschaften pflegen einen sehr lebhaften Austausch und nehmen gerade zahlreiche neue Vorhaben in Angriff.

Manfred Kaiser, von der Stabsstelle Umwelt berichtete erfreuliches von der Klimapartnerschaft mit Alajuela. Im April 2018 konnte das Projekt „Nachhaltige Optimierung des Abwassermanagement für die Bürger und Umwelt von Alajuela“ erfolgreich abgeschlossen werden. Seitdem fließt das Abwasser der Kernstadt (rund 40 000 Einwohner) wieder durch die sanierte Zentralkläranlage und wird dadurch erheblich gereinigt. Im Rahmen des dreijährigen Projektes wurden außerdem zwei dezentrale Kläranlagen mit neuer Technologie und Technik aufgerüstet und eine kommunale Abwasser/Schlamm-Annahmestation eingerichtet. Mit den Grundlagendaten aus Alajuela und dem Fachwissen aus Lahr, sowie mit Unterstützung von kommunalen Experten und lokalen Firmen wurde das Projekt partnerschaftlich erarbeitet. Das Projekt hat ein Volumen von 366 800 Euro und wurde zu 90 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert, Alajuela beteiligte sich mit einem Eigenanteil von zehn Prozent.

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller, der die Teilnehmenden begrüßt hatte, führte aus: „Das Ziel einer angemessenen und gesetzeskonformen Abwasseraufbereitung konnten wir mit unserem Projekt erreichen. Dies ist ein wertvoller Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz in der Region Alajuela. Für die weitere Entwicklung des kommunalen Kläranlagensystems haben sich außerdem wichtige Verbindungen entwickelt, die über die Projekte hinausgehen und die Verantwortlichen in Alajuela und in anderen Kommunen Costa Ricas zu Neuem ermuntern.“