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24.08.2018 - Workshop vermittelt richtiges Verhalten in Konfliktsituationen Zivilcourage lernen ohne sich zu gefährden

Portraitfoto von Katrin Kupferschmidt. Sie steht mit einem hellgrünem Polosghirt, über dem sie ein ebenfalls hellgrüne sportliche Jacke trägt, vor einem herbstlichen Hintergrund: ein Laubbaum mit gelb gefärbten Blättern und Wiesen. Kartin Kupferschmidt hat kurzes rötlich-braunes Haar und trägt eine schmale Brille.
Katrin Kupferschmidt
Ein Workshop über Zivilcourage in der Volkshochschule zeigt alltagstauglich, worauf man achten sollte, was man vermeiden sollte, und wie man aktiv werden kann, ohne sich selbst zu gefährden. Der kostenlose Workshop mit vielen Übungen findet am Samstag, 22. September 2018, von 09:30 bis 15:30 Uhr im Haus zum Pflug, Kaiserstraße 41 statt.

Für Pausenverpflegung ist gesorgt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Sicherheit im Quadrat“ und wird zum zweiten Mal gemeinsam von Polizeipräsidium Offenburg, Referat Prävention, dem Polizeirevier Lahr  und der Stadtverwaltung Lahr durchgeführt. Eine Anmeldung ist erforderlich bei der VHS unter Tel. 07821 / 918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet auf www.vhs.lahr.de mit Angabe der Kursnummer 102001.

 

Für die meisten Menschen sind gewalttätige Situationen selten. Daher ist die Unsicherheit oft groß, wie man sich in einer solchen Lage richtig verhält. Zivilcourage zeigen bedeutet nicht wegzuschauen, sondern aktiv zu werden. Aber wie verhält man sich richtig, wenn sich die Frage stellt, ob man einschreitet oder nicht? Die eigenen Stärken aber auch die Ängste und Schwächen müssen einem bewusst sein, um einem anderen Menschen zu helfen - natürlich ohne sich selbst zu gefährden. In diesem Zivilcourage-Workshop soll das Sicherheitsgefühl der Teilnehmenden durch Übungen und Rollenspiele bestärkt werden. Was die Teilnehmer erwartet: Ein erfahrenes Team, Reflektion eigener Erfahrungen, praktische Übungen und das gutes Gefühl, etwas bewirken zu können. Tilo Meißner ist als Polizist im Referat Prävention beim Polizeipräsidium Offenburg tätig. Die ehemalige Polizeibeamtin Katrin Kupferschmidt ist inzwischen Präventionstrainerin und bietet seit einigen Jahren Selbstbehauptungsseminare an.

 

„Ich höre immer wieder, dass Menschen helfen möchten, nur häufig nicht wissen wie. Es gibt natürlich verschiedenste Möglichkeiten einzugreifen. Diese sollten nicht unbedingt körperlich sein“, sagt sie auf die Frage wie man denn in einer brenzligen Situation richtig eingreifen soll. Wichtig sei die richtige Einschätzung der Lage, um sich und andere nicht zusätzlich in Gefahr zu bringen. Auch das Absetzen eines Notrufs und die laute Aufforderung an andere zur Mithilfe können die beste Lösung des Notfalls bedeuten. Der beste Selbstschutz beginne beim äußeren Anschein, dem ersten Eindruck, den man auf sein Gegenüber macht, erklärt sie: „Mimik, Gestik, Körperhaltung sowie die Stimme spielen hierbei eine große Rolle.“